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2017 1015 – Paarshooting L+M

Ich liebe meine Neue sehr, klein, kompakt und praktisch, vor allem auf Reisen. In letzter Zeit allerdings stelle ich Grenzen fest, die mich wieder zu einer halbprofessionellen Kamera ziehen, gerade liebäugle ich mit einer 80D, die meiner Kleinen nichts nachstehen sollte. Neben technischen Fehlern (Blende zu weit offen) kam erschwerend zu langsame oder Fehlfokussierung hinzu. Allerdings konnten wir aus dem wundervollen Herbsttag einiges herausholen…

Ich finde es sind einige sehr gute Porträts und Kreationen entstanden, auf die man stolz sein kann! Es hat richtig Spaß gemacht mal wieder wegen des Fotografierens zu fotografieren und sich 100% darauf fokussieren zu können. In letzter Zeit häufen sich wieder die Anfragen Fotografie zu betreiben und meine Ausrüstung auszureizen, was mir wieder richtig taugt und ich schon fast überlege einen „alte Hobbys“ Post zu machen…

2013 03/04/07 – Barcelona x3

Dreimal ging es dieses Jahr nach Barcelona, drei verschiedene Klimabedingungen, dreimal verschiedene Ausrüstung, dreimal mit verschiedenen Leuten, drei verschiedene Erfahrungen, drei… Okay, ich höre schon auf 😉

Trip I: 2013 0301 – Wochenendausflug mit meinem Vater

Auftakt dieses Jahr war das Wochenende bevor ich zu arbeiten begann. Zur Sponsion schenkte mir mein Vater ein paar Tage Barcelona, wo wir es uns richtig gut gehen ließen. (Hotel gleich auf der Ramblas, jede Menge Futter,…) Das Wetter spielte leider nicht ganz so mit, denn es war teilweise eiskalt (10°C mit Wind) – Gott sei Dank ließ sich im Laufe der Zeit immer wieder die Sonne blicken. Die Besichtigung mit dem Sightseeing-Bus war eine sehr interessante Erfahrung – eine Stadt mal so kennenzulernen hat auch was. Ich hab auch ein bisschen mein Russisch trainiert und mir den Guide in dieser Sprache gegönnt.

Über die Stadt und Leute

Im Gepäck hatte ich nur mein 50mm F1.8, womit ich sehr leicht und entspannt unterwegs war. Was sehr nützlich bei unseren Besuchen in kleinen Tapas-Beisln, Kantinen usw. war. Der erste Eindruck der Stadt war positiv, wenn auch durch das Wetter getrübt. Ähnlich wie in Lissabon hatte ich das Gefühl, dass es wenig Reklame gibt. Die Stadt ist auf alle Fälle um einiges besser Erhalten/renoviert, wenn auch ähnlich von Graffitis heimgesucht. Die Häuser in der Stadtmitte sind recht hoch, werden aber nach außen hin kleiner mit Vorstadtfeeling (siehe Trip II). Es gibt ähnlich viele architektonische Perlen wie Schandflecke und auffällig sind die großen Kreuzungen, die durch abgeschrägte Hausecken erreicht werden. Die Leute sind nett allerdings haben sie scheinbar das Drängeln und nicht wirklich schnell arbeiten erfunden. In Lokalen wartet man schon öfters gut eine halbe Stunde auf die Rechnung oder bis sich jemand erbarmt zum Tisch zu kommen. Erstaunt hat mich das zurückhaltende und gemütliche Fahrverhalten und die Radinfrastruktur. Ich bin nicht so sehr der Fan von kleinen und engen Gassen aber irgendwie sind diese in Barcelona weniger bedrückend, obwohl die Häuser doch recht hoch sind und man fühlt sich auch in eher dunkleren Ecken relativ sicher. Eine spannende und abwechslungsreiche Sache sind die immer wieder „aus dem Nichts“ auftauchenden Plätze, die ein Ort der Erholung und der Zusammenkunft sind.

Kulinarisches

Tapas, Tapas, Tapas – wirklich herausgefunden, was sonst noch so an Küche ist habe ich nicht. Gegessen habe ich trotzdem gut. Am liebsten habe ich Jamon Serrano (Rohschinken) und Pimientos de Padron (kleine Paprikaschoten gebraten). Erst bei Trip III bin ich voll auf den Geschmack von Bocadillos gekommen – Weißbrot mit Tomaten(mark) bestrichen und Olivenöl beträufelt, dann nach Wunsch belegt. Ein Traum, den ich in Wien auch schon mehrmals selbst nachgebaut habe. Generell habe ich das Gefühl, dass die Küche recht fettig und üppig ist, was ich im Süden nicht unbedingt erwartet hätte. Was noch erwähnt werden muss ist der leckere frisch gepresste Orangensaft, den ich sehr oft bekam sowie die Spitzenqualität der Früchte – die leckersten Nektarinen, die ich seit langem gegessen hatte. Weniger schmackhaft war das „Trinkwasser“, das recht chlor- und kalkhaltig war. Man kann sagen was man will, wiener Hochquellwasser ist einfach ein Traum! Gutes Eis gibt es  auf der Ramblas bei Artisa.

Trip II: 2013 0419 – Polterwochenende

Das Barcelona auch eine Polterstadt ist konnten wir an den vielen Gruppen feststellen und so waren wir in (mehr oder weniger) bester Gesellschaft. Unser Noch-Junggeselle hatte (laut seinen Angaben) ein unvergessliches Wochenende und wir alle viel Spaß! Auch wenn unsere Gruppe nicht klein waren, so lief alles vereint unter dem Banner des „Blaublütigen“ auf der Suche nach dem bösen Drachen, wie am Schnürchen. Denn auch das Wetter war uns gnädig und wir schwitzten teilweise sogar in unseren Kostümen. Da ich auch hier schnell und mobil sein wollte war ich nur mit meinem 30mm F1.4 unterwegs, dass ich mir zum Diplom geschenkt hatte.

Trip III: 2013 0807 – Eine Woche Entspannung pur

Nicht nur mein erster wirklicher Urlaub, sondern auch ein Experiment. Gemeinsam mit drei Freunden, mit denen ich zuletzt auf Maturareise war, lebte ich eine Woche lang in einem Apartment (6. Stock ohne Lift ;)) mit 1/3 Terrasse und 2/3 Wohnfläche. Es lief ziemlich perfekt, niemand hatte wirklich Stress, Sightseeing war minimal, da jeder von uns bereits fast alles gesehen hatte und die Terrasse tat den Rest zu einem der erholsamsten Urlauben, die ich je hatte. Lesen, Schlafen, Essen, an den Strand gehen, durch die Stadt schlendern, Laufen gehen,… Die Terasse genießen, plaudern, Musik hören, Witze reißen,…
Eine nette Gewohnheit am Morgen war das Zähneputzen auf der Terasse in der Morgenluft und Sonne (wir hatten dort ein Waschbecken)

Wir waren knapp 10 Min. von der Ramblas entfernt im Immigrantenviertel, genauer gesagt im orientalischen Teil, wo unter Tags Menschen in „Tracht“ zu beobachten waren, es koshere Geschäfte gab und und und. Das Wetter war uns gnädig, wenn wir auch ein paar Regenschauer miterleben durften und ich den größten Regenbogen (inkl. Doppelbogen) zu Gesicht bekam, den ich je gesehen habe! Kleine Anekdote am Rande: „Ich fahre in den Süden um mich abzukühlen“. In Wien hatte es zu dieser Zeit schwüle um die 40°C und war unausstehlich heiß. In Österreich wurde sogar der all time Hitzerekord gebrochen…

Der Montjuic war diesmal der Punkt, an dem ich sein wollte. Zweimal erklomm ich den Hausberg und entspannte mich. Leider war das olympische Dorf gesperrt und in der Hitze wollte ich mir die Schlange in die Sagrada Familia nicht antun. Vielleicht ein Andermal. Anders als bei den ersten beiden Trips war (no na, es ist Sommer und Hochsaison) die Stadt bummvoll und natürlich auch die Strände gut besucht. Wirklich besser/sauberer als in Odessa fand ich das Wasser nicht und vor allem war um einiges mehr los. Interessanterweise waren ein Großteil der Urlaubenden aus Frankreich, nicht so wie bei den Reisen zuvor Deutschland und Co.

Fazit

Barcelona ist eine sehr nette Stadt, die mich sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat. Mehr Spaß macht sie allerdings/schöner ist sie, wenn das Wetter auch passt. 😉 Die Experimente mit nur einer Fixbrennweite im Gepäck waren sehr überzeugend, wenn auch hin und wieder ein Teleobjektiv nicht schlecht gewesen wäre.

Wieder einmal habe ich erkannt, dass ich eine Stadt nur wirklich erleben und kennenlernen kann, wenn ich ziellos spazieren gehe und die Umgebung auf mich wirken lasse. Ein dicht gedrängter Sightseeingplan eröffnet mir leider nicht so viel, wie abseits der Tourismuszentren umherzustreifen. Bei Urlauben in Gruppen brauche ich immer wieder mal ein Zeitfenster in dem ich alleine bin, mein Ruhe habe und einfach beim Spazieren die Seele baumeln lassen kann.

PS: Bei Trip III habe ich endlich einen Baggage Storage gefunden! Gleich beim Placa Catalunya (Carrer Estruc, 36)

2012 08 – Petersburg – Woche 3, best of…

Die dritte und letzte Woche ist wirklich schnell vergangen. Es war gleichzeitig ein kurzer Trip und kam mir so vor als wäre ich mehrere Monate mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammen gewesen…

Von offizieller Seite besuchten wir das Blockade Museum, ein interessanter und zugleich trauriger Ort und hatten außerdem Kontakt mit der russischen Seele (laut einer Einheimischen, die sich furchtbar darüber beschwert hat). Wir wollten mit dem Schiff nach Кронштадт (Kronstadt) fahren, es passten aber nicht alle ins Boot. Man durfte Meisterinnen und Meister des Vordrängens bei der Arbeit erleben und dann wurde mit „Wir sind zwar schon voll aber wer noch rein will und einen Stehplatz in Kauf nimmt, der zahlt nur die Hälfte“ noch einiges an Geld herausgeholt.
Insgesamt war unser Aufenthalt dort leider sehr kurz (wir sind schließlich mit dem Bus gefahren und haben dadurch viel Zeit verloren) und ich hatte das Gefühl, dass ich das Inselchen gerne genauer unter die Lupe nehmen würde. Zum Schluss besuchten wir noch die Einweihungmesse der Kathedrale, wo sich Unmengen an Touristen tummelten und ein „Bischof“ (das orthodoxe Äquivalent) mit mieser Laune den Weihrauch schwang. Bei der Rückfahrt mit dem Schiff (diesmal waren wir schnell genug!) stellte sich heraus, dass  ein Аквабус (Aquabus – eines der Schiffe) kaputt ist und deswegen nur halb so viele Leute mitfahren konnten und die Fahrt zweieinhalb Stunden in Anspruch nahm. Nicht zu vergessen das unser Kapitän zu tief in die Flasche geschaut hat und wir beinahe mit einem Tanker (oder etwas ähnlichem) und einem Bauschiff zusammengekracht wären. Die ewige Verspätung hatte zumindest das Gute, dass ich den Sonnenuntergang vom Schiff aus genießen konnte!

Kulinarisches

Die letzte Woche bot auch einiges an frischen Entdeckungen, als ich wieder mal mit verschiedenen Cliquen unterwegs war. Zum einen habe ich dadurch eine recht gute Pizzeria (Ollis) entdeckt. Zum anderen war ich in einem spannenden Kunstcafe (этажи) mit Terrasse. (Wo uns Tauben die Laune vermiesten und wir deshalb hinein flüchteten.) Shawarma stand ebenfalls auf der Speisekarte und durch viel frischen Zwiebel hatte ich auch länger was davon, lecker war’s trotzdem. Unser Abschiedsabend fand beim Aserbaidschaner statt, wo wir gemeinsam gesungen haben, tanzten und Spaß hatten. Was den Abschied am nächsten Tag umso schwerer machte… 🙁

Kunst

Ständig umgeben von Leuten die malten, zeichneten,… überkam es mich einmal und ich zückte im таврический сад (Taurischer Garten) meinen karierten Block und einen Kuli – nicht das ideale Equipment aber manchmal muss man nehmen was man hat. Hier konnte ich der künstlerischen Luft dann nicht mehr widerstehen und es war eine spannende und entspannende Sache. Vielleicht poste ich später was ich geschaffen habe…
Das russische Museum hat es mir wie in Odessa auch schon sehr angetan, dagegen hatte die Ermitage einfach keine Chance!

Spaziergänge, Aktivitäten und Kreislaufkollaps

Nach dem Blockade Museum schlenderten wir zum Smolniy Kloster (wo ich zwischendurch mein Kunstwerk erstellte), hatten an einem anderen Tag das Nachmittagsprogramm mit Bowling ausgefüllt – Ich war leider ziemlich zerstört an diesem Tag, da ich ein paar Tage zuvor beim Laufen nicht auf meinen Körper geachtet hatte und einen Kreislaufkollaps mit vielen Stunden mit Wärmeflasche und Tee im Bett verbrachte. – und gegen Ende der Woche erkundete ich alleine (alle Anderen waren Bücher, etc. einkaufen) noch das Univiertel auf der Стрелка („Spitze“).

Viele nette und interessante Bekanntschaften

Leider ist der Kontakt mit den Russinnen sehr rar, da wir alle viel zu tun haben und außerdem noch die Zeitverschiebung hinzukommt. Ich bemühe mich allerdings immer wieder mal mit ihnen zu schreiben. Leichter ist es natürlich für uns in Österreich, wir sind ja wirklich ein kleines Land. 😉 So trafen wir uns kürzlich, weil russischer Besuch da war (ein paar Russinnen studieren in Deutschland) oder ich habe den Fotomarathon gemeinsam mit einer motivierten Freundin bestritten. Auch einen Physiker durfte ich kennenlernen und habe ihn natürlich gleich über seinen Werdegang ausgefragt…

Alles in allem eine super Zeit

Ich möchte mich gerne bei der Organisatorin bedanken, die das Ganze wirklich toll hinbekommen und uns einen unvergesslichen Aufenthalt ermöglicht hat. Ich vermisse alle Kolleginnen und Kollegen, wenn es auch nur drei Wochen waren, so waren wir ständig zusammen und konnten uns so kennenlernen, dass ich das Gefühl hatte, dass wir uns bereits mehrere Monate kennen…

PS: Der Text ist vielleicht nicht sehr gelungen, ich hatte ziemlich starke Kopfschmerzen, wollte euch aber nicht im Stich lassen!

2012 08 – Petersburg – Woche 2, Porträts aus der Gruppe

Mit so vielen fotografiert-werden-wollen wütigen Modellen, war ich quasi im Schlaraffenland. Es gab kein dezidiertes Shooting, sondern eher nebenbei-Produkte. Wir hatten soetwas geplant, da ist uns allerdings dann leider die Zeit davongelaufen. Alle Beteiligten sind mit den Ergebnissen trotzdem recht zufrieden…

2012 08 – Petersburg – Woche 1, Porträts aus der Gruppe

Aufgrund der immensen Menge an Fotos habe ich mich dazu entschlossen auch die Portraitfotos in drei Wochen zu gliedern und so zu veröffentlichen.
Die Kolleginnen und Kollegen standen oft gerne Modell bzw. forderten mich auf Fotos zu machen, was mich zum Experimentieren und zahlreichen Fotos motivierte.

2012 01 – Sofia (Bulgarien)

Nicht nur wir machen Geburtstagsreisen… Ich hatte das Vergnügen meinen Vater mit seinen Freunden nach Sofia zu begleiten. Das Geburtstagskind ludt alle (und mein Vater mich) auf den Flug nach Sofia ein. Wir verbrachten dort ein eisiges Wochenende und nahmen das Wetter später nach Wien mit…

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Mit Flyniki hoben wir von Schwechat ab. Das freundliche Personal sowie die gute Verpflegung erinnerten mich stark an meinen ersten Flug Richtung Odessa. Jung-dynamische Uniformen und ein Logo/Name, dessen Sinn sich mir nicht sofort erschloss geben ein stimmiges Bild ab. („Die Fliege Niki“ frei auf Deutsch übersetzt, da macht auch das Pictogramm Sinn…)  Die Verpflegung ließ keine Wünsche offen, uns wurden sogar 2x Getränke angeboten und die Ansage am Anfang übernahm Niki persönlich (wenn auch nur auf Deutsch ;)). Selten guter Service!

 Eine Wand voller „Stars“

Untergebracht waren wir im Hotel Jasmin, welches sich außerhalb des Stadtzentrums befindet dafür aber gut ausgestattet war. Laut der Autogrammwand weilten hier Action Stars wie: Bud Spencer, Wesley Snipes, Steven Seagal, Jean Claude Van Damme und noch ein paar andere. Sauber, üppiges Frühstück, einziges Manko, die Entfernung zum Stadtzentrum. Taxifahren ist aber auch nicht wirklich teuer, selbst wenn man in der Gegend herumkutschiert wird.

Ordentliche Gerichte

Wie erwartet relativ fettige und üppige Speisen. Am Geburtstagsabend haben wir ordentlich getafelt (im Essenszeit(?)), wobei die riesige Vorspeisenplatte eigentlich schon genug gewesen wäre. Nicht nur genug sondern ich fand sie auch 10x besser. Fleisch und Co. waren meist eher zäh/trocken, fett oder hatten einen seltsamen Geschmack. (Außerdem bin ich ja nicht wirklich ein Fleischtiger) Das frische selbstgebackene Brot hingegen war ein Traum! Die Vorspeise bestand aus sehr guten Aufstrichen, eingelegten Paprika und zwischendurch wurde eine köstliche überbackene Melanzani gereicht… Danach war ich schon im siebten Himmel, das können sie wirklich gut! (Nachher kostete ich mich natürlich trotzdem noch durch die diversen Fleischsorten, war aber wirklich nix für mich)

Eiskalte Ausflüge

Wirklich warm wars nicht, Minusgrade im zweistelligen Bereich und eine verschneite Stadt. Das was ich ihn Wien vermisst hatte (Schnee) gab es hier zu hauf (deshalb nahm ich gleich ein bisschen mit ;)). Wir erkundeten ein bisschen Sofia, was sich durch die Kälte natürlich eher zu einem kürzerem Vergnügen entwickelte. Einen Tag verbrachten wir zur Hälfte in einem gemieteten Kleinbus um ein berühmtes Kloster sowie einen „Technik-Geschichtssammler“ zu besuchen. Insgesamt ein gelungenes Wochenende, wenn auch (ungewohnt) eher gemütlicher.

Witze und Zankereien

Als „Fremdkörper“ konnte ich mich relativ gut in die Gruppe integrieren, wobei ich mehr soetwas wie ein stiller Beobachter war. So bekam ich aber auch relativ viel mit, wie mein Leben aussehen könnte, wenn ich circa doppelt so alt bin wie jetzt (ich weiß, dass ich hier schmeichle :D) Gruppendynamisch gibt es jedenfalls keinen Unterschied zu meinem üblichen Umfeld.
Ich bin leider ein schlechter Witzeerzähler, in der Gruppe waren allerdings zwei, die alles mögliche von inkorrekt bis witzig zum Besten gaben (hier ein paar Schmankerl):

  • Kommt ein Mann in den Himmel. Nach einiger Zeit hat er Hunger. Petrus gibt ihm ein Butterbrot. „Das ist alles?“ fragt der Mann. Petrus – „Was glaubst? Für zwei koch ich nicht“
  • Frau beim Frauenarzt: „Herr Doktor, ich habe einen Knoten in der Brust“
    Arzt: „Wer macht denn sowas?“
  • Triple A – Ausbildung, Abschluss, AMS
  • Was habt ihr gegen Beamten? Die tun doch nichts.
  • Was sollen die Frauen hinterm Herd? Da haben sie doch keinen Platz.

Komfort und Heimreise

Auch wenn die Bedienung nicht immer zuvorkommend war (wir durften z.B. einen Sessel aus einen anderen Raum selber rübertragen, egal aber bei uns eher selten der Fall) so gab es fast überall gratis W-LAN und ich fühlte mich, nicht so wie in Prag, dass man aufpassen muss, dass sie einem übers Ohr hauen wollen…
Der Heimflug verzögerte sich eine halbe Ewigkeit und so verbrachten wir Stunden am Flughafen. Das ist echt langweilig, vor allem wenn man nicht weiß, wann der Flieger nachhause geht…

2011 1005 – Produktfotos AGM Katalog

Ich wurde gebeten für die Website SvenDogs.com (das Designbüro, für das ich immer wieder 3D Renderings mache) ein paar Fotos von den gestalteten Katalogseiten zu machen. Wunsch war es, dass das ganze auf „urbanem“/betonähnlichen Hintergrund abgebildet werden sollte.

Also hab ich mir den Katalog geschnappt und ihn ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln auf dem Gartentisch mit der Kamera abfotografiert. Man kann es sicher besser machen, zu dem Zeitpunkt hatte ich allerdings weder Diffusor noch Blitz, noch sonst irgendwas. Die quick-and-dirty-Lösung war für alle Beteiligten zufriedenstellend und ich denke die Fotos zeigen schön das Layout und Details.

Ende der Skisaison 2011/12

Erstmals seit vielen Jahren war das Wetter (zumindest im Februar) wieder pistenfreundlicher. Dieses Mal hatte ich auf alle Fälle sehr viel Spaß und hoffe natürlich, dass es nächstes Jahr auch wieder super wird. Als kleine Abrundung habe ich hier meine Gedanken über Gruppendynamik verfasst, die vielleicht interessant sind und zeigen, dass es nicht nur im eigenen Freundeskreis so zugeht…

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Familienurlaub mit Skistunde

Diesen Februar hatte ich das Vergnügen nach unzähligen Jahren endlich mal wieder giffige und ideale Pisten zu Fahren. Bei Temperaturen um die -15 Grad kein Wunder – deshalb musste ich zwischendurch Aufwärmbesuche in der Skihütte machen, die sonst wegfallen. Allerdings waren meine Zehen teilweise schon schmerzhaft kalt und so gings nicht anders. Am vorletzten Tag, beschloss ich mir eine Stunde mit Skilehrer zu gönnen und diese hat sich wirklich ausgezahlt. Ich wurde in die Technik des Carving eingewiesen und meine Haltung sowie Schwungtechnik für das normale Fahren berichtigt. Leider ist noch nicht alles in Fleisch und Blut übergegangen aber das Fahren macht dadurch wieder doppelt soviel Spaß!

Kondition und Skipartner

Nun ist auch die zweite Skiwoche (seit diesem Samstag) um – 17 Leute in einer Selbstversorgungs-Hütte gleich neben der Piste. Wieso sitze ich fast täglich schon um 12:00 in der Küche? Einerseits bin ich mit meiner Ausdauer schon relativ am Ende denn Eis, das sich mit Sulz abwechselt sind nicht nur optimale Bedingungen um sich zu verletzen sondern auch kräfteraubend. Weiters kommt hinzu, dass es immer gefährlicher wird, je mehr Leute auf der Piste fahren. So gab es bis Donnerstag keine nennenswerten Ereignisse, erst in der Früh hätte es mich zweimal knapp hintereinander fast erwischt. Ob unvorsichtig oder einfach rücksichtslos – jedenfalls wurde ich auf einer schwarzen Piste und sofort darauf knapp neben dem Abgrund ordentlich geschnitten, so dass ich danach erst einmal 2 min verschnaufen musste um das Herzklopfen loszuwerden.

Am Familienurlaub nehme ich normalerweise immer nur Vormittagskarten – in so einem großen Schigebiet wie Saalbach kann dies aber unter Umständen etwas gefährlich sein, vor allem wenn man um 12:30 auf der anderen Seite des Tals ist und die Karte abgelaufen ist. Daher habe ich eine 5 aus 7 Wahlkarte genommen, da ich weiß, dass ich sicher einen Tag blau machen würde. Im Nachhinein, wären bis auf den ersten Tag Vormittagskarten ausreichend gewesen, da wir immer schon um 11:30 die Piste verließen. Wer ist wir?
Ich bin ein Schön-Pisten-Fahrer und bin mit jemanden unterwegs gewesen, der genauso wie ich so fährt bis es keinen Spaß macht, bzw. sich Kondition und Beschwerden einmischen. (Er hat Knieprobleme) So sind wir zwar weniger gefahren aber hatten trotzdem viel Spaß und erhohlsame Nachmittage in der Sonne.

Logistik und Versorgung

Siebzehn Leute ist keine kleine Zahl und es ist nicht unbedingt leicht alle Wünsche zu erfüllen und es allen Recht zu machen. Als „Mitglied“ im Versorgungsteam denke ich trotzdem, dass wir einen ganz guten Job machen. Frühstück und Abendessen sowie Naschereien für zwischendurch werden von uns auf Gruppenkassa besorgt. Einkaufen gegangen und Gekocht wird nach dem Skifahren – meist 3 Kg Fleisch (Faschiertes im Chili, Gulaschfleisch, …) und haufenweise Beilagen (4 Kg Erdäpfel zu 4 Kg Spinat) stehen am Abend auf dem Speiseplan und bis jetzt musste niemand wirklich Hunger leiden. Zur Not hält der Striezel mit Nutella her.

Mensch und Gruppe

Ein großes Problem in einer Gruppe dieser Größe ist leider die menschliche Natur. Man redet gerne bzw. richtet gerne hinter dem Rücken anderer aus. Bei uns gibts leider nicht nur Lästereien sondern teilweise wirklich boshaft und ungute Hinterrücksgschichtln. Zumindest ist die typisch österreichische oberflächliche Harmonie im Vordergrund gewahrt und alle spielen fröhlich „Heile Welt“, was eigentlich im Großen und Ganzen ein gutes GruppenKlima ergibt. Es ist schade, dass man nicht ohne Lästern, Gemecker und Hass nebeneinander Wohnen kann. Vor allem entzieht sich mir nicht selten der kausale Grund für derartige Verhaltensweisen.

Immer wieder beobachte ich – nicht nur in unserer Gruppe sondern auch in Gruppen, in denen ich Gast bin – gewisse Muster. Es gibt Alpha-Tiere (nicht nur ein oder zwei sondern gleich eine Hand voll) die am liebsten haben, dass vieles nach ihrer Pfeife tanzt. Leute die relativ gemütlich sind und widerstandsfrei mit vielen Dingen zufrieden sind oder sie einfach über sich ergehen lassen. Nörgler, die an allem etwas auszusetzen haben und, zumindest von dem was sie von sich geben, nie zufrieden sind…

Arbeitsteilung und Streitereien

In etwa die Hälfte der Leute ist fleißig, viele stehen immer mit einer Hand zur Seite und bieten stets ihre Hilfe an. Ein krasses Gegenstück sind Verwöhnte, die sich alles vorsetzen lassen und nix dafür tun wollen, bzw. erkannt haben, dass es auch ohne ihre Hilfe funktioniert. Meist ist es dann zu mühsam den Leuten nachzurennen um ihnen Arbeit aufzuhalsen und so kommen sie, völlig ohne schlechtes Gewissen, davon. Ansich stört mich das ja nicht wirklich, nur die Tatsache, dass es in einer Gruppe von (mehr oder weniger) Freunden nicht Fair ist natürlich im Hinterkopf vorhanden.

Streitereien sind bei uns Gottseidank relativ selten, passiert es dennoch, so haben wir immer jemanden, der versucht alle zu versöhnen und die Harmonie wieder herzustellen. Diese Gleichgewichtskraft will es natürlich allen recht machen was leider nicht wirklich so ohneweiters möglich ist. Hin und wieder laufen Schlichtungsversuche auch schief, in dem die Person, die gerade beleidigt, böse,… ist mit falschen Methoden beruhigt werden soll, die die Situation nur schlimmer machen.

Nicht nur Skilehrer und Lehrerinnen können helfen

Leider jedes mal erst gegen Ende des Urlaubs gewinne ich neue Erkentnisse, die mir helfen meine Skitechnik zu verbessern. So haben wir eine sehr gute Skifahrerin, die mir einiges, dass mir der Skilehrer im Februar im Eiltempo gesagt hatte, wieder ins Gedächtnis gerufen hat. Mein größtes Problem ist der Schwerpunkt, der bei mir leider immer wieder nach hinten rutscht. Weiters habe ich mir eine bergoffene Haltung antrainiert (allerdings mit der normalen Skistellung), die ich gerade mit großer Mühe versuche wegzutrainieren. Jetzt muss ich allerdings wieder ein Jahr warten und hoffe es nicht zu vergessen! Die quasi-statische Oberkörperhaltung und nur Bewegungen mit den Füßen/Hintern und auch mein Versuch wieder Stecken zu verwenden haben sicher stark an meiner Kondition gezehrt. Jedoch macht es gleich viel mehr Spaß, wenn das Fahren besser funktioniert!

Alles in allem bin ich mit der Skisaison mehr als zufrieden (ich war dieses Jahr nicht krankheitshalber außer gefecht) und hatte jede Menge Spaß! Einzig meine Skischuhe trüben die Stimmung etwas, da sie unbequem sind und außerdem undicht sind. Vielleicht lasse ich mir demnächst mal welche maßschneidern.

2011 Odessa – Halbzeit mit Feuerwerk

 Und wieder einmal heißt es „Alles Gute zum Geburtstag, Odessa!“, diesmal der 217. Der neue Bürgermeister ist ein wenig als Sparmeister verschrien jedoch habe ich (und die hiesige Bevölkerung) schon lange nicht mehr so ein episches Feuerwerk gesehen!

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Täglich grüßt das Murmeltier

Nachdem mein Dad abgerauscht ist hat sich eine gewisse Regelmäßigkeit eingestellt, also quasi normales Leben: Schule, entspannen, Abendessen, vielleicht noch kurz spazieren oder ins Internet und danach früh schlafen gehen. Bis auf kleine Ausreißer wie einmal am Nachmittag Schule, was meine Lehrerin und ich überhaupt nicht können, verlief alles relativ unspektakulär. Ein paar Ärgernissen zum Trotz (öfters werde ich mitten in der Nacht oder früh morgens von lauten Bellen geweckt) habe ich eine sehr entspannte Woche hinter mir. Durch fehlende Gesellschaft (Ich vermisse die alte Abenteuergruppe aus dem ersten Jahr sehr) bin ich langsam überentspannt :D, das Publikum der Schule hat sich stark geändert und ich bin leider (Gottseidank) wählerisch was neue Bekanntschaften angeht. Interessant wäre natürlich auch jemanden aus Odessa zu kennen…

1. Schultag und Stadtfeiertag

Wie jedes Jahr habe ich das Vergnügen die herausgeputzten Schulkinder und Studierenden am Beginn ihres neuen Lernjahres zu beobachten. Vor den Schulen bilden sich riesige Trauben und die LehrerInnen werden von Blumen überhäuft (was deren Preis an diesem Tag natürlich astronomisch erhöht und an jeder Ecke Blumenstandln aus dem Boden schießen lässt). Tags drauf die wohlbekannten Aufbauarbeiten für die Konzerte am Geburtstag Odessas. Nach der Schule bin ich gleich aufgebrochen und habe den diesjährigen Fotografierspot genauestens unter die Lupe genommen…

Feuerwerk

Die Stimmung am Morgen war etwas getrübt, da das Wetter auf Wolkig (und am Abend sogar Regen) umgeschlagen hatte. Das Feuerwerk sollte um 22:00 stattfinden und da ich die Menschenmassen umgehen wollte, entschied ich mich zeitgerecht wegzugehen und zielstrebig meinen gewünschten Ort zu erreichen. Der Spot war riskant aber meiner Meinung nach einer der besten den man wählen konnte. Ich hatte sogar die Zeit für einen Positionswechsel gestoppt sowie ein paar Notfallpläne aufgestellt. Doch alle Befürchtungen haben sich als unnötig erwiesen, der Hafen war menschenleer, ich hatte Ruhe und alle Zeit der Welt. Mit dem Fernauslöser musste ich mir diesmal auch sogut wie garkeine Gedanken machen und bekamm sogar das ganze Feuerwerk mit eigenen Augen mit. Denn einmal am Stativ eingerichtet musste ich nur immer wieder den Auslöser drücken und vielleicht hin und wieder Adjustierungen vornehmen.

Betrübliches zum Schluss

Als ich heimkam und ein Backup meiner Fotos machen wollte musste ich mit entsetzen feststellen, dass die Mini-USB-Buchse meiner externen Festplatte abgerissen war (diese fiel in der Nacht vom Tisch und das Kabel war noch angeschlossen). Wenigstens ist sie sauber ausgerissen, was die Reparatur vereinfachen sollte.
Weiters fällt mir dieses Jahr stark auf, dass meine Lehrerin meine Phonetik und Intonation oft korrigiert, was mich irgendwie in dem Anschein haben lässt, dass ich vieles falsch angelernt habe. Außerdem fehlt es mir stark an Ausdruck. SmallTalk geht leicht von der Hand und fühlt sich gut an! Wenns dann allerdings etwas ans Eingemachte geht ziehen sich die Sätze mit vielen Pausen in die Länge. Dafür hat sich mein Hörverständnis vervielfacht, ich habe bisher nie soviel und vor allem so schnell gesprochenes verstanden! Ich schätze das habe ich meinem letzten Semester zu verdanken!

Iiiihhh Algen!

Zu guter Letzt will ich noch die Algensituation bemängeln, man glaubt fast man geht durch eine Blattsinatsuppe 😀 Wenigstens ist mein Lieblingsstrand davon größtenteils verschont geblieben. Meine Gastmutter hat gemeint sowas hat sie in ihrem Leben auch noch nie gesehen…
Ich bin auf jeden Fall sehr froh so tolles Wetter zu haben! Der erste Regen nach 16 Tagen! Ich habe nach der Schlechtwetterphase in Wien schon fast befürchtet, dass ich keinen Sommer mehr erleben werde! Danke Odessa!!!