Schlagwort-Archive: Spiegelungen

2016 04 – Berlin

Hmmm, was kann ich zu dieser Stadt sagen? Es ist nicht einfach… Das Wetter war kühl und nass (mit zumindest am letzten Tag einigermaßen Sonne) – schlechter als in unseren Breitengraden. Ich bin viel U-/S-Bahn gefahren und noch mehr zu Fuß gegangen. Was bemerkbar ist: Berlin wirkt nicht wie eine Großstadt…

Stationiert waren wir im Osten, gleich bei der S-Bahn Station Landsberger Allee. „Im Osten (nahezu nichts) schönes“. Wie im Westen auch ist Berlin hier sehr großzügig und weitläufig angelegt. Es hat den Charakter eines Vorortes oder größeren Dorfes, doch nur fast, denn überall findet man höhere Block-Wohnbauten (Plattenbauten bzw. Gemeindebau-ähnliche Kolosse), teils haben sich Architekten ausgelassen und versucht einen Block nicht als Block erscheinen zu lassen – manchmal mit mehr, meist mit weniger Erfolg – teils pflastern die Straßen wirklich nur schmucklose Blöcke. Auffallend ist, dass wie oben bereits erwähnt die Häuser oft weit voneinander entfernt stehen. Lediglich in manchen Grätzeln (vor allem Kreuzberg) kommt das Feeling einer kleinen Großstadtatmosphäre, wie beispielsweise in Wien, auf. Alte Bekannte wie die Backsteinbauten aus Hamburg trifft man genauso wie Erinnerungen an Nürnberg. Entweder kam es mir nur so vor oder es gibt (bis auf kleine 24h Geschäfte) zum Einkaufen nur Zentren.

Schlendert man so durch die Straßen fällt schnell auf, dass es unabhängig von der ehemaligen Besetzungszone und Vierteln viele Graffities gibt und alles ein wenig trostlos oder vielleicht sogar schmutzig wirkt. Grundsätzlich ist es allerdings sauber, nur gepflegt wirkt es einfach nicht, ein Beispiel: Kieswege in Parks sind nurmehr eingetretene Erde mit vielen Lacken (Pfützen). Wie groß Berlin ist merkt man wenn man bei Sonnenschein in die S-Bahn einsteigt und regen wieder rausgeht – nachdem man eine halbe Stunde gefahren ist. Auf der Karte sieht es nicht weit aus aber in der Realität sind es ganz schöne Strecken, die man zurücklegt. Fahrradfahren scheint in Berlin ganz gut zu funktionieren, zumindest die Infrastruktur ist vorhanden und ich habe jede Menge Leute zu Fahrrad beobachtet.

Es gibt sicher viel zu entdecken aber mir fehlt der Anreiz, vielleicht bräuchte ich jemand ansässigen. Was mir gefällt, ist, dass es sehr multikulturell zugeht und dadurch kulinarisch auch sicher viele Gaumenfreuden zu finden sind. Jedenfalls habe ich (dank Tripadvisor und einer halbe Stunde warten) einen der besten Döner Kebabs gegessen, die ich seit langem hatte – top! Auch ein Asia Take-away nähe unseres Stützpunktes bot exzellente Kost aus Vietnam und noch dazu sehr günstig.

Vielleicht besuche ich Berlin ja ein andermal und in Gesellschaft von jemanden, der mir die Schönheit und den Geist der Stadt besser zeigen kann!

2014 0514-0518 Japan – Kyushu/Fukuoka

In Fukuoka hatte ich ziemlich viel Zeit mich umzusehen, mich meiner Kamera zu widmen sowie Kultur, Land und Leute „aufzusaugen“. Ich konnte ein wenig mehr in die Kulinarik eintauchen und hatte auch das Vergnügen ein paar interessante oder durchaus kuriose Schauplätze zu besichtigen…

In Fukuoka spielte das Wetter leider nicht gleich mit und es gab immer wieder Sprühregen von allen Seiten. Blöd nur wenn der Himmel dann komplett aufreißt und man vor Hitze alles außer das T-Shirt auszieht und die Sonnencreme im Hotel hat. Der Sonnenbrand war unangenehm aber gottseidank nicht so schlimm und schnell wieder weg.

Kulinarik

Tagsüber habe ich mich von Snacks auf der Straße, aus dem Supermarkt oder einer Markthalle ernährt – abends sind wir dann meist bei einem Straßenstand „local food“ genießen gewesen. Die erste Speise in Fukuoka waren Donuts, nicht sehr geistreich aber wir hatten Hunger und es war am Weg zum Hotel nichts anderes essbares zu finden. Am Abend hatten wir dafür exzellente Ramen mit sehr gut gewürzten Gyoza.

Kultur und Bauwerke

Neben der Erkundung der Stadt (diverse Tempel, Ruinen usw.) haben wir noch eine Insel angesteuert wo wir endlos maschierten und erst spät heimkehrten. Zen-Gärten machten sich leider etwas rar, davon hätte ich mir ein wenig mehr zu sehen erhofft. Am letzten Tag fuhren wir noch einmal mit dem Shinkansen und besuchten Kumamoto, wo wir uns die restaurierte Burg genehmigten. Nach einer gewissen Zeit verloren die Tempel ihren Reiz (genauso wie die Moscheen in Istanbul oder katholische Kirchen) und auch (oft angeschlossenen) Friedhöfe waren irgendwann nichts neues mehr. Dafür stimmt mich eine Sache die ich öfter gesehen habe traurig – die Armut, immer wieder sah ich Menschen unter Planen oder in anderen Miseren leben.

 

Mit ahn 1000er ins neue Jahr + Rad-cam

Seit dem 06. September bin ich stolzer Besitzer eines Rennrads und gestern war es soweit: Ich habe die 1000 km Schallmauer durchbrochen. Da ich, vor allem im Herbst, sehr oft frustriert war keine Kamera beim Radln dabei zu haben, hat mir das Christkind spontan eine Kompaktkamera gebracht…

Seit ich in Korneuburg arbeite bin ich mehr als 30x  in die Arbeit gefahren, was 22 km je Strecke sind. Ist seit März nicht unbedingt viel aber trotzdem um die 1500 km (angefangen habe ich mit meinem alten Fahrrad, dass irgendwann leider den Geist aufgegeben hat). Oft habe ich mit Gegenwind gekämpft und bin bei Eiseskälte gefahren oder waschelnass angekommen. Dieses Jahr möchte ich versuchen im Schnitt mindestens einmal pro Woche zu fahren!

Vor allem im Herbst tat es ziemlich weh den wundervollen Farben und Spiegelungen an der Neuen Donau im Sonnenuntergang keinen Moment mit meiner Kamera schenken zu können. Deshalb und weil ich die tägliche Belastung durch’s tragen meiner DSLR sehr anstrengend fand, habe ich beschlossen mir eine Digicam zuzulegen. In den „Weihnachtsferien“ habe ich das Ganze auch ein bisschen getestet…

Wenn man gerade richtig gut in Fahrt ist kostet es schon Überwindung für ein Foto stehenzubleiben und dann wieder loszustrampeln um auf Reisegeschwindigkeit zu kommen. Dieser Umstand macht das Fahren doch etwas anstrengender, vor allem wenn man so wie ich hauptsächlich mit Puls >165 unterwegs ist. Vielleicht sollte ich gemütlicher dahintuckern 😉

Hier sind die Fotos von 3 Touren:

  • Versuch die Eisernenhandgasse zu erklimmen (30km)
  • Exelbergstraße, Klosterneuburg, Wien (42km)
  • Tulln Runde (67km)

Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat!

2012 11 – Lissabon – Small trips

In between of strolling through the town I – sometimes we – did some small excursions. He showed me the Expo area, while telling me a little bit about the exhibits and travelling by cable car across the place. Or a cloister as well as the landside across the Ponte 25 de Abril bridge. On another day I was in a botanical garden or climbed up the Lisbon castle…

Since the film festival was in town, we went to three movies: Argo (great film), Beasts of the Wild (interesting and lovely) and Winter go away (a well made documentation of Russia; in Russian, which was a little bit of a challange, even with english subtitles)

More on Lissabon 2012:

2012 11 – Lissabon – Lisbon through my lens

It all started with forgetting my passport at home, because I spontaneously decided to visit an important person in the AKH (hospital). Funnily the flight was late (as I was informed at the baggage drop), so no need to hurry. This made me unnecessarily nervous of my connection to Lisbon. (The connection was the very same gate, plane and crew) In Lisbon I was picked up by Carlos, my colleague from Odessa

The houses are rather small and I noticed that there is only little advertisements all over the city, which was somehow relaxing. Unfortunately time took it’s tribute in dilapidation, which sometimes was at least as bad as in Odessa. Of course the overall architecture and decoration is way different. There was Vegetation that I haven’t seen for ages – which had a great effect on my well-being; and after a while I just thought in English, because talking to my friend all the time and not having any other language…

Metro

As I set foot into a metro station for the first time, I realized an incisive smell of oil and hot iron that somehow took my breath away and left me coughing like hell. But this effect just was gone after first contact and after some more visits, I even didn’t realize the smell anymore later. As I already mentioned, the metro is great, not very cheap (1,15 € for entering the underground system) but affordable with a nice chip card system. The rather wide stations and trains are very clean, and I had a feeling of comfort and security (not as in Sankt Petersburg; where even non-claustrophobic could feel a little bit weird of being near the earth core ;)).

Culinary street-art

I had the best beef of my life (marinated just with garlic, salt and pepper) put into a sandwich at a diner in the docks. The cabbage and bean soup there was also delicious. Some great snacks from different Pastelarias (Samosa, Pastel de Nata, codfish snack,…) as well as national dishes like Bacalhau à Brás and various pies also took my gustatory sense to the next level.

Strange Momentum

As I – not being a typical tourist – somehow realized on the sixth day that something’s wrong, I got a little depression. The city is great, the food and company even better, only the weather was not comparable (with exceptions). A strange feeling of boredom was growing in me, still not haven’t seen everything I just needed a break maybe. I had the feeling of being at home, with all that reading in the evening (and going to bed rather early) or watching a dvd, having dinner together… Just it didn’t felt right, I was there but somehow not, a feeling of looking through haze, it’s normal life but somehow not. Looks like another cultural shock to me or just an action vacuum. I stressed myself, because the time was running out, but somehow everything in me just wanted to relax, which I till then didn’t realize. Suddenly I asked myself, what did you do in Odessa? in Sankt Petersburg? Just go, sit in a café or just at the riverside and do nothing but let your mind go! Do what you want (as in Copenhagen, go home and read a book if you feel like), you won’t miss anything! It helped!…

More on Lissabon 2012:

2012 08 – Petersburg – Woche 3, best of…

Die dritte und letzte Woche ist wirklich schnell vergangen. Es war gleichzeitig ein kurzer Trip und kam mir so vor als wäre ich mehrere Monate mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammen gewesen…

Von offizieller Seite besuchten wir das Blockade Museum, ein interessanter und zugleich trauriger Ort und hatten außerdem Kontakt mit der russischen Seele (laut einer Einheimischen, die sich furchtbar darüber beschwert hat). Wir wollten mit dem Schiff nach Кронштадт (Kronstadt) fahren, es passten aber nicht alle ins Boot. Man durfte Meisterinnen und Meister des Vordrängens bei der Arbeit erleben und dann wurde mit „Wir sind zwar schon voll aber wer noch rein will und einen Stehplatz in Kauf nimmt, der zahlt nur die Hälfte“ noch einiges an Geld herausgeholt.
Insgesamt war unser Aufenthalt dort leider sehr kurz (wir sind schließlich mit dem Bus gefahren und haben dadurch viel Zeit verloren) und ich hatte das Gefühl, dass ich das Inselchen gerne genauer unter die Lupe nehmen würde. Zum Schluss besuchten wir noch die Einweihungmesse der Kathedrale, wo sich Unmengen an Touristen tummelten und ein „Bischof“ (das orthodoxe Äquivalent) mit mieser Laune den Weihrauch schwang. Bei der Rückfahrt mit dem Schiff (diesmal waren wir schnell genug!) stellte sich heraus, dass  ein Аквабус (Aquabus – eines der Schiffe) kaputt ist und deswegen nur halb so viele Leute mitfahren konnten und die Fahrt zweieinhalb Stunden in Anspruch nahm. Nicht zu vergessen das unser Kapitän zu tief in die Flasche geschaut hat und wir beinahe mit einem Tanker (oder etwas ähnlichem) und einem Bauschiff zusammengekracht wären. Die ewige Verspätung hatte zumindest das Gute, dass ich den Sonnenuntergang vom Schiff aus genießen konnte!

Kulinarisches

Die letzte Woche bot auch einiges an frischen Entdeckungen, als ich wieder mal mit verschiedenen Cliquen unterwegs war. Zum einen habe ich dadurch eine recht gute Pizzeria (Ollis) entdeckt. Zum anderen war ich in einem spannenden Kunstcafe (этажи) mit Terrasse. (Wo uns Tauben die Laune vermiesten und wir deshalb hinein flüchteten.) Shawarma stand ebenfalls auf der Speisekarte und durch viel frischen Zwiebel hatte ich auch länger was davon, lecker war’s trotzdem. Unser Abschiedsabend fand beim Aserbaidschaner statt, wo wir gemeinsam gesungen haben, tanzten und Spaß hatten. Was den Abschied am nächsten Tag umso schwerer machte… 🙁

Kunst

Ständig umgeben von Leuten die malten, zeichneten,… überkam es mich einmal und ich zückte im таврический сад (Taurischer Garten) meinen karierten Block und einen Kuli – nicht das ideale Equipment aber manchmal muss man nehmen was man hat. Hier konnte ich der künstlerischen Luft dann nicht mehr widerstehen und es war eine spannende und entspannende Sache. Vielleicht poste ich später was ich geschaffen habe…
Das russische Museum hat es mir wie in Odessa auch schon sehr angetan, dagegen hatte die Ermitage einfach keine Chance!

Spaziergänge, Aktivitäten und Kreislaufkollaps

Nach dem Blockade Museum schlenderten wir zum Smolniy Kloster (wo ich zwischendurch mein Kunstwerk erstellte), hatten an einem anderen Tag das Nachmittagsprogramm mit Bowling ausgefüllt – Ich war leider ziemlich zerstört an diesem Tag, da ich ein paar Tage zuvor beim Laufen nicht auf meinen Körper geachtet hatte und einen Kreislaufkollaps mit vielen Stunden mit Wärmeflasche und Tee im Bett verbrachte. – und gegen Ende der Woche erkundete ich alleine (alle Anderen waren Bücher, etc. einkaufen) noch das Univiertel auf der Стрелка („Spitze“).

Viele nette und interessante Bekanntschaften

Leider ist der Kontakt mit den Russinnen sehr rar, da wir alle viel zu tun haben und außerdem noch die Zeitverschiebung hinzukommt. Ich bemühe mich allerdings immer wieder mal mit ihnen zu schreiben. Leichter ist es natürlich für uns in Österreich, wir sind ja wirklich ein kleines Land. 😉 So trafen wir uns kürzlich, weil russischer Besuch da war (ein paar Russinnen studieren in Deutschland) oder ich habe den Fotomarathon gemeinsam mit einer motivierten Freundin bestritten. Auch einen Physiker durfte ich kennenlernen und habe ihn natürlich gleich über seinen Werdegang ausgefragt…

Alles in allem eine super Zeit

Ich möchte mich gerne bei der Organisatorin bedanken, die das Ganze wirklich toll hinbekommen und uns einen unvergesslichen Aufenthalt ermöglicht hat. Ich vermisse alle Kolleginnen und Kollegen, wenn es auch nur drei Wochen waren, so waren wir ständig zusammen und konnten uns so kennenlernen, dass ich das Gefühl hatte, dass wir uns bereits mehrere Monate kennen…

PS: Der Text ist vielleicht nicht sehr gelungen, ich hatte ziemlich starke Kopfschmerzen, wollte euch aber nicht im Stich lassen!

2012 08 – Petersburg – Woche 1, Porträts aus der Gruppe

Aufgrund der immensen Menge an Fotos habe ich mich dazu entschlossen auch die Portraitfotos in drei Wochen zu gliedern und so zu veröffentlichen.
Die Kolleginnen und Kollegen standen oft gerne Modell bzw. forderten mich auf Fotos zu machen, was mich zum Experimentieren und zahlreichen Fotos motivierte.

2011 0716 – Über den Wolken

Ich kann mich noch an meine erste Praxisstunde in der Fahrschule erinnern. Ich fuhr ein wenig auf dem Übungsplatz herum und musste dann gleich selber Richtung Fahrschule auf der Straße fahren. Dieser Sprung ins kalte Wasser überforderte mich natürlich, da man sich gleichzeitig auf soviele Dinge konzentrieren muss! Doch stets stand der Fahrlehrer zur Seite. In Salzburg hatte ich eine ähnliche Erfahrung in der Luft…

Tagwache wie zu Bundesheerzeiten und sogar der gleiche Startbahnhof… ich fuhr am Samstag um sechs Uhr mit meinem Vater nach Salzburg, um nach einer kleinen Stadtbesichtigung mit einem Sportflugzeug abzuheben. Begleitet von einem Freund meines Vaters, der schon Jahrzehnte Flugpraxis hat und auch eine Fluglehrerausbildung hat, durfte ich am Pilotensitz Platz nehmen. Im Unterschied zu meiner ersten Fahrstunde damals hatte ich keine Ahnung von allen Anzeigen und Instrumenten sowie auch keinerlei Vorinformation durch etwaige Theoriestunden.

Trotzdem steuerte ich die Maschine mit mehreren Anweisungen/Hilfen von meinem Copiloten (der mir immer wieder sagte was ich tun und wohin ich fliegen sollte sowie den Funk mit dem Tower übernahm) von Null weg. Gas, Start-/Landeklappen, etc. übernahm natürlich auch er, da ich ja überhaupt nicht wusste Was, Wie, Wo, Wann, Warum.

Sehr interessant und gewöhnungsbedürftig ist die Steuerung am Boden, wo man das Flugzeug mittels Fußpedalen steuern muss. Leider fiel mir das ob meiner Größe besonders schwer, mein Knie zwischen Steuer und Außenwand eingesperrt und während des Fluges habe ich die Füße verschränkt und möglichst niedrig verstaut um steuern zu können.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher wie der Start abgelaufen ist, da ab einem bestimmten Punkt alles sehr schnell ging aber wir gingen nachher mit 80 Knoten in den Steigflug bis in eine Höhe von 3500m über. Wir flogen zum Fuschelsee, machten eine Wende über dem Wolfgangsee und kehrten mit einem Abstecher zum Mondsee zurück. Usere scharfe Wende über dem Wolfgangsee hatte es in sich. Das Steuer übernahm der Profi und machte eine Kehrtwende bei der mir das Hirn komprimiert wurde und ich mich Frage, ob ich mit diesem interessanten Schwindelgefühl auch hätte fliegen können oder ob ich mich an soetwas zuerst gewöhnen müsste (es überhaupt könnte?). Jedenfalls zeigte er nachher noch ein lustiges Manöver, in dem er den Motor „absterben“ und uns mit dem Heck voran etwas absacken ließ. Weitaus weniger problematisch als die Kurve 😉

Interessant jedenfalls war, dass ab einer Sinkgeschwindigkeit von weniger als 500 Fuß der Flug unangenehm wird und dass man beim Steigflug schnell mal in den Sitz gepresst wird wenn man nur minimal den Kurs korrigiert. Mir fehlen natürlich Übung und Feingefühl wie man das Flugzeug am besten steuert aber ich habe mein bestes versucht es gerade und auf ein und derselben Höhe zu halten. Eine schwere Aufgabe, da meine recht kurzen, sanften Steuerversuche meist nicht fruchteten und als ich dann stärker lenkte mehr als den gewünschten Effekt erhielt.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich danke meinem Vater für dieses coole Geburtstagsgeschenk! Fliegen wäre definitiv ein Hobby, dass in meine teure Hobbyliste passen würde. Leider (oder Gott sei Dank) ist meine Statur dafür sehr ungeeignet. Sollte sich die Gelegenheit zu fliegen wieder einmal Bieten, werde ich sie auf alle Fälle nutzen!