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Es war ein gutes Stück Technik

Alles gibt irgendwann den Geist auf, meine Handies im Schnitt meist leider schon nach ca. 2 Jahren. Ich bin eigentlich eher jemand der gut auf seine Hardware aufpasst (hin und wieder passiert es auch den Vorsichtigsten, dass was runterfällt) und dennoch habe ich keine Chance gegen den Verfall.

Mitte Mai verabschiedete sich die makellose Schönheit meines Handydisplays, als es einen schönen Kreisbogen beschreibend (es hing am Ladegerät) durch die Luft segelte und graziös auf einer Ecke seines Gehäuses landete. (Das war 3,5 Monate bevor es 2 Jahre alt wurde) Alles funktioniert einwandfrei, bis auf den kleinen Schönheitsfehler, der sich mittlerweile verschlimmert hat. Die kleinen Macken zwischendurch, die ich durch ein frisches Android (Firmware neu aufspielen) beheben konnte lasse ich einmal außer Acht.

Als ich zu Laufen begann merkte ich, wie toll nicht das GPS (im Vergleich zum Samsung eines Freundes) arbeitete. Einzig die Batterie saugte sich danach hin und wieder unverständlicherweise leer, da scheinbar manche Funktionen von Runtastic nicht ordnungsgemäß beendet wurden. Außerdem wird das Gerät leider langsam unbenutzbar langsam. Wenn die Tastatur zwischendurch mal 15-30 sec. hängt macht das Tippen/Arbeiten keinen Spaß und Sinn mehr…

Die meisten Hersteller scheren sich leider nicht um ältere Modelle, deswegen habe ich eine nicht offizielle Androidversion installiert (LiquidNext), die es mir zumindest ermöglichte die letzter 2er Version von Android zu installieren, was mir zusammen mit eingebauten Tweaks ein neues Benutzererlebnis lieferte. Das LiquidNext Team hat zwar einen Work in Progress aber seit ca. einem Jahr kein Update mehr geliefert. Ich gehe also davon aus, dass ich kein Update auf Version 4 mehr sehen werde. Was ja auch eigentlich egal ist, da der Displayschaden immer größer und die Hardware immer langsamer wird…

Heute hatte ich ein tolles Erlebnis: mitten in der Wildnis des Wienerbergs hatte ich (Goolgle Maps, GPS und HSDPA aktiviert) einen plötzlichen Restart des Telefons und anschließend (von vorher 89%) nur mehr 3% Akku. Erst dachte ich, dass es die Kälte sei, doch auch nach Wärmen des Akkus waren es nicht mehr Prozent. Gut, dass ich einen ungefähren Plan hatte wo ich hin wollte. Jedenfalls habe ich gemerkt, wie sehr man sich schon auf seine Helferlein verlässt (Qando, Mails wegen Artikelnummern/Bestellungen mal schnell herzeigen,…). Werde mir in Zukunft überlegen vielleicht wieder einen Stadtplan immer dabei zu haben (wie im Urlaub ;)) und das nötigste aufzuschreiben/auszudrucken.

Dieser Akkudrop bewegt mich zum Nachdenken, was als nächstes kommt. Vielleicht wieder ein Handy aus dem Hause Google? Wenn dann aber eines, dass Updates nicht nur durch Gunst der Hersteller bekommt (aka Nexus). Was mich aber eher reizt ist es auf den Windows Phone 8 Zug aufzuspringen, da ist zumindest im Moment der Hardware Wildwuchs und die möglichen Sicherheitslücken geringer… (z.B.: USSD Lücke)

PS: SCHNEE und das schon Ende Oktober!!! Kalt wars!

2012 01 – Sofia (Bulgarien)

Nicht nur wir machen Geburtstagsreisen… Ich hatte das Vergnügen meinen Vater mit seinen Freunden nach Sofia zu begleiten. Das Geburtstagskind ludt alle (und mein Vater mich) auf den Flug nach Sofia ein. Wir verbrachten dort ein eisiges Wochenende und nahmen das Wetter später nach Wien mit…

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Mit Flyniki hoben wir von Schwechat ab. Das freundliche Personal sowie die gute Verpflegung erinnerten mich stark an meinen ersten Flug Richtung Odessa. Jung-dynamische Uniformen und ein Logo/Name, dessen Sinn sich mir nicht sofort erschloss geben ein stimmiges Bild ab. („Die Fliege Niki“ frei auf Deutsch übersetzt, da macht auch das Pictogramm Sinn…)  Die Verpflegung ließ keine Wünsche offen, uns wurden sogar 2x Getränke angeboten und die Ansage am Anfang übernahm Niki persönlich (wenn auch nur auf Deutsch ;)). Selten guter Service!

 Eine Wand voller „Stars“

Untergebracht waren wir im Hotel Jasmin, welches sich außerhalb des Stadtzentrums befindet dafür aber gut ausgestattet war. Laut der Autogrammwand weilten hier Action Stars wie: Bud Spencer, Wesley Snipes, Steven Seagal, Jean Claude Van Damme und noch ein paar andere. Sauber, üppiges Frühstück, einziges Manko, die Entfernung zum Stadtzentrum. Taxifahren ist aber auch nicht wirklich teuer, selbst wenn man in der Gegend herumkutschiert wird.

Ordentliche Gerichte

Wie erwartet relativ fettige und üppige Speisen. Am Geburtstagsabend haben wir ordentlich getafelt (im Essenszeit(?)), wobei die riesige Vorspeisenplatte eigentlich schon genug gewesen wäre. Nicht nur genug sondern ich fand sie auch 10x besser. Fleisch und Co. waren meist eher zäh/trocken, fett oder hatten einen seltsamen Geschmack. (Außerdem bin ich ja nicht wirklich ein Fleischtiger) Das frische selbstgebackene Brot hingegen war ein Traum! Die Vorspeise bestand aus sehr guten Aufstrichen, eingelegten Paprika und zwischendurch wurde eine köstliche überbackene Melanzani gereicht… Danach war ich schon im siebten Himmel, das können sie wirklich gut! (Nachher kostete ich mich natürlich trotzdem noch durch die diversen Fleischsorten, war aber wirklich nix für mich)

Eiskalte Ausflüge

Wirklich warm wars nicht, Minusgrade im zweistelligen Bereich und eine verschneite Stadt. Das was ich ihn Wien vermisst hatte (Schnee) gab es hier zu hauf (deshalb nahm ich gleich ein bisschen mit ;)). Wir erkundeten ein bisschen Sofia, was sich durch die Kälte natürlich eher zu einem kürzerem Vergnügen entwickelte. Einen Tag verbrachten wir zur Hälfte in einem gemieteten Kleinbus um ein berühmtes Kloster sowie einen „Technik-Geschichtssammler“ zu besuchen. Insgesamt ein gelungenes Wochenende, wenn auch (ungewohnt) eher gemütlicher.

Witze und Zankereien

Als „Fremdkörper“ konnte ich mich relativ gut in die Gruppe integrieren, wobei ich mehr soetwas wie ein stiller Beobachter war. So bekam ich aber auch relativ viel mit, wie mein Leben aussehen könnte, wenn ich circa doppelt so alt bin wie jetzt (ich weiß, dass ich hier schmeichle :D) Gruppendynamisch gibt es jedenfalls keinen Unterschied zu meinem üblichen Umfeld.
Ich bin leider ein schlechter Witzeerzähler, in der Gruppe waren allerdings zwei, die alles mögliche von inkorrekt bis witzig zum Besten gaben (hier ein paar Schmankerl):

  • Kommt ein Mann in den Himmel. Nach einiger Zeit hat er Hunger. Petrus gibt ihm ein Butterbrot. „Das ist alles?“ fragt der Mann. Petrus – „Was glaubst? Für zwei koch ich nicht“
  • Frau beim Frauenarzt: „Herr Doktor, ich habe einen Knoten in der Brust“
    Arzt: „Wer macht denn sowas?“
  • Triple A – Ausbildung, Abschluss, AMS
  • Was habt ihr gegen Beamten? Die tun doch nichts.
  • Was sollen die Frauen hinterm Herd? Da haben sie doch keinen Platz.

Komfort und Heimreise

Auch wenn die Bedienung nicht immer zuvorkommend war (wir durften z.B. einen Sessel aus einen anderen Raum selber rübertragen, egal aber bei uns eher selten der Fall) so gab es fast überall gratis W-LAN und ich fühlte mich, nicht so wie in Prag, dass man aufpassen muss, dass sie einem übers Ohr hauen wollen…
Der Heimflug verzögerte sich eine halbe Ewigkeit und so verbrachten wir Stunden am Flughafen. Das ist echt langweilig, vor allem wenn man nicht weiß, wann der Flieger nachhause geht…

2011 0716 – Über den Wolken

Ich kann mich noch an meine erste Praxisstunde in der Fahrschule erinnern. Ich fuhr ein wenig auf dem Übungsplatz herum und musste dann gleich selber Richtung Fahrschule auf der Straße fahren. Dieser Sprung ins kalte Wasser überforderte mich natürlich, da man sich gleichzeitig auf soviele Dinge konzentrieren muss! Doch stets stand der Fahrlehrer zur Seite. In Salzburg hatte ich eine ähnliche Erfahrung in der Luft…

Tagwache wie zu Bundesheerzeiten und sogar der gleiche Startbahnhof… ich fuhr am Samstag um sechs Uhr mit meinem Vater nach Salzburg, um nach einer kleinen Stadtbesichtigung mit einem Sportflugzeug abzuheben. Begleitet von einem Freund meines Vaters, der schon Jahrzehnte Flugpraxis hat und auch eine Fluglehrerausbildung hat, durfte ich am Pilotensitz Platz nehmen. Im Unterschied zu meiner ersten Fahrstunde damals hatte ich keine Ahnung von allen Anzeigen und Instrumenten sowie auch keinerlei Vorinformation durch etwaige Theoriestunden.

Trotzdem steuerte ich die Maschine mit mehreren Anweisungen/Hilfen von meinem Copiloten (der mir immer wieder sagte was ich tun und wohin ich fliegen sollte sowie den Funk mit dem Tower übernahm) von Null weg. Gas, Start-/Landeklappen, etc. übernahm natürlich auch er, da ich ja überhaupt nicht wusste Was, Wie, Wo, Wann, Warum.

Sehr interessant und gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung am Boden, wo man das Flugzeug mittels Fußpedalen steuern muss. Leider fiel mir das ob meiner Größe besonders schwer, mein Knie zwischen Steuer und Außenwand eingesperrt und während des Fluges habe ich die Füße verschränkt und möglichst niedrig verstaut um steuern zu können.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher wie der Start abgelaufen ist, da ab einem bestimmten Punkt alles sehr schnell ging aber wir gingen nachher mit 80 Knoten in den Steigflug bis in eine Höhe von 3500m über. Wir flogen zum Fuschelsee, machten eine Wende über dem Wolfgangsee und kehrten mit einem Abstecher zum Mondsee zurück. Usere scharfe Wende über dem Wolfgangsee hatte es in sich. Das Steuer übernahm der Profi und machte eine Kehrtwende bei der mir das Hirn komprimiert wurde und ich mich Frage, ob ich mit diesem interessanten Schwindelgefühl auch hätte fliegen können oder ob ich mich an soetwas zuerst gewöhnen müsste (es überhaupt könnte?). Jedenfalls zeigte er nachher noch ein lustiges Manöver, in dem er den Motor „absterben“ und uns mit dem Heck voran etwas absacken ließ. Weitaus weniger problematisch als die Kurve 😉

Interessant jedenfalls war, dass ab einer Sinkgeschwindigkeit von weniger als 500 Fuß der Flug unangenehm wird und dass man beim Steigflug schnell mal in den Sitz gepresst wird wenn man nur minimal den Kurs korrigiert. Mir fehlen natürlich Übung und Feingefühl wie man das Flugzeug am besten steuert aber ich habe mein bestes versucht es gerade und auf ein und derselben Höhe zu halten. Eine schwere Aufgabe, da meine recht kurzen, sanften Steuerversuche meist nicht fruchteten und als ich dann stärker lenkte mehr als den gewünschten Effekt erhielt.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich danke meinem Vater für dieses coole Geburtstagsgeschenk! Fliegen wäre definitiv ein Hobby, dass in meine teure Hobbyliste passen würde. Leider (oder Gott sei Dank) ist meine Statur dafür sehr ungeeignet. Sollte sich die Gelegenheit zu fliegen wieder einmal Bieten, werde ich sie auf alle Fälle nutzen!

2011 0127 – Ottakringer Brauerei

Da die Fachschaft Physik (TU-WIEN) immer wieder auf der Suche nach preiswertem Gerstensaft ist (und nach einer Beschwerde, dass sich die Rezeptur des Gambrinus geändert hat), wurden wir auf eine Führung durch die Brauerei eingeladen. Wenn es auch motivtechnisch nicht unbedingt viel her gab (und die Bedingungen tropisch und dunkel waren), wollte ich mir dieses Ereignis nicht entgehen lassen.

Als Highlight empfand ich das aus den ‚Silos‘ frisch gezapfte Bier. Ich bin nicht wirklich Biertrinker aber das war schon nur wegen des Flairs ein gutes Bier! 😉
Am Ende der Führung durften wir uns noch jeder selbst ein bis zwei Biere (die man natürlich nicht überall bekommt) zapfen, was für fleißige Helferlein auf inFormationsvEranSTaLtungen aber keine wirklicher Besonderheit, geschweige denn Herausforderung darstellt.

2010 12 – Die letzten Fotos

Die Aufarbeitung aller Fotos aus 2010 ist endlich abgeschlossen. Hat leider länger gedauert als geplant aber ich kann mich nun dem Jahre 2011 widmen. Da ich dieses Jahr leider nicht so viel unterwegs war, wird es (hoffentlich) nicht so lange dauern, bis ich endlich im „Jetzt“ angekommen bin…

Gegen Ende des Jahres bin ich ein paar Mal mit meiner Kamera herumspaziert (vor allem nachdem sich mir der hübsche Blick am Weg zum Atmoninstitut (AI) des öfteren bot), eine Führung durchs AI mit Blick in den Reaktor, verfolgt von hunderten Tauben im Stadtpark,…

2011 Odessa – In Gedanken schweifen…

So lobe ich mir den Samstag, 10:00 aufstehen, Frühstück danach ein paar Gedanken niederschreiben und um 12 eine Torte in der Sonne genießen. Es ist mittlerweile relativ frisch also nutze ich den Tag und mache ein paar Besorgungen und begebe mich anschließend wieder einmal in den Hafen (so wie die letzten Tage auch)…

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„Hurra“, „hurra“ der Herbst ist da. In der Sonne ist es angenehm warm, im Schatten allerdings etwas kalt und vor allem die Wolken sorgen für etwas zu kühle Frische. Seit gestern ist der Herbst in der Stadt. Leider. Denn eigentlich habe ich mich schon sehr an den Sommer gewöhnt 🙂 (den ich in Wien etwas vermisst hatte)
Der lärmende Hund ist Weg dafür ist jetzt ein ganzes Rudel da! Der neueste Schrei ist aber der von jungen Vögeln aus einem Nest in der Nähe meines Fensters… Jipiee alle paar Stunden Vogelgekreische!!! Die Hauskatze sitzt schon erwartungsvoll am Fensterbrett. 🙂

Der Zauber der See

Die frische Brise im Gesicht und der Geruch von Meerwasser in der Nase hat eine gewisse magische Wirkung auf mich. Ohne Langeweile kann ich lange und gedankenverloren das Meer beobachten… Sei es am Strand im Sand, auf einem Felsen, im Bogen der alten *hier Volksgruppe einsetzen, die ich vergessen habe* Festungsmauer stehend oder im Hafen auf einem Poller (gibt es dafür ein österreichisches Wort?) sitzend. Ob Hafen oder Küste, beide haben ihre einzigartige Magie.

Vielleicht liegt es nur daran, dass Wien nicht am Meer liegt, vielleicht ist es aber auch meine natürliche Veranlagung. Die Weite der See fasziniert mich einfach. Die friedlich weit draußen ankernden Frachtschiffe, die Brandung, Wellen die an Felsen brechen… All dies wirkt sehr entspannend auf mein Gemüt.

Wunder der Technik

Doch auch die Action im Hafen kann ähnlich beruhigend sein, das bunte Treiben zu beobachten wirkt ebenfalls: die „kleinen“ Kräne, die sich eifrig hin und her drehen, das Pfeifen einer Lock, die Wagons verschiebt, das erfurchtgebietende tiefe Brummen eines ablegenden Schiffes und die um es „herumtänzelnden“ Schlepper. Im Hafen ist 0-24h was los. Kohle, Kies und Metalle die aus einem Zug oder in ein Schiff geladen werden, ’schwebende‘ Container, riesige Passagierschiffe, die sich selbständig seitwärts bewegen um auszulaufen… Eine faszinierende Welt.

Ich im Wunderland

Ich weiß nicht wie ich das Gefühl beschreiben soll, wenn ich so ein riesiges Passagierschiff neben mir sehe, dann fühle ich mich wie ein kleines Kind im Wunderland, das gerade auf Entdeckungsreise ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur meine uneingeschränkte Begeisterung für Technik.
Ähnlich imponiert hat mir der Bergepanzer während meiner Zeit beim Heer. Er ist mit seinen stattlichen Gewicht ein paar Dezimeter an mir vorbeigedonnert (unter bebender Erde) und hinterlies einen mächtigen Eindruck. Denn ein getunetes Auto kostet mich, wenn überhaupt, nur ein Lächeln, wenn es laut dahinrattert (oder ich ärgere mich, weil ich Ruhe haben will) aber bei einem so großen Monstrum geht es mit der Power und der Lautstärke einfach um reale Verhältnisse…

Ein paar Eindrücke aus der letzten Zeit:

2011 Odessa – Halbzeit mit Feuerwerk

 Und wieder einmal heißt es „Alles Gute zum Geburtstag, Odessa!“, diesmal der 217. Der neue Bürgermeister ist ein wenig als Sparmeister verschrien jedoch habe ich (und die hiesige Bevölkerung) schon lange nicht mehr so ein episches Feuerwerk gesehen!

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Täglich grüßt das Murmeltier

Nachdem mein Dad abgerauscht ist hat sich eine gewisse Regelmäßigkeit eingestellt, also quasi normales Leben: Schule, entspannen, Abendessen, vielleicht noch kurz spazieren oder ins Internet und danach früh schlafen gehen. Bis auf kleine Ausreißer wie einmal am Nachmittag Schule, was meine Lehrerin und ich überhaupt nicht können, verlief alles relativ unspektakulär. Ein paar Ärgernissen zum Trotz (öfters werde ich mitten in der Nacht oder früh morgens von lauten Bellen geweckt) habe ich eine sehr entspannte Woche hinter mir. Durch fehlende Gesellschaft (Ich vermisse die alte Abenteuergruppe aus dem ersten Jahr sehr) bin ich langsam überentspannt :D, das Publikum der Schule hat sich stark geändert und ich bin leider (Gottseidank) wählerisch was neue Bekanntschaften angeht. Interessant wäre natürlich auch jemanden aus Odessa zu kennen…

1. Schultag und Stadtfeiertag

Wie jedes Jahr habe ich das Vergnügen die herausgeputzten Schulkinder und Studierenden am Beginn ihres neuen Lernjahres zu beobachten. Vor den Schulen bilden sich riesige Trauben und die LehrerInnen werden von Blumen überhäuft (was deren Preis an diesem Tag natürlich astronomisch erhöht und an jeder Ecke Blumenstandln aus dem Boden schießen lässt). Tags drauf die wohlbekannten Aufbauarbeiten für die Konzerte am Geburtstag Odessas. Nach der Schule bin ich gleich aufgebrochen und habe den diesjährigen Fotografierspot genauestens unter die Lupe genommen…

Feuerwerk

Die Stimmung am Morgen war etwas getrübt, da das Wetter auf Wolkig (und am Abend sogar Regen) umgeschlagen hatte. Das Feuerwerk sollte um 22:00 stattfinden und da ich die Menschenmassen umgehen wollte, entschied ich mich zeitgerecht wegzugehen und zielstrebig meinen gewünschten Ort zu erreichen. Der Spot war riskant aber meiner Meinung nach einer der besten den man wählen konnte. Ich hatte sogar die Zeit für einen Positionswechsel gestoppt sowie ein paar Notfallpläne aufgestellt. Doch alle Befürchtungen haben sich als unnötig erwiesen, der Hafen war menschenleer, ich hatte Ruhe und alle Zeit der Welt. Mit dem Fernauslöser musste ich mir diesmal auch sogut wie garkeine Gedanken machen und bekamm sogar das ganze Feuerwerk mit eigenen Augen mit. Denn einmal am Stativ eingerichtet musste ich nur immer wieder den Auslöser drücken und vielleicht hin und wieder Adjustierungen vornehmen.

Betrübliches zum Schluss

Als ich heimkam und ein Backup meiner Fotos machen wollte musste ich mit entsetzen feststellen, dass die Mini-USB-Buchse meiner externen Festplatte abgerissen war (diese fiel in der Nacht vom Tisch und das Kabel war noch angeschlossen). Wenigstens ist sie sauber ausgerissen, was die Reparatur vereinfachen sollte.
Weiters fällt mir dieses Jahr stark auf, dass meine Lehrerin meine Phonetik und Intonation oft korrigiert, was mich irgendwie in dem Anschein haben lässt, dass ich vieles falsch angelernt habe. Außerdem fehlt es mir stark an Ausdruck. SmallTalk geht leicht von der Hand und fühlt sich gut an! Wenns dann allerdings etwas ans Eingemachte geht ziehen sich die Sätze mit vielen Pausen in die Länge. Dafür hat sich mein Hörverständnis vervielfacht, ich habe bisher nie soviel und vor allem so schnell gesprochenes verstanden! Ich schätze das habe ich meinem letzten Semester zu verdanken!

Iiiihhh Algen!

Zu guter Letzt will ich noch die Algensituation bemängeln, man glaubt fast man geht durch eine Blattsinatsuppe 😀 Wenigstens ist mein Lieblingsstrand davon größtenteils verschont geblieben. Meine Gastmutter hat gemeint sowas hat sie in ihrem Leben auch noch nie gesehen…
Ich bin auf jeden Fall sehr froh so tolles Wetter zu haben! Der erste Regen nach 16 Tagen! Ich habe nach der Schlechtwetterphase in Wien schon fast befürchtet, dass ich keinen Sommer mehr erleben werde! Danke Odessa!!!

2010 0709 – Kledering Verschiebebahnhof

So faszinierend Züge, Schiffe sowie anderes großes technisches Gerät für mich als junger Bub waren, so gerne schaue ich mir auch heute noch unsere technischen Errungenschaften an. Der Verschiebebahnhof Kledering ist eine witzige Geschichte, es klackert die ganze Zeit und ständig ist etwas in Bewegung. Durch die quasi automatische Abwicklung sieht man selten Lokomotiven und arbeitende Menschen doch immer Action.

Leider sind nicht nur viele Blickfänger sondern auch viele Leitungen im Weg, ich denke mir ist es trotzdem gelungen ein paar ansprechende Fotos zu schießen. Die Landschaft war auf jeden Fall auch einen Blick wert und der Sonnenuntergang eine nette Draufgabe.

2011 0730 – Schonmal mit Mikroskop gelötet?

Eine Kollegin aus dem Russischkurs hat mich gestern gefragt, ob ich jemanden kenne, der die Daten von ihrer externe Festplatte retten kann und damit ihre Arbeit an der Diplomarbeit. Neugierig wie immer meinte ich, dass ich es mir anschaun würde. Als ich gestern des Nachts nach einem sehr netten Abend mit meinem ehemaligen Russischkurs heimgekehrt bin warf ich einen Blick auf besagte Platte…

Die ersten drei Buchstaben die mir in den Kopf geschossen sind waren WTF!? (freundlich übersetzt mit: Was zur Hölle?!) Ich dachte eigentlich, da laut Beschreibung nur der USB Stecker „locker“ sei, dass es ein Spaziergang wird indem ich einfach die Platte ausbaue und direkt an meinen PC SATA Port (Festplattenstecker der aktuellen Generation) hänge. Ich öffne also das Festplattengehäuse und stelle fest, dass der USB Stecker abgerissen (bei einer Datenleitung sogar ein großes Stück der Leiterplatine) und das es doch tatsächlich Hersteller gibt die direkt auf die Festplatte einen USB Controller anbringen. Shame on you Samsung!  Ich packte also meinen Lötkolben aus und stelle fest, dass ich nicht das richtige Equipment habe…

Gut, wenn man auf das Werkzeug seiner Uni zurückgreifen kann!

Also beschloss ich am nächsten Tag auf die TU zu fahren und mir die nötigen technischen Hilfsmittel zu leihen. Gemeinsam mit einem Doktorand habe ich dann ~2 Stunden an Platine und Stecker herumgewerkt. Mit Hilfe eines Mikroskops, Pinzetten und möglichst feiner Lötkolbenspitze gelang es uns trotz zittrigen Händen (kein Wunder bei der Relation zur Größe) selbst die kleine Leitung das abgerissenen Datenkanals noch zu verbinden. Eiegentlich ein Wunder, da man unter der starken Vergrößerung sehen konnte, dass die Spitze riesig im Vergleich zum Rest war.

Eine Odyssee, wenn man nicht weiß was der Fehler ist

Als alles soweit verbunden war und ich es nach mehrmaligen Durchmessen, Nachlöten und Feintuning (Drahtbiegen) geschafft habe die Platte nicht nur zum Laufen zu bekommen sonder auch den Laptop dazu zu bringen die Festplatte als solche zu erkennen, konnte ich endlich die Daten sichern. Zwischendurch hatte ich schon fast gedacht ich müsse andere Kabel verwenden oder den Abstand verringern, da ich befürchtete, dass die nicht abgeschirmten Drähte miteinander kommunizieren und sich stören würden. Das wäre ein „Zurück zum Start“ gewesen.

Geschafft ist geschafft! Hier ein paar Bilder von meinem heutigen Abenteuer.

Kleine Empfehlung am Rande: Daten immer redundant absichern! Mein Weg ist vielleicht etwas übertrieben: RAID 1 (gespiegelte Festplatte) und 2 externe Festplatten die nicht bei mir zu Hause liegen, die alle 1-2 Wochen bespielt werden (Ich verwende Areca, eine Open Source Backup Software, zum synchronisieren). Auch meine Emails sind gesichert, sollte mein Onlineanbieter einen technischen defekt haben.