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2016 0603-0606 – Luzern – Metal, Matsch and Money

Luzern? Warum Luzern? Nicht etwa weil wir ein günstiges Vergnügen erwarteten… Meiner Freundin hat Zürich sehr gut gefallen und einer ihrer sehnlichsten Wünsche war es einmal in ihrem Leben Rammstein live zu sehen, also was wäre wohl ein besseres Geschenk? Noch dazu Rock mitten in den Bergen!

Leider hatten wir eine sehr frühe Anreise, was allerdings nicht unsere Schuld war sondern eine Verschiebung unseres Fluges nach vorne zur Ursache hatte. Dafür hatten wir gleich die Möglichkeit Luzern (leider bei Regen) zu erkunden. Das Wetter hat nahezu den ganzen Aufenthalt nicht locker gelassen und uns mit Regen beglückt. Allerdings hat uns das nicht davon abgehalten (außer auf den Pilatus) einige Wanderungen zu unternehmen.

Luzern ist eine sehr internationale Stadt und mir kommt es vor als wäre sie ein wenig teurer als Zürich. Man muss dazu sagen, dass damals der Wechselkurs zu unseren Gunsten aber auch ein bisschen besser war. Vielleicht lag es am Wetter aber Zürich hatte für mich, zumindest in der Innenstadt einen netteren Eindruck hinterlassen. Zwar ist Luzern auch eher klein und niedlich allerdings hat es mir nicht so gut gefallen. Cool war unser Hotelzimmer, dass in königlichem Kitsch in guter Lage und einem Whirlpool aufwarten konnte, den wir natürlich auch zweimal in Action erlebten.

Der Grund warum mir Luzern in Erinnerung bleiben wird ist sicher das absolute Highlight RAMMSTEIN (50sec. vorspulen!) einmal live gesehen und gehört zu haben. Von ein paar pöbelnden Prolo-Fans und knöcheltiefen Matsch beim Rausgehen mal abgesehen war es ein wirklich großartiges Erlebnis. Leider konnte Apocalyptica meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, waren aber auch nicht der Main-Act (ich kannte ein/zwei Lieder und dachte, dass die noch ein paar weitere coole Titel auf Lager haben könnten…).

Ansonsten fiel die Schiffsrundfahrt (btw. mit 25 € pP ziemlich teuer) ziemlich ins Wasser und wir hatten eine sehr schöne Wanderung von Küssnacht nach Weggis (wenn ich mich recht erinnere). Wir haben es uns nicht schlecht gehen lassen aber auch nicht wirklich die Sau rausgelassen. Trotzdem kostete das kurze Vergnügen genausoviel wie unser Lissabon Urlaub!

Kleiner Tipp am Rande: Wenn man ein wenig Zeit am Fughafen Zürich hat, lohnt es sich schonmal die Aussichtsplattform zu besuchen….

2016 04 – Berlin

Hmmm, was kann ich zu dieser Stadt sagen? Es ist nicht einfach… Das Wetter war kühl und nass (mit zumindest am letzten Tag einigermaßen Sonne) – schlechter als in unseren Breitengraden. Ich bin viel U-/S-Bahn gefahren und noch mehr zu Fuß gegangen. Was bemerkbar ist: Berlin wirkt nicht wie eine Großstadt…

Stationiert waren wir im Osten, gleich bei der S-Bahn Station Landsberger Allee. „Im Osten (nahezu nichts) schönes“. Wie im Westen auch ist Berlin hier sehr großzügig und weitläufig angelegt. Es hat den Charakter eines Vorortes oder größeren Dorfes, doch nur fast, denn überall findet man höhere Block-Wohnbauten (Plattenbauten bzw. Gemeindebau-ähnliche Kolosse), teils haben sich Architekten ausgelassen und versucht einen Block nicht als Block erscheinen zu lassen – manchmal mit mehr, meist mit weniger Erfolg – teils pflastern die Straßen wirklich nur schmucklose Blöcke. Auffallend ist, dass wie oben bereits erwähnt die Häuser oft weit voneinander entfernt stehen. Lediglich in manchen Grätzeln (vor allem Kreuzberg) kommt das Feeling einer kleinen Großstadtatmosphäre, wie beispielsweise in Wien, auf. Alte Bekannte wie die Backsteinbauten aus Hamburg trifft man genauso wie Erinnerungen an Nürnberg. Entweder kam es mir nur so vor oder es gibt (bis auf kleine 24h Geschäfte) zum Einkaufen nur Zentren.

Schlendert man so durch die Straßen fällt schnell auf, dass es unabhängig von der ehemaligen Besetzungszone und Vierteln viele Graffities gibt und alles ein wenig trostlos oder vielleicht sogar schmutzig wirkt. Grundsätzlich ist es allerdings sauber, nur gepflegt wirkt es einfach nicht, ein Beispiel: Kieswege in Parks sind nurmehr eingetretene Erde mit vielen Lacken (Pfützen). Wie groß Berlin ist merkt man wenn man bei Sonnenschein in die S-Bahn einsteigt und regen wieder rausgeht – nachdem man eine halbe Stunde gefahren ist. Auf der Karte sieht es nicht weit aus aber in der Realität sind es ganz schöne Strecken, die man zurücklegt. Fahrradfahren scheint in Berlin ganz gut zu funktionieren, zumindest die Infrastruktur ist vorhanden und ich habe jede Menge Leute zu Fahrrad beobachtet.

Es gibt sicher viel zu entdecken aber mir fehlt der Anreiz, vielleicht bräuchte ich jemand ansässigen. Was mir gefällt, ist, dass es sehr multikulturell zugeht und dadurch kulinarisch auch sicher viele Gaumenfreuden zu finden sind. Jedenfalls habe ich (dank Tripadvisor und einer halbe Stunde warten) einen der besten Döner Kebabs gegessen, die ich seit langem hatte – top! Auch ein Asia Take-away nähe unseres Stützpunktes bot exzellente Kost aus Vietnam und noch dazu sehr günstig.

Vielleicht besuche ich Berlin ja ein andermal und in Gesellschaft von jemanden, der mir die Schönheit und den Geist der Stadt besser zeigen kann!

Best of 2015

2015 war ein sehr ereignisreiches Jahr und außerdem mit schönem Wetter gesegnet. Die besten Aufnahmen (aus noch nicht veröffentlichten Reisen usw.) präsentiere ich euch hier:

2015 10 – Barcelona von seiner nicht so schönen Seite

So sehr ich die letzten Aufenthalte in Barcelona genossen habe, umso mehr war ich diesmal enttäuscht…

Das Wetter war in Ordnung ein wenig Regen, dann wieder Sonne,… soweit so angenehm. Untergekommen sind wir in einem Hotel in der Nähe von Camp Nou, wo wir schon die erste Begegnung mit Kloakengeruch hatten. Die Klimaanlage in unserem Zimmer hatte eine direkte Verbindung zu einer stinkenden Quelle. Gut, dass ein anderes Zimmer frei war, sodass wir dann in den nächsten Nächten davon verschont waren.

In der Nähe des Hotels war eine kleine „Bäckerei“ RusPastís, wo ich Russen antraf, mit denen ich mangels Spanisch meinerseits und wenig Englisch ihrerseits, unerwartet mein Russisch mal wieder einsetzen konnte. Dort gab es sehr gute Sachen unter anderem Quiches mit verschiedenen Füllungen.

Wir gönnten uns diesmal eine Bootsfahrt entlang des Strands, die aber (wie ich schon erwartet hatte – unspektakulär) kein Vergleich zu einer Grachtenfahrt oder Kanalfahrt war. Einfach nur den Strand hin und retour.

Was waren nun die enttäuschenden Punkte? Allem voran und vor allem unerwartet, der ständige Kloaken / Männer Toilettengeruch in der Stadt. Eigentlich erwartet man sich so etwas eher im Sommer und ich kann mich nicht erinnern, dies vernommen zu haben. Die U-bahn war unerträglich schweineheiß, was im Sommer nicht auffällt, in der Übergangszeit aber ziemlich stark zu spüren ist. Die Klimasysteme der Züge fordern ihren Tribut. Irgendwo hin muss die Wärme ja, leider bleibt sie unter der Erde. Eine wirklich erstaunliche Entdeckung war Mont juic: 5 € Eintritt. Ich kann mich nicht erinnern, was in der Burg so besonders gewesen sein soll / extra gepflegt werden muss…

Naja, es gab auch positives, Lichtblicke guten Essens – wieder einmal hat Tripadvisor gute Ratschläge gegeben, Erkundung einiger schöner und interessanter neuer Orte. (Port Forum, Parc Creueta del Coll – schöne Aussicht)

2015 09 – Seychellen – Too much rain over paradise

Nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder ein Urlaub – und zwar richtig, Sonne, Meer und Strand. Wir wollten eigentlich nach Portugal fliegen, doch irgendwie kamen wir nach mehrmaligem hin und her auf diese Inselgruppe – genaugenommen Mahe, die größte und außerdem Hauptinsel. Viel zu lange habe ich mir Zeit gelassen um einen längeren Erholungsurlaub zu machen. Nächstes Jahr mache ich in der Hitzezeit auch mindestens eine Woche Urlaub!

Etwas unüblich haben wir diesmal auf die Flugzeiten sowie angenehmere Ankunftszeiten geachtet. Da die Emirates Fluglinie unwesentlich teurer als Ethiopian war, fiel die Entscheidung auf etwas mehr Luxus und wir buchten eine Flug und Quartier Combo auf Expedia. Das Service an Board so wie die Versorgung mit Speis, Trank und Filmen war hervorragend. Etwas unbequem waren die relativ kurzen Flugzeiten, bei denen man nicht wirklich ausgiebig viel schlafen, Filme schauen oder ähnliches konnte. Die Zwischenlandung in Dubai war weniger bemerkenswert als erhofft, zu sehen von den architektonischen „Wundern“ gab es nicht viel, der Flughafen ist wohl zu weit weg…

Autofahren

Angekommen am Miniflughafen auf Mahe (der Hauptinsel) durften wir ohne Bus 100m zur Eingangshalle gehen(!), wo erlebt man soetwas heutzutage noch? Dort war ein bisschen warten angesagt: die Einreisegenehmigung musste erteilt und medizinische Unbedenklichkeit bestätigt werden. Danach auf zum Kofferband und noch bei winzigen Kiosks unser Mietauto holen. Wirklich ein niedlicher Flughafen!
Der Betreiber unserer Residenz (The Palm Seychelles) hat uns wärmstens empfohlen ein Mietauto (für 40€/d) zu nehmen, da das Taxi zum Appartement 40€ kostet und die Busse an manchen Tagen recht unregelmäßig, sowie am Abend nahezu nicht fahren und nicht klimatisiert sind. Ein sehr guter Ratschlag, da dies die Flexibilität extrem erhöht und unsere Unterkunft doch etwas weiter vom Schlag lag. Außerdem gestaltet sich das Einkaufen bei unserem Selbstversorger (Self-Catering) Appartement angenehmer.

Der Straßenverkehr auf der Hauptinsel ist teilweise sehr impulsiv und unberechenbar. Man muss darauf vertrauen, dass jeder weiß was er tut und rechtzeitig auf die Bremse steigen. Spontan biegen Leute ab oder bleiben stehen. Plötzlich kommt ein Linien-Bus – in Schieflage in der Mitte der Straße – mit mords Karacho daher oder ein Tourist macht einen auf cool und rast viel zu schnell und vor Angst halb auf der falschen Spur dahin. Apropos Rasen, selten sind Geschwindigkeiten über 40 km/h erlaubt, was aber auch auf extrem schmalen Straßen mit Schlaglöchern übersäht und Schluchten links und rechts sowie teils ordentlichen Steigungen und engen Kurven, trotzdem schnell ist. Dazu kommt, dass man hier auf der linken Straßenseite fährt, woran ich mich aber nach dem ersten Tag schon gewöhnt habe.

Viele Sehenswürdigkeiten sind schwer zu finden und schlecht beschildert. Die Bevölkerung ist zum Glück hilfsbereit allerdings manchmal auch ratlos. Zumindest kommt man mit Englisch fast immer sehr gut zurecht.

Kulinarik

Wirklich günstig essen gehen kann man auf den Seychellen nicht, pro Abendessen zu zweit haben wir etwa 900 Rupien ausgegeben und dies war noch in den günstigeren Lokalen. Das beste kreolische Essen gab es bei Marie-Antoinette. Hier hatten wir einen Haufen Tellerchen mit verschiedenen Speisen/Curries (hauptsächlich Fisch) am Tisch. Leider sind bei allen Hühnergerichten Knochen, Knorpel, etc. dabei, was für so manche ein Problem ist, viel schlimmer ist aber, dass eigentlich nur relativ wenig Fleisch dabei übrig bleibt… Bei Fisch, Rind und Schwein (wobei hier viel Fett/Schwarte mit dabei ist) ist es ergiebiger. Ein Abendbuffet hatten wir im Boat-House, hier gab es eine Auswahl an diversen sehr guten Curries und Salaten. Letztere kommen normalerweise leider eher kurz in der seychellisch/kreolischen Küche, allerdings muss man den Mango-Salat hervorheben, der eigentlich ohne Ausnahme immer exzellent war. Das Bufett bot zum krönenden Abschluss auch zahlreiche Nachspeisen, wobei ich hier eine hervorheben möchte: Kokos-Nougat!  Grundsätzlich scheint es als ob Fisch günstiger als Fleisch ist. Vor allem ist er fangfrisch und bei fast jedem Take away erhältlich. Eine weitere Wohltat für den Gaumen war Sam’s Pizzeria (Victoria) mit Steinofen, falls man mal eine Auszeit von der heimischen Küche braucht eine exzellente Abwechslung, Mafiosi und Mexicana waren ausgezeichnet.

Ganz groß unter den Einheimischen wird hier „Take away“ geschrieben. Styroporboxen sieht man sehr häufig, diese sind gefüllt mit: Pork/chicken/beef veg (Fleisch mit Gemüse) oder Curry (Fleisch, Fisch oder Oktopus(!) in einer schmackhaften Sauce) mit Reis (plain/fried/…). Alternativ gibt es auch verschiedene Nudelgerichte (meist Aufläufe) oder Chow Mein (Asia Nudeln). Immer wieder findet man auch Gegrilltes oder Frittiertes und manchmal sogar auch Süßspeisen (wie z.B. die unglaublich köstlichen Banana Cakes). Meist haben wir selbstgekochtes am Strand von Beau Vallon gekauft, noch günstiger kommt man allerdings bei niedergelassenen Take aways weg. Hier gibt es ein ausgezeichnetes Kantinchen nahe dem Markt in Victoria, wo man nebenbei bemerkt exotische Früchte sowie alte Bekannte allerdings viel weiter gereiftes Obst und Gemüse findet.

Unterwasserparadies

Auf den Seychellen gibt es nicht nur unglaublich bezaubernde Strände mit türkisem Wasser sondern auch unzählige Orte an denen man Schnorcheln sollte. Nach über zehn Jahren (!) kommt meine Ausrüstung endlich wieder zum Einsatz – zuletzt bzw. sogar erst gekauft auf meiner Maturareise 2004. Sie funktioniert noch immer tadellos und ich frage mich wie ich ohne Flossen je schwimmen konnte 😉 Die besten Spots, die wir erkundet haben sind: Sunset Beach (hier gibt es rund um das „Resort“ wunderschöne Korallenriffe mit einer Artenvielfalt an bunten Fischen und nicht nur das, auch eine Schildkröte ist uns begegnet! Baie Ternay ist ein sehr abgelegener Ort und man muss sich relativ weit vom Strand entfernen (ca. 300-400m ins Wasser) bis man zu den richtig tollen Sichtungen kommt, auch die Straße dahin ist nicht leicht und der Weg führt durch ein verlassenes Dorf. Dafür kann man sich nachher bei Del Place mit wunderschönen Ausblick gute Fresh Juices genehmigen (das Essen ist auch gut aber eher teurer). Noch besser war unser Ausflug zur Ile Therese, ein paradisisches einsames Eiland mit vorgelagertem Riff, dass nur relativ wenige TouristInnen besuchen. Hier haben wir um 65 Euro pP (heruntergehandelt von 90) ein paar Stunden inklusive exquisites Barbecue verbracht. Unsere Crew hat Huhn, Fisch und Brot gegrillt und dazu gab es gemischten Salat und nachher frische Kokosnuss, alles „home style“. Anschließend konnten wir noch einmal Baie Ternay bei traumhaften Sonnenschein erschnorcheln – diesmal bequem direkt am Riff vom Boot aus.

Anse Mayor (nach eine längeren Anreise zu Fuß) hat uns nicht so gefallen, da hier die Sicht nicht besonders gut war (Brechungsindizes durch Süßwasser und Temperaturunterschiede im Wasser haben uns die Aussicht verschleiert) und das Wetter spielte nicht ganz mit. Zur Rettung des Tages ließ sich allerdings ein Babyhai unter Korallen blicken!

Wichtig beim Schnorcheln ist, dass man alle nicht vorgebräunten Hautstellen und vor allem Rücken und Hintern gut schützt: heißt soviel wie T-Shirt oder ähnliches tragen. Trotz dicker Wolkendecke hat es uns am ersten Tag ziemlich erwischt, die Rötung schmerzte ca. eine Woche. Außerdem ist es empfehlenswert nicht zu nah zu Felsen zu schwimmen, da unerwartete Strömungen auftreten können.

Strände und Natur

Gibt es viele und alle sind öffentlich, so wäre es auch an österreichs Seen schön. Ich bin froh, dass die Seychelloise ihre Natur zumindest vor Massentourismus und Einwirkungen von außen halbwegs schützen und damit wirklich Perlen wie den Strand Anse Petit (mitten in einem Ressort) erhalten. Auch wenn die Bevölkerung nicht ganz so sauber ist und Müll überall liegen lässt oder ablädt, so ist zumindest der Dreck der Touristen eingedämmt.

Gewarnt sei von der Attacke der Strandflöhe, hier kann man sich sehr schnell an unbeckten Hautstellen in kurzer Zeit sehr viele Bisse einfangen, diese bemerkt man allerdings erst Stunden später. Es nützt allerdings nichts in ständiger Angst zu leben, Isektizide sollen angeblich die Plage fernhalten. Außerdem sind nicht alle Strände betroffen.

Ausflüge und Sehenswürdigkeiten

Wirklich schön gemacht war der Jardin du Roi (Gewürzgarten), der den botanischen Garten in Victoria wirklich in den Schatten stellt (es zahlt sich eigentlich garnicht aus diesen zu besuchen). Betreut wird dieser scheinbar von einer älteren Biologin und man sieht wieviel Mühe in diesem Lebenswerk steckt. Um den Nationalpark besser kenne zu lernen empfiehlt es sich Wanderungen zu unternehmen. Die Wege sind gut beschildert – allerdings erst wenn man den Startpunkt gefunden hat – und ausgebaut. Dabei kann man die Fauna und Flora bestauen, außerdem wartet immer mal wieder ein kleiner Wasserfall darauf im Regenwald entdeckt zu werden.

Wetter und Unterkunft

Durch eine ungünstige Wetterlage hatten wir (in der Trockenzeit) unüblich viel Niederschlag. Teilweise Sintflutartige Regengüsse und leider viel Dauerbewölkung trübten vor allem die ersten Tage. Nach etwa fünf Tagen aber ließ der Regen endlich nach und die Sonne gewann überhand.

Zuletzt sei noch unsere Unterkunft erwähnt. Ein wirklich tolles Appartement, das Platz für doppelt soviele Leute und einen tollen Ausblick bot. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die ständigen Wegbegleiter: Ameisen, die überall wo es etwas Süßes gibt hineinkrabbeln und Eidechsen. Auf Mahe findet man jede Menge Hühner und was ist ein Hühnerstall ohne Hahn? Ständig hört man ab der frühen Morgenstunde das Krähen der Hähne. Auch das Lieblingshaustier der Sechelloise, der Hund ist nicht zu überhören. Es gibt viele Hunde, bei denen wir uns nicht sicher waren ob sie streunen oder ein zu Hause haben, jedenfalls laufen diese auch gerne auf der Straße herum und manchmal vors Auto…

 

Es war ein super Urlaub, den wir so schnell nicht vergessen werden und mal was ganz anderes!

Aufgrund der hochstehenden Sonne war das Fotografieren nicht gerade ein Kinderspiel. Vor allem durch die geringe Dynamik der Kamera im Verhältnis zum starken Kontrast der Sonne. Trotzdem denke ich sind mir ein paar gute Bilder gelungen! Seht selbst:

2015 07 – Andorra, ein etwas enttäuschender Kurztrip

Über ein verlängertes Wochenende ging es via Barcelona mit einem Mietwagen auf nach Andorra. Dieses Wochenende haben wir viel zu viel im Auto verbracht, wobei die Pyrenäen eigentlich viel mehr bieten würden…

Shops, Shops und noch mehr Shops; kein Wunder ist doch Andorra die Steuer und Einkaufsoase der SpanierInnen bzw. auch sicher von ein paar FranzosInnen genutzt. Das Hotel in Andorra la Vella war sehr günstig (ein nh Hotel) und auch das Essengehen nicht besonders teuer. Richtig viel günstiger konnte man subjektiv betrachtet als ÖsterreicherIn nicht einkaufen gehen.

Mit dem Auto sind wir ein paar Stationen der Ausflugsbustouren abgefahren und haben versucht ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Die einen haben wir nicht gefunden, die anderen hatten partout geschlossen. Der Blick in die Pyrenäen ließ uns unsere Wanderschuhe missen… Zumindest landschaftlich sowie sportlich (vor allem ein riesiges Skigebiet) hat Andorra wohl einiges zu bieten.

Ansonsten waren wir etwas enttäuscht. Wenn wieder einmal nach Andorra dann eher mit Ziel die Pyrenäen zu Fuß oder mit Mountainbikes zu erkunden…

2014 01 – Zürich

Lang ist’s her, dass ich in der Schweiz war und die Erinnerung ist auch verblasst. Was aber auch nicht wirklich wichtig ist denn in Zürich war ich noch nie (soweit ich weiß). Ein sehr nettes Wochenende und allein wegen dem Käsefondue hat es sich schon ausgezahlt…

Vom Flair und der Architektur her ist es eine Stadt zum Wohlfühlen, hier ist von mordernen Bauten bis zu niedlichen kleinen Häusern und engen Gassen alles zu finden. Persönlich ist mir aufgefallen, dass es sehr viele spanische Lokale gibt und natürlich, dass es kein günstiges Pflaster ist. Von Seiten der Natur kann Zürich den Üetliberg und auch andere Hügelchen bieten und außerdem strömen zwei Flüsse durch die Stadt. Eine Rundfahrt im See wäre sicher schön gewesen, es war allerdings nicht besonders warm und die Sicht war auch nicht die Beste.

Den Winter begrüßen

Aus dem eiskalten schneelosen Wien sind wir in ein angenehmeres Klima über Null Grad geflohen und hatten sogar die Möglichkeit den Winter zu begrüßen. Im frischen Schnee sind wir auf den Üetliberg gestapft – auf einem eher abenteuerlichen Weg, allerdings stand im Reiseführer auch: alle Wege führen nach oben 😉 Um Mittag herum hatten wir eigentlich immer Sonne, die  sich am Nachmittag leider hinter den Wolken versteckte…

Gute Küche – Spesen sparen

Da unsere Hotelreservierung kein Frühstück beinhaltete haben wir in französischen Cafés den Tag begrüßt. (Was auch nur halb so teuer war wie das Buffet im Hotel.) Untergebracht waren wir übrigens im Ex-Industriegebiet, dass sich mit modernen Bauten in ein Szene-/Fortgehviertel entwickelt hat. Am ersten Abend gönnten wir uns nach der Anreise ein Käsefondue, wobei wir zu zweit mit einer Portion für eine Person schon reichlich gesättigt waren. Egal wo und egal wie klein, bezahlt hat immer die Kreditkarte, bei der man in den meisten Fällen vor der Bezahlung EUR wählen konnte und sich damit Spesen sparen konnte. Außerdem bleiben keine lästigen Valuten…

Fazit

Alles in allem war es ein super Kurzurlaub in einer netten Stadt. Als Touristen haben wir auch nicht wirklich was von der Ausländerfeindlichkeit mitbekommen, wobei man sagen muss, dass Zürich eine multi-kulti Stadt ist. Ich habe allerdings auch hier Geschichten gehört, die einem die Haare aufstellen. Es ist eine traurige Geschichte, was die Schweiz nicht umbedingt lebenswert für unsereins macht…

 

 

 

 

 

2013 1213-1215 – Nürnberg – Lebkuchenmania

Ich weiß garnicht mehr, wie es dazu kam, dass wir uns entschieden haben nach Nürnberg zu fahren, es war aber ein sehr feines Sponsionsgeschenk für mich und ST. Ich habe mich voll meiner Lebkuchen-Sucht hingegeben und außerdem gemerkt, dass die Nürnberger in Nürnberg besser schmecken…

Die Stadt war erfrischend anders, der Fachwerksbau versetzt einem zurück ins Mittelalter und die Pflastersteine tun das weitere. Die Statur der Häuser ist hoch aber schmal, dadurch wirken sie kleiner als sie sind. Die interessanten Fassaden laden dazu ein die Atmosphäre aufzusaugen und sich wohl zu fühlen. Von der Kaiserburg hat man sicher einen schönen Blick über die Stadt, doch war uns das Wetter mal wieder nicht hold. Mittlerweile bin ich (sind wir) das aber schon gewohnt… Die (fahrerInnen-lose) U-Bahn hat mich auch überzeugt, leider so teuer wie in Wien aber dafür schnell und angenehm um ans Ziel zu kommen.

Christkindlmarkt

Die Hauptattraktion: der Christkindlmarkt (der berühmt sein soll) war, bis auf das, dass einfach unmenschlich viele Menschen dort waren, nicht wirklich viel anders als die Märkte hierzulande. In dem Gedränge hatte ich auch nicht wirklich viel Chance vielleicht das ein oder andere Detail in Ruhe ausfindig zu machen, was aber ob der eher schlechten Lichtverhältnisse sowieso nicht besonders leicht zu erfassen gewesen wäre. Als ich bei einem dienstlichen Besuch über den Hauptplatz ging war es ein komisches Gefühl. Der Platz kahl und die Stadt menschenleer. Nur das schlechte Wetter und die tolle Atmosphäre sind geblieben.

Nürnberger Lebkuchen – Lebkuchen-Mania

Wo mein Herz (oder besser mein Magen) wirklich hängen geblieben ist, das ist der Lebkuchen. In Wien würde ich wahrscheinlich keine 70 € für Lebkuchen am Christkindlmarkt ausgeben aber es war jeden Euro wert. Jetzt auf meiner Dienstreise habe ich in ähnlichem Ausmaß zugeschlagen. Die Preise sind die gleichen, der Lebkuchen hoffentlich auch! Ich habe jedenfalls eine schier unendliche Vielfalt an Lebkuchen mit nach Hause genommen, eine Gaumenfreude nach der anderen, ich könnte eine Ode an die Freude verfassen…

Doch auch Nürnberger schmecken in Nürnberg besser. An diversen Standln gibt es Weckerl mit 3 Stück + Sauerkraut oder wie auch immer man sie gerne möchte. Eine Laugenbretzn darf natürlich auch nicht fehlen, obgleich sie mir doch ein wenig zu üppig war mit Butter und Rohschinken…

Geheimtipp: Hans im Glück Burgerlokal (http://hansimglueck-burgergrill.de)

Ich würde gerne mit mehr Zeit und bei schönerem Wetter noch einmal hier flanieren!

PS: auf der Heimreise haben wir noch zwei Stopps gemacht. Einen auf dem riesigen Reichsparteitagsgelände und danach noch kurz in Passau, ein ebenfalls nettes Städtchen.

2013 03/04/07 – Barcelona x3

Dreimal ging es dieses Jahr nach Barcelona, drei verschiedene Klimabedingungen, dreimal verschiedene Ausrüstung, dreimal mit verschiedenen Leuten, drei verschiedene Erfahrungen, drei… Okay, ich höre schon auf 😉

Trip I: 2013 0301 – Wochenendausflug mit meinem Vater

Auftakt dieses Jahr war das Wochenende bevor ich zu arbeiten begann. Zur Sponsion schenkte mir mein Vater ein paar Tage Barcelona, wo wir es uns richtig gut gehen ließen. (Hotel gleich auf der Ramblas, jede Menge Futter,…) Das Wetter spielte leider nicht ganz so mit, denn es war teilweise eiskalt (10°C mit Wind) – Gott sei Dank ließ sich im Laufe der Zeit immer wieder die Sonne blicken. Die Besichtigung mit dem Sightseeing-Bus war eine sehr interessante Erfahrung – eine Stadt mal so kennenzulernen hat auch was. Ich hab auch ein bisschen mein Russisch trainiert und mir den Guide in dieser Sprache gegönnt.

Über die Stadt und Leute

Im Gepäck hatte ich nur mein 50mm F1.8, womit ich sehr leicht und entspannt unterwegs war. Was sehr nützlich bei unseren Besuchen in kleinen Tapas-Beisln, Kantinen usw. war. Der erste Eindruck der Stadt war positiv, wenn auch durch das Wetter getrübt. Ähnlich wie in Lissabon hatte ich das Gefühl, dass es wenig Reklame gibt. Die Stadt ist auf alle Fälle um einiges besser Erhalten/renoviert, wenn auch ähnlich von Graffitis heimgesucht. Die Häuser in der Stadtmitte sind recht hoch, werden aber nach außen hin kleiner mit Vorstadtfeeling (siehe Trip II). Es gibt ähnlich viele architektonische Perlen wie Schandflecke und auffällig sind die großen Kreuzungen, die durch abgeschrägte Hausecken erreicht werden. Die Leute sind nett allerdings haben sie scheinbar das Drängeln und nicht wirklich schnell arbeiten erfunden. In Lokalen wartet man schon öfters gut eine halbe Stunde auf die Rechnung oder bis sich jemand erbarmt zum Tisch zu kommen. Erstaunt hat mich das zurückhaltende und gemütliche Fahrverhalten und die Radinfrastruktur. Ich bin nicht so sehr der Fan von kleinen und engen Gassen aber irgendwie sind diese in Barcelona weniger bedrückend, obwohl die Häuser doch recht hoch sind und man fühlt sich auch in eher dunkleren Ecken relativ sicher. Eine spannende und abwechslungsreiche Sache sind die immer wieder „aus dem Nichts“ auftauchenden Plätze, die ein Ort der Erholung und der Zusammenkunft sind.

Kulinarisches

Tapas, Tapas, Tapas – wirklich herausgefunden, was sonst noch so an Küche ist habe ich nicht. Gegessen habe ich trotzdem gut. Am liebsten habe ich Jamon Serrano (Rohschinken) und Pimientos de Padron (kleine Paprikaschoten gebraten). Erst bei Trip III bin ich voll auf den Geschmack von Bocadillos gekommen – Weißbrot mit Tomaten(mark) bestrichen und Olivenöl beträufelt, dann nach Wunsch belegt. Ein Traum, den ich in Wien auch schon mehrmals selbst nachgebaut habe. Generell habe ich das Gefühl, dass die Küche recht fettig und üppig ist, was ich im Süden nicht unbedingt erwartet hätte. Was noch erwähnt werden muss ist der leckere frisch gepresste Orangensaft, den ich sehr oft bekam sowie die Spitzenqualität der Früchte – die leckersten Nektarinen, die ich seit langem gegessen hatte. Weniger schmackhaft war das „Trinkwasser“, das recht chlor- und kalkhaltig war. Man kann sagen was man will, wiener Hochquellwasser ist einfach ein Traum! Gutes Eis gibt es  auf der Ramblas bei Artisa.

Trip II: 2013 0419 – Polterwochenende

Das Barcelona auch eine Polterstadt ist konnten wir an den vielen Gruppen feststellen und so waren wir in (mehr oder weniger) bester Gesellschaft. Unser Noch-Junggeselle hatte (laut seinen Angaben) ein unvergessliches Wochenende und wir alle viel Spaß! Auch wenn unsere Gruppe nicht klein waren, so lief alles vereint unter dem Banner des „Blaublütigen“ auf der Suche nach dem bösen Drachen, wie am Schnürchen. Denn auch das Wetter war uns gnädig und wir schwitzten teilweise sogar in unseren Kostümen. Da ich auch hier schnell und mobil sein wollte war ich nur mit meinem 30mm F1.4 unterwegs, dass ich mir zum Diplom geschenkt hatte.

Trip III: 2013 0807 – Eine Woche Entspannung pur

Nicht nur mein erster wirklicher Urlaub, sondern auch ein Experiment. Gemeinsam mit drei Freunden, mit denen ich zuletzt auf Maturareise war, lebte ich eine Woche lang in einem Apartment (6. Stock ohne Lift ;)) mit 1/3 Terrasse und 2/3 Wohnfläche. Es lief ziemlich perfekt, niemand hatte wirklich Stress, Sightseeing war minimal, da jeder von uns bereits fast alles gesehen hatte und die Terrasse tat den Rest zu einem der erholsamsten Urlauben, die ich je hatte. Lesen, Schlafen, Essen, an den Strand gehen, durch die Stadt schlendern, Laufen gehen,… Die Terasse genießen, plaudern, Musik hören, Witze reißen,…
Eine nette Gewohnheit am Morgen war das Zähneputzen auf der Terasse in der Morgenluft und Sonne (wir hatten dort ein Waschbecken)

Wir waren knapp 10 Min. von der Ramblas entfernt im Immigrantenviertel, genauer gesagt im orientalischen Teil, wo unter Tags Menschen in „Tracht“ zu beobachten waren, es koshere Geschäfte gab und und und. Das Wetter war uns gnädig, wenn wir auch ein paar Regenschauer miterleben durften und ich den größten Regenbogen (inkl. Doppelbogen) zu Gesicht bekam, den ich je gesehen habe! Kleine Anekdote am Rande: „Ich fahre in den Süden um mich abzukühlen“. In Wien hatte es zu dieser Zeit schwüle um die 40°C und war unausstehlich heiß. In Österreich wurde sogar der all time Hitzerekord gebrochen…

Der Montjuic war diesmal der Punkt, an dem ich sein wollte. Zweimal erklomm ich den Hausberg und entspannte mich. Leider war das olympische Dorf gesperrt und in der Hitze wollte ich mir die Schlange in die Sagrada Familia nicht antun. Vielleicht ein Andermal. Anders als bei den ersten beiden Trips war (no na, es ist Sommer und Hochsaison) die Stadt bummvoll und natürlich auch die Strände gut besucht. Wirklich besser/sauberer als in Odessa fand ich das Wasser nicht und vor allem war um einiges mehr los. Interessanterweise waren ein Großteil der Urlaubenden aus Frankreich, nicht so wie bei den Reisen zuvor Deutschland und Co.

Fazit

Barcelona ist eine sehr nette Stadt, die mich sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat. Mehr Spaß macht sie allerdings/schöner ist sie, wenn das Wetter auch passt. 😉 Die Experimente mit nur einer Fixbrennweite im Gepäck waren sehr überzeugend, wenn auch hin und wieder ein Teleobjektiv nicht schlecht gewesen wäre.

Wieder einmal habe ich erkannt, dass ich eine Stadt nur wirklich erleben und kennenlernen kann, wenn ich ziellos spazieren gehe und die Umgebung auf mich wirken lasse. Ein dicht gedrängter Sightseeingplan eröffnet mir leider nicht so viel, wie abseits der Tourismuszentren umherzustreifen. Bei Urlauben in Gruppen brauche ich immer wieder mal ein Zeitfenster in dem ich alleine bin, mein Ruhe habe und einfach beim Spazieren die Seele baumeln lassen kann.

PS: Bei Trip III habe ich endlich einen Baggage Storage gefunden! Gleich beim Placa Catalunya (Carrer Estruc, 36)

2012 11 – Lissabon – Small trips

In between of strolling through the town I – sometimes we – did some small excursions. He showed me the Expo area, while telling me a little bit about the exhibits and travelling by cable car across the place. Or a cloister as well as the landside across the Ponte 25 de Abril bridge. On another day I was in a botanical garden or climbed up the Lisbon castle…

Since the film festival was in town, we went to three movies: Argo (great film), Beasts of the Wild (interesting and lovely) and Winter go away (a well made documentation of Russia; in Russian, which was a little bit of a challange, even with english subtitles)

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