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2016 0603-0606 – Luzern – Metal, Matsch and Money

Luzern? Warum Luzern? Nicht etwa weil wir ein günstiges Vergnügen erwarteten… Meiner Freundin hat Zürich sehr gut gefallen und einer ihrer sehnlichsten Wünsche war es einmal in ihrem Leben Rammstein live zu sehen, also was wäre wohl ein besseres Geschenk? Noch dazu Rock mitten in den Bergen!

Leider hatten wir eine sehr frühe Anreise, was allerdings nicht unsere Schuld war sondern eine Verschiebung unseres Fluges nach vorne zur Ursache hatte. Dafür hatten wir gleich die Möglichkeit Luzern (leider bei Regen) zu erkunden. Das Wetter hat nahezu den ganzen Aufenthalt nicht locker gelassen und uns mit Regen beglückt. Allerdings hat uns das nicht davon abgehalten (außer auf den Pilatus) einige Wanderungen zu unternehmen.

Luzern ist eine sehr internationale Stadt und mir kommt es vor als wäre sie ein wenig teurer als Zürich. Man muss dazu sagen, dass damals der Wechselkurs zu unseren Gunsten aber auch ein bisschen besser war. Vielleicht lag es am Wetter aber Zürich hatte für mich, zumindest in der Innenstadt einen netteren Eindruck hinterlassen. Zwar ist Luzern auch eher klein und niedlich allerdings hat es mir nicht so gut gefallen. Cool war unser Hotelzimmer, dass in königlichem Kitsch in guter Lage und einem Whirlpool aufwarten konnte, den wir natürlich auch zweimal in Action erlebten.

Der Grund warum mir Luzern in Erinnerung bleiben wird ist sicher das absolute Highlight RAMMSTEIN (50sec. vorspulen!) einmal live gesehen und gehört zu haben. Von ein paar pöbelnden Prolo-Fans und knöcheltiefen Matsch beim Rausgehen mal abgesehen war es ein wirklich großartiges Erlebnis. Leider konnte Apocalyptica meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, waren aber auch nicht der Main-Act (ich kannte ein/zwei Lieder und dachte, dass die noch ein paar weitere coole Titel auf Lager haben könnten…).

Ansonsten fiel die Schiffsrundfahrt (btw. mit 25 € pP ziemlich teuer) ziemlich ins Wasser und wir hatten eine sehr schöne Wanderung von Küssnacht nach Weggis (wenn ich mich recht erinnere). Wir haben es uns nicht schlecht gehen lassen aber auch nicht wirklich die Sau rausgelassen. Trotzdem kostete das kurze Vergnügen genausoviel wie unser Lissabon Urlaub!

Kleiner Tipp am Rande: Wenn man ein wenig Zeit am Fughafen Zürich hat, lohnt es sich schonmal die Aussichtsplattform zu besuchen….

2015 04 – Prag mal wieder

Nach einer anstrengenden Woche ging es über ein verlängertes Wochenende auf nach Prag. Zuletzt war ich 2011 dort und da hatte ich ein ziemlich gedrängtes Programm. Diesmal mehr Zeit um auch die weniger touristisierten Gebiete zu erkunden…

Wie ich es gerne mache, war es ein ziemlich zu Fuß lastiges Wochenend-Programm. Die paar Male wo wir die U-Bahn genommen haben waren die Intervalle ziemlich lange und Umsteigen mehr eine Qual als praktisch. Zumindest eine Schonung für müde Füße… Irgendwie hat Prag mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen (wie soviele andere in meiner Umgebung, die in letzter Zeit davon schwärmen). Es ist nett, viele hübsche Gebäude prägen das Stadtbild und auch ein paar nette Parks auf Hügeln. Es fehlt allerdings das gewisse Etwas, was es ist, weiß ich nicht. Aufgefallen ist mir, dass es recht laut ist. Vielleicht lag es an ebendiesen erhöhten Positionen, die ich ziemlich oft erklommen habe… (Ein Verkehrs-Grundrauschen ist zumindest allgegenwärtig)

Kulinarisch haben wir versucht uns diesmal von TouristInnenabzocken fernzuhalten, was uns ganz gut mit Hilfe von Tripadvisor und ein bisschen Lagevergleich gelang. Ein wirklich gutes Lokal war U Kroka, da das Lokal so gut besucht ist wie sein Ruf empfielt es sich zu reservieren. Ein edles Lokal (das den Preis durch Gourmet statt Tourismus rechtfertigte) war das Blue Wagon. Als richtiges Local food (mit Verständigungsschwierigkeiten und sehr günstigem Preis) würde ich die Kantine Korunka U Arbesa (ca. Stefanikova 49, Andel) bezeichnen. War gut und gut besucht, allerdings konnte man das Essen nur im Stehen genießen. Zu guter Letzt besuchten wir noch das Café Savoy, das wirklich gute Tripadvisor Bewertungen hatte, allerdings eher ein Hort des Tourismus und ziemlich teuer aber köstlich war.

Grundsätzlich kamen wir bis auf wenige Ausnahmen (Kantine) mit Englisch sehr gut zurecht und es waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. (Anders als damals 2011) Abgestiegen sind wir diesmal in einem relativ günstigem dafür sehr gut gelegenen Hostel: Miss Sophies. Hier haben wir recht günstig / üppig und gut gefrühstückt und in einem modern schräg eingerichteten Zimmer gehaust.

Viel Fotografiert habe ich nicht aber dafür war es entspannend und vor allem war das Wetter etwas besser als in Wien und wir sind gesund und munter zurückgekommen.

 

2014 01 – Zürich

Lang ist’s her, dass ich in der Schweiz war und die Erinnerung ist auch verblasst. Was aber auch nicht wirklich wichtig ist denn in Zürich war ich noch nie (soweit ich weiß). Ein sehr nettes Wochenende und allein wegen dem Käsefondue hat es sich schon ausgezahlt…

Vom Flair und der Architektur her ist es eine Stadt zum Wohlfühlen, hier ist von mordernen Bauten bis zu niedlichen kleinen Häusern und engen Gassen alles zu finden. Persönlich ist mir aufgefallen, dass es sehr viele spanische Lokale gibt und natürlich, dass es kein günstiges Pflaster ist. Von Seiten der Natur kann Zürich den Üetliberg und auch andere Hügelchen bieten und außerdem strömen zwei Flüsse durch die Stadt. Eine Rundfahrt im See wäre sicher schön gewesen, es war allerdings nicht besonders warm und die Sicht war auch nicht die Beste.

Den Winter begrüßen

Aus dem eiskalten schneelosen Wien sind wir in ein angenehmeres Klima über Null Grad geflohen und hatten sogar die Möglichkeit den Winter zu begrüßen. Im frischen Schnee sind wir auf den Üetliberg gestapft – auf einem eher abenteuerlichen Weg, allerdings stand im Reiseführer auch: alle Wege führen nach oben 😉 Um Mittag herum hatten wir eigentlich immer Sonne, die  sich am Nachmittag leider hinter den Wolken versteckte…

Gute Küche – Spesen sparen

Da unsere Hotelreservierung kein Frühstück beinhaltete haben wir in französischen Cafés den Tag begrüßt. (Was auch nur halb so teuer war wie das Buffet im Hotel.) Untergebracht waren wir übrigens im Ex-Industriegebiet, dass sich mit modernen Bauten in ein Szene-/Fortgehviertel entwickelt hat. Am ersten Abend gönnten wir uns nach der Anreise ein Käsefondue, wobei wir zu zweit mit einer Portion für eine Person schon reichlich gesättigt waren. Egal wo und egal wie klein, bezahlt hat immer die Kreditkarte, bei der man in den meisten Fällen vor der Bezahlung EUR wählen konnte und sich damit Spesen sparen konnte. Außerdem bleiben keine lästigen Valuten…

Fazit

Alles in allem war es ein super Kurzurlaub in einer netten Stadt. Als Touristen haben wir auch nicht wirklich was von der Ausländerfeindlichkeit mitbekommen, wobei man sagen muss, dass Zürich eine multi-kulti Stadt ist. Ich habe allerdings auch hier Geschichten gehört, die einem die Haare aufstellen. Es ist eine traurige Geschichte, was die Schweiz nicht umbedingt lebenswert für unsereins macht…

 

 

 

 

 

2012 11 – Lissabon – Lisbon through my lens

It all started with forgetting my passport at home, because I spontaneously decided to visit an important person in the AKH (hospital). Funnily the flight was late (as I was informed at the baggage drop), so no need to hurry. This made me unnecessarily nervous of my connection to Lisbon. (The connection was the very same gate, plane and crew) In Lisbon I was picked up by Carlos, my colleague from Odessa

The houses are rather small and I noticed that there is only little advertisements all over the city, which was somehow relaxing. Unfortunately time took it’s tribute in dilapidation, which sometimes was at least as bad as in Odessa. Of course the overall architecture and decoration is way different. There was Vegetation that I haven’t seen for ages – which had a great effect on my well-being; and after a while I just thought in English, because talking to my friend all the time and not having any other language…

Metro

As I set foot into a metro station for the first time, I realized an incisive smell of oil and hot iron that somehow took my breath away and left me coughing like hell. But this effect just was gone after first contact and after some more visits, I even didn’t realize the smell anymore later. As I already mentioned, the metro is great, not very cheap (1,15 € for entering the underground system) but affordable with a nice chip card system. The rather wide stations and trains are very clean, and I had a feeling of comfort and security (not as in Sankt Petersburg; where even non-claustrophobic could feel a little bit weird of being near the earth core ;)).

Culinary street-art

I had the best beef of my life (marinated just with garlic, salt and pepper) put into a sandwich at a diner in the docks. The cabbage and bean soup there was also delicious. Some great snacks from different Pastelarias (Samosa, Pastel de Nata, codfish snack,…) as well as national dishes like Bacalhau à Brás and various pies also took my gustatory sense to the next level.

Strange Momentum

As I – not being a typical tourist – somehow realized on the sixth day that something’s wrong, I got a little depression. The city is great, the food and company even better, only the weather was not comparable (with exceptions). A strange feeling of boredom was growing in me, still not haven’t seen everything I just needed a break maybe. I had the feeling of being at home, with all that reading in the evening (and going to bed rather early) or watching a dvd, having dinner together… Just it didn’t felt right, I was there but somehow not, a feeling of looking through haze, it’s normal life but somehow not. Looks like another cultural shock to me or just an action vacuum. I stressed myself, because the time was running out, but somehow everything in me just wanted to relax, which I till then didn’t realize. Suddenly I asked myself, what did you do in Odessa? in Sankt Petersburg? Just go, sit in a café or just at the riverside and do nothing but let your mind go! Do what you want (as in Copenhagen, go home and read a book if you feel like), you won’t miss anything! It helped!…

More on Lissabon 2012:

2012 08 – Petersburg – Woche 2, best of…

Die zweite Woche stand stark im Zeichen der Kultur und meine Kleingruppe war mit der Abendgestaltung in Form eines Cookouts an der Reihe. Dafür haben wir uns was ganz besonderes einfallen lassen…

Neben dem politischen Museum machten wir einen Kinobesuch, was wirklich ein  besonderes Erlebnis war! Ein ehemaliger Theatersaal mit sehr bequemen dreh- und kippbaren Sesseln und viel Platz auf allen Seiten. Der Film „Римские Приключения“ (To Rome With Love) war sehr nett und wir hatten keine Probleme dem Russisch zu folgen (die Story kapieren ist eine andere Sache ;)). Kurioses und Abartiges haben wir uns in der кунсткамера (Kunstkammer) angesehen und auch die Эрмитаж (Ermitage) wurde nicht verschont. Zur Abrundung unternahmen wir eine Bootsfahrt, spazierten viel, mitunter auch im летный сад (Sommergarten) und entspannten.

Kunst und ich I

Die Exponate in der Ermitage habe ich im Eiltempo an einem Nachmittag komplett durchgeschaut und festgestellt, wie ich zu Kunst stehe. Mir ist egal wer was gemalt hat, wichtig ist, dass mich ein Bild anspricht, Gefühle erweckt und mich ergreift. Der Stil kann noch so toll sein (laut Kritiken, meiner Bildnerische-Erziehung-Lehrerin und co.), wenn es mir nicht gefällt, ist es einfach (für mich) nix besonderes. Gehe ich an einem Bild vorbei und bleibe stehen, dann ist das eine Ehre ;). Praktischerweise zahlen Studierende keinen Eintritt, wobei ich mir nicht sicher bin ob das nur für russische oder allgemein galt. Da gibt es oft Unterschiede.

Unser Abendprogramm – Cookout

Meine Gruppe hatte als Abendgestaltung gemeinsames Kochen (nach Vorbild des Cookouts, dass ich auf der TU einführte). Ein kleiner Zickenkrieg und einige Stresssituationen wurden auf dem Rücken meiner österreichischen Kollegin ausgetragen. Alle Versuche sie zu unterstützen waren leider vergebens, da ich keinen Zugang zur Ebene des Streits hatte. Vielleicht war es auch besser so. Jedenfalls danke ich ihr sehr für diese intensive Mehrleistung. Chaos durch Sprache/Missverständnisse habe ich immer wieder versucht auszuräumen und alles in allem hatten wir einen gelungenen Abend. Wir haben uns auf alle Küchen aufgeteilt und gekocht um uns anschließend in der Kantine Durchzukosten. (russische Schwammerlsuppe, Borschtsch, Salat Olivje, Blini, Kaiserschmarren, Spaghetti all’arrabbiata, Knödel,…) Gemeinsam mit ein paar kreativen Leuten habe ich Wiener Schnitzel vom Schwein zubereitet. Die Besonderheit war, dass wir aus Jux und Tollerei (und weil man uns immer rät alles zu waschen) das Fleisch mit Vodka gewaschen und nachher (ca. 30 Minuten)  darin eingelegt haben. Das Ergebnis war ein leckeres zartes Schnitzel mit speziellem Aroma. Ich kann’s nur empfehlen das auszuprobieren!

Wochenende und Fortgehen

Am Wochenende hatten wir dann einen Ausflug nach Пушкин (Pushkin), wo wir eine Führung durch den Sommerpalast bekamen und anschließend leider zu wenig Zeit um den Garten/Park noch anzuschauen. Zur Stärkung nahmen wir ein gemeinsames Mittagessen in einer Disco ein, was ein ungewöhnlich aber witziges Ambiente bot.
Am Abend beschloss ich spontan über meinen Schatten zu springen und die Anderen beim Fortgehen zu begleiten. Es war ein netter Abend, auch wenn dieser ein bisschen von Kindergartensituationen überschattet war und sich die Truppe auf zwei aufgeteilt hat, was nicht komplett ohne Zickereien verlief. Der Ort wo wir landeten war mir nicht ganz geheuer. Eine zwielichtige Gegend, wo eine Disco neu eröffnet hatte. Beim Heimgehen durften wir noch eine brutale und blutige Schlägerei mitbekommen (einer hatte einen Baseballschläger, viele Tritte, Platzwunden, damische Männer, einer ist mit dem Auto provokant und mit ein paar Remplern durch die Menge gefahren,…).

Ich verstehe nicht wieso Menschen so aggressiv und brutal sein müssen/können. Bei solchen Gewalttaten kommt mir immer das Kotzen und ich frage mich, wieso Menschen sowas machen und meine Laune war mies.Das gibt mir immer wieder zu Denken und macht mich auch fertig/traurig. In Wien erlebt man solche Szenen auch hin und wieder (ich Gottseidank verschwindend selten),  hierzulande ist aber doch mehr Polizei innerhalb kürzerer Zeit zugegen und nicht nur ein einzelner korpulenter Wachtmeister. Diesen Teil des Programms hätten sie sich sparen können. Die Gegend ist außerdem kein Ort, wo es mich je normal hinziehen würde… Nach Hause nahmen wir die erste Metro um 5:40.

Kulinarisches

Zwei Ketten, die mich nicht wirklich überzeugen konnten:

  • Теремок (Teremok) – eine Kette bei der man hauptsächlich aber nicht nur diverse Блины (Palatschinken/Crêpe) Gerichte bekommt. Ist in Ordnung aber nicht herausragend.
  • Евразия (Eurasien) – Ein Besuch hat gereicht. Nicht wirklich gute asiatische Küche, vielleicht war es einfach Pech und normal ist sie besser. Vielleicht auch nicht. Irgendwie bin ich nicht sehr gewillt eine zweite Chance einzuräumen.

Nachdem wir uns nach dem Fortgehen ausgeschlafen hatten beschlossen wir Burschen uns was besonderes zu gönnen. Ein Georgier, der laut Reiseführer exzellent sein soll, war wirklich ausgezeichnet und konnte sogar meinen bisherigen Favoriten Tiflis (Wien, leider zugesperrt) toppen. Eine häufig besuchte Cafeteria mit dem Namen Marketplace (Nevsky Prospekt, 24) kann ich sehr empfehlen, weil gut und günstig.

Einzig wirkliche Schattenseite dieser Woche war neben der Schlägerei, dass ich um mein Telezoom (70-300) erleichtert wurde.

2012 08 – Petersburg – Woche 1, best of…

Schon wieder eine halbe Ewigkeit her, die Fotos wollen allerdings das Licht der Internetwelt erblicken und gezeigt werden. Ich habe vor jede Woche (von 3) einzeln durchzugehen, zu erzählen was passiert ist,etc. Lasst uns nun mit der ersten Woche beginnen…

In „alte“ Zeiten versetzt fühlte ich mich durch niedliche alte Autos und jede Menge Hochzeiten. Auch wenn letztere nicht so komprimiert und zahlreichend erscheinen so sind sie doch auffallend oft zu beobachten. Auch einige der Mittagessen (in der Heimkantine) erinnerten mich immer wieder an meine Tage in Odessa, auch wenn es nicht so lecker war wie „zu Hause“. Auch die Schokolade in den Supermärkten war nicht vor mir sicher, vor allem nachdem ich entdeckt habe, dass sie meine Lieblingskekse aus der Ukraine importieren (Супер Контик) und so kam eins zum anderen und ich fühlte mich schnell wohl. Apropos Supermarkt, meine Leidenschaft zu Joghurtdrinks wurde dort aufgrund einer schier unendlichen Vielfalt auf ein neues Level gehoben. Es gab Geschmacksrichtungen, von denen wir zuhause keine Ahnung haben: Müsli mit Apfel, Limette (gibt es mittlerweile),… und das von Danone 😀

Was ist also passiert in der ersten Woche?

Wir hatten einige von Referaten begleitete Stadtspaziergänge, die sehr praktisch waren, da sie die typischen Punkte, die man besuchen sollte abdeckten. Durch die Nähe – nach einem Referat – zum botanischen Garten, konnte ich ein paar Leute motivieren dorthin zu gehen, was ein ordentliche Wanderung wurde und leider nicht so schön war wie erhofft. Außerdem zog es mich vom ersten Tag an ans „Meer„, wo wir auch am zweiten gleich waren (leider nur dieses eine Mal).

Schon nach kürzester Zeit bildeten sich Cliquen und eingeschworene Grüppchen, zwischen denen ich immer wieder hin und her hoppte. (Schon in der Schule ging mir das auf den Zeiger aber darüber muss man sich einfach hinwegsetzen.) Somit hatte ich an einem Abend ein nettes Kartenspielchen (Дурак – von welchem ich die Regeln noch immer nicht ganz verstanden habe.) mit ein paar Russinnen, am anderen einen netten Plausch mit österreichischen KollegInnen oder einfach ein gemütliches Abendessen in Gesellschaft der Truppe, mit der ich meist unterwegs war. Selten aber doch gingen wir auch essen, zweimal hatte ich Pelmeni (welche unglaublich gut waren) und da Italienisch die Lieblingsküche einiger russischer Kolleginnen ist, probierten wir eines ihrer Lieblingslokale. Ansonsten habe ich natürlich versucht herauszufinden, ob es in Petersburg auch so gute Konditorwaren gibt, was leider noch einiger Tests bedarf! 😀

An unserem freien Wochenende machten wir einen Ausflug (auf Empfehlung der Orga) nach Петергоф (Peterhof), der leider von Regen überschattet war und uns durch „nass bis auf die Unterhose“ in Erinnerung blieb. Doch auch Gold, golden und noch mehr Gold, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Jedenfalls waren unsere Monarchen um einiges bescheidener als ihre russischen Kollegen… 😛

Des Nächtens ist es nicht mehr so einfach sich frei in Petersburg zu bewegen, da viele der Brücken aufgemacht werden, damit größere Schiffe passieren können. (Außerdem fährt keine Metro ab 00:30) Ein Spektakel soll es sein, so hörte ich, deswegen haben wir uns in einer großen Gruppe aufgemacht diesem beizuwohnen. Doch leider sind wir für spannendere Ausblicke auf der falschen Insel und von der anderen kämen wir leider nicht mehr so einfach zurück. So bleibt nur der Blick aus der Ferne…

Mein groß angelegtes Laufprogramm (ca. ein Drittel bis die Hälfte der Teilnehmenden war nicht abgeneigt) wurde ein kleiner Erfolg und ich hatte regelmäßig gute Gesellschaft beim Laufen. Dadurch, dass wir Runden liefen, konnten alle aufhöhren, wann es ihnen zuviel wurde. Auch das Terrain war spannend und abwechslungsreich, der Parkour hatte Strand-, Betonelemente, weichen Parkboden und anspruchsvolle Pflastersteine zu bieten und natürlich eine Spitzen-Aussicht, wenn wir die Нева (Newa) entlangliefen. Um ein bisschen runterzukommen, Zeit für mich zu haben und ein bisschen die Stadt zu erkunden, lief ich (schon) am dritten Tag alleine durch die Gegend. Mein Ziel zum Hafen zu gelangen habe ich leider nicht erreicht. Dieses eine Mal war dann genug Einsamkeit für den Rest des Aufenthaltes.

Im nächsten Post möchte ich näher auf Portraits von Kolleginnen und Kollegen eingehen…

2010 12 – Die letzten Fotos

Die Aufarbeitung aller Fotos aus 2010 ist endlich abgeschlossen. Hat leider länger gedauert als geplant aber ich kann mich nun dem Jahre 2011 widmen. Da ich dieses Jahr leider nicht so viel unterwegs war, wird es (hoffentlich) nicht so lange dauern, bis ich endlich im „Jetzt“ angekommen bin…

Gegen Ende des Jahres bin ich ein paar Mal mit meiner Kamera herumspaziert (vor allem nachdem sich mir der hübsche Blick am Weg zum Atmoninstitut (AI) des öfteren bot), eine Führung durchs AI mit Blick in den Reaktor, verfolgt von hunderten Tauben im Stadtpark,…

2010 0718 – Bratislava

Mit dem „Highspeed-Boot“ ging es vom Schwedenplatz auf Richtung Bratislava. Das Wetter lies etwas zu wünschen übrig und so waren wir die einzigen an Deck, als es zu schütten begann. Der Regen fühlte sich, ob der Geschwindigkeit, ein wenig an wie Hagel aber war auch wieder schnell vorbei und die Sonne lies sich blicken sodass wir trocken am Zielhafen ankamen. Das waren die Momente, die sich eingeprägt haben…

Im Rückblick kann ich sonst nicht mehr viel sagen, da ich mich eigentlich garnicht mehr wirklich erinnern kann. Hin und her gerissen war ich allerdings nicht, ich denke aber, dass ein zweiter Besuch nicht schaden könnte.

Die Rückfahrt auf der Donau bei Nacht kann man sich sparen, denn es gibt in der Finsternis nichts aufregendes zu sehen. Es zahlt sich sicher mehr aus den Bus zurück zu nehmen. Die Hinfahrt allerdings kann ich empfehlen, da es entlang der Donau einige schöne Ausblicke gibt.

Ich habe leider noch keine gute Lösung für WordPress und Panorama gefunden, also kann man es hier betrachten: freigestelltes Panorama (auf die Zahlen im Satz: | Die gesamte Größe beträgt 640 × 74 Pixel | klicken, dann kann man näher ranzoomen.)

2010 1107 – Laxenburg

Tagesausflug nach Laxenburg? Einfach in den Bus setzen und schon ist man da. Viel Grün, viel Wasser und eine Burg! War wieder mal ein netter Ausflug.

Schon wieder mehr als ein Jahr her aber nicht vergessen! Schlosspark Laxenburg (Achtung, Eintritt wird verlangt) ist ein riesiges Areal, wo man nach Lust und Laune spazierengehen, Boote ausborgen oder einfach die Burg besichtigen kann. Natürlich ist das Meiste davon mit Kosten verbunden 😉

Auch wenn die Burg nicht besonders soektakulär war (mit einem Stilbruch durch eine Trafostation) so war es doch ein schöner Spaziergang.
Diesmal war ich irgendwie in Schwarz-Weiß-Stimmung…

2011 Prag – Wie Wien nur anders

Zu Pfingsten hatte ich endlich die Möglichkeit Prag zu besuchen. Ein denkbar schlechter Termin, da man außer Touristen nur Touristinnen zu Gesicht bekam. Die Stadt gefiel, die Füße waren erschöpft und kulinarisch war der Besuch nicht weltbewegend…

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Generell würde ich sagen, dass die Stadt architektonisch stark an Wien erinnert, wen wundert es denn auch? Am Busbahnhof angekommen – eine Busreise war die günstigste Variante – wurde man sofort von stadtbahnbögenähnlichen Strukturen empfangen.

Da wir uns auf der Busfahrt „nur“ mit leckerer Roulade versorgt hatten trieb es uns gleich zu einem Würstlstandl wo wir uns eine fetttriefende aber außerordentlich schmackhafte Wenzelbratwurst gönnten. Frisch gestärkt begannen wir unseren zweieinhalb tägigen Sightseeingmarathon…

Prager U-Bahn, praktisch aber lange Intervalle

Es gibt zwar Autobusse und Straßenbahnen aber mit der Metro kommt man einfach und schnell ans Ziel – zumindest als Tourist. Die Stationen sind riesig, die Rolltreppen lang aber auch schnell (schneller als hierzulande). Durch die Größe kann man sich schon mal zum falschen Aufgang bewegen. Einziges Manko: die Intervalle am Wochenende mit 600-700s (siehe Anzeige am Bahnsteig) sind etwas lang. Mit nur 3 Linien behält man gut den Überblick und kann je nach Strecke seine Tickets wählen. Kurzstrecken mit 5 Stationen (30min) kosten 18 Kronen und ein 75 min Fahrschein 26. Wir wurden natürlich gleich vor unserer ersten Fahrt kontrolliert, so wie die anderen nicht Einheimischen…

Sauberes und renoviertes Stadtbild

Wir haben viel gesehen: Hradschin, jüdisches Viertel und weitere schöne/interessante Orte wie die Karlsbrücke. In den meisten Gebieten sieht es aus wie in Wien vielleicht etwas zierlicher von der Gebäudehöhe her. Die meisten Häuser sind farbig und nicht in einem städtischen Einheitsgrau. Leider hatten wir einen verregneten Tag aber die ärgsten Regenschauer konnten wir in Cafes überbrücken. Eine Karte sollte man immer dabei haben, da man sich die Straßennamen nicht so leicht merken kann.

TouristInnen werden schamlos ausgenommen und über den Tisch gezogen

Ob einfacher Aussichtsturm oder die goldene Gasse, überall wird Eintritt verlangt, zwar sind die Preise nicht so gesalzen wie in Schottland aber man muss oft ein Paket nehmen, selbst wenn man nicht alles sehen will.
Leider waren zu Pfingsten massig Touristen mit uns unterwegs, was im kleinen goldenen Gässchen bei Regen zu einem Meer aus Schirmen führte. Mir fiel auf, dass viele Gäste aus Deutsch- oder Russland waren.
Wo man sehr aufpassen sollte ist, dass einem in Restaurants ungefragt gleich mal großzügige Aufschläge auf die Rechnung gemacht werden, meist 15%(!) Trinkgeld sowie ein nicht minderer Aufschlag für’s Gedeck.
Im Reiseführer wird empfohlen bei Streitsituationen die/den Geschäftsführer/in zu konsultieren, was das Problem schnell lösen sollte.
Wenigsten kommt man mit Deutsch und Englisch ganz gut zurecht.

Kulinarisch

Wie Anfangs erwähnt, gönnten wir uns als erste Mahlzeit eine Wenzelwurst, diese und „Flamendr“ (Vorspeise: Schwein in süßlicher Knoblauch-Pfefferoni Sauce auf Schwarzbrot) waren eigentlich die einzigen kulinarischen Höhepunkte der Reise.
In zwei Restaurants habe ich Gulasch bestellt, welches allerdings nicht sehr überzeugend war. (Die weißen Knödel waren neu und auch in interessant) Da besuche ich doch lieber Wiener böhmische Küche ;).

Unser Hotel: Don Giovanni

Mit unserem Hotel hatten wir weniger Glück. Die Zimmer waren zwar schön und gut ausgestattet, doch ließ das Frühstücksbuffet sowie unser Abendessenversuch mehr als zu wünschen übrig. Von harten baked Beans über ledernen Speck zum Frühstück hin zu Packerlsuppe und -pürree zum Abendessen. Vielleicht hatten wir auch einfach nur Pech. Auch sind Gutscheine von Gutscheinseiten mit vorsicht zu genießen, da hier manchmal Schindluder mit Phantasieermäßigungen getrieben wird… Wir stehen bereits in Kontakt mit unserem Anbieter und versuchen die Sache zu klären (uns war zum Abendessen kein Buffet sondern ein Essen á la Carte versprochen… sowie mehr als zwei 75 min Tickets)

Alles in allem freue ich mich endlich auch mal in Prag gewesen zu sein. Außerdem habe ich auch ein paar Drehorte von diversen Hollywoodfilmen wiedererkannt!