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2013 03/04/07 – Barcelona x3

Dreimal ging es dieses Jahr nach Barcelona, drei verschiedene Klimabedingungen, dreimal verschiedene Ausrüstung, dreimal mit verschiedenen Leuten, drei verschiedene Erfahrungen, drei… Okay, ich höre schon auf 😉

Trip I: 2013 0301 – Wochenendausflug mit meinem Vater

Auftakt dieses Jahr war das Wochenende bevor ich zu arbeiten begann. Zur Sponsion schenkte mir mein Vater ein paar Tage Barcelona, wo wir es uns richtig gut gehen ließen. (Hotel gleich auf der Ramblas, jede Menge Futter,…) Das Wetter spielte leider nicht ganz so mit, denn es war teilweise eiskalt (10°C mit Wind) – Gott sei Dank ließ sich im Laufe der Zeit immer wieder die Sonne blicken. Die Besichtigung mit dem Sightseeing-Bus war eine sehr interessante Erfahrung – eine Stadt mal so kennenzulernen hat auch was. Ich hab auch ein bisschen mein Russisch trainiert und mir den Guide in dieser Sprache gegönnt.

Über die Stadt und Leute

Im Gepäck hatte ich nur mein 50mm F1.8, womit ich sehr leicht und entspannt unterwegs war. Was sehr nützlich bei unseren Besuchen in kleinen Tapas-Beisln, Kantinen usw. war. Der erste Eindruck der Stadt war positiv, wenn auch durch das Wetter getrübt. Ähnlich wie in Lissabon hatte ich das Gefühl, dass es wenig Reklame gibt. Die Stadt ist auf alle Fälle um einiges besser Erhalten/renoviert, wenn auch ähnlich von Graffitis heimgesucht. Die Häuser in der Stadtmitte sind recht hoch, werden aber nach außen hin kleiner mit Vorstadtfeeling (siehe Trip II). Es gibt ähnlich viele architektonische Perlen wie Schandflecke und auffällig sind die großen Kreuzungen, die durch abgeschrägte Hausecken erreicht werden. Die Leute sind nett allerdings haben sie scheinbar das Drängeln und nicht wirklich schnell arbeiten erfunden. In Lokalen wartet man schon öfters gut eine halbe Stunde auf die Rechnung oder bis sich jemand erbarmt zum Tisch zu kommen. Erstaunt hat mich das zurückhaltende und gemütliche Fahrverhalten und die Radinfrastruktur. Ich bin nicht so sehr der Fan von kleinen und engen Gassen aber irgendwie sind diese in Barcelona weniger bedrückend, obwohl die Häuser doch recht hoch sind und man fühlt sich auch in eher dunkleren Ecken relativ sicher. Eine spannende und abwechslungsreiche Sache sind die immer wieder „aus dem Nichts“ auftauchenden Plätze, die ein Ort der Erholung und der Zusammenkunft sind.

Kulinarisches

Tapas, Tapas, Tapas – wirklich herausgefunden, was sonst noch so an Küche ist habe ich nicht. Gegessen habe ich trotzdem gut. Am liebsten habe ich Jamon Serrano (Rohschinken) und Pimientos de Padron (kleine Paprikaschoten gebraten). Erst bei Trip III bin ich voll auf den Geschmack von Bocadillos gekommen – Weißbrot mit Tomaten(mark) bestrichen und Olivenöl beträufelt, dann nach Wunsch belegt. Ein Traum, den ich in Wien auch schon mehrmals selbst nachgebaut habe. Generell habe ich das Gefühl, dass die Küche recht fettig und üppig ist, was ich im Süden nicht unbedingt erwartet hätte. Was noch erwähnt werden muss ist der leckere frisch gepresste Orangensaft, den ich sehr oft bekam sowie die Spitzenqualität der Früchte – die leckersten Nektarinen, die ich seit langem gegessen hatte. Weniger schmackhaft war das „Trinkwasser“, das recht chlor- und kalkhaltig war. Man kann sagen was man will, wiener Hochquellwasser ist einfach ein Traum! Gutes Eis gibt es  auf der Ramblas bei Artisa.

Trip II: 2013 0419 – Polterwochenende

Das Barcelona auch eine Polterstadt ist konnten wir an den vielen Gruppen feststellen und so waren wir in (mehr oder weniger) bester Gesellschaft. Unser Noch-Junggeselle hatte (laut seinen Angaben) ein unvergessliches Wochenende und wir alle viel Spaß! Auch wenn unsere Gruppe nicht klein waren, so lief alles vereint unter dem Banner des „Blaublütigen“ auf der Suche nach dem bösen Drachen, wie am Schnürchen. Denn auch das Wetter war uns gnädig und wir schwitzten teilweise sogar in unseren Kostümen. Da ich auch hier schnell und mobil sein wollte war ich nur mit meinem 30mm F1.4 unterwegs, dass ich mir zum Diplom geschenkt hatte.

Trip III: 2013 0807 – Eine Woche Entspannung pur

Nicht nur mein erster wirklicher Urlaub, sondern auch ein Experiment. Gemeinsam mit drei Freunden, mit denen ich zuletzt auf Maturareise war, lebte ich eine Woche lang in einem Apartment (6. Stock ohne Lift ;)) mit 1/3 Terrasse und 2/3 Wohnfläche. Es lief ziemlich perfekt, niemand hatte wirklich Stress, Sightseeing war minimal, da jeder von uns bereits fast alles gesehen hatte und die Terrasse tat den Rest zu einem der erholsamsten Urlauben, die ich je hatte. Lesen, Schlafen, Essen, an den Strand gehen, durch die Stadt schlendern, Laufen gehen,… Die Terasse genießen, plaudern, Musik hören, Witze reißen,…
Eine nette Gewohnheit am Morgen war das Zähneputzen auf der Terasse in der Morgenluft und Sonne (wir hatten dort ein Waschbecken)

Wir waren knapp 10 Min. von der Ramblas entfernt im Immigrantenviertel, genauer gesagt im orientalischen Teil, wo unter Tags Menschen in „Tracht“ zu beobachten waren, es koshere Geschäfte gab und und und. Das Wetter war uns gnädig, wenn wir auch ein paar Regenschauer miterleben durften und ich den größten Regenbogen (inkl. Doppelbogen) zu Gesicht bekam, den ich je gesehen habe! Kleine Anekdote am Rande: „Ich fahre in den Süden um mich abzukühlen“. In Wien hatte es zu dieser Zeit schwüle um die 40°C und war unausstehlich heiß. In Österreich wurde sogar der all time Hitzerekord gebrochen…

Der Montjuic war diesmal der Punkt, an dem ich sein wollte. Zweimal erklomm ich den Hausberg und entspannte mich. Leider war das olympische Dorf gesperrt und in der Hitze wollte ich mir die Schlange in die Sagrada Familia nicht antun. Vielleicht ein Andermal. Anders als bei den ersten beiden Trips war (no na, es ist Sommer und Hochsaison) die Stadt bummvoll und natürlich auch die Strände gut besucht. Wirklich besser/sauberer als in Odessa fand ich das Wasser nicht und vor allem war um einiges mehr los. Interessanterweise waren ein Großteil der Urlaubenden aus Frankreich, nicht so wie bei den Reisen zuvor Deutschland und Co.

Fazit

Barcelona ist eine sehr nette Stadt, die mich sicher nicht zum letzten Mal gesehen hat. Mehr Spaß macht sie allerdings/schöner ist sie, wenn das Wetter auch passt. 😉 Die Experimente mit nur einer Fixbrennweite im Gepäck waren sehr überzeugend, wenn auch hin und wieder ein Teleobjektiv nicht schlecht gewesen wäre.

Wieder einmal habe ich erkannt, dass ich eine Stadt nur wirklich erleben und kennenlernen kann, wenn ich ziellos spazieren gehe und die Umgebung auf mich wirken lasse. Ein dicht gedrängter Sightseeingplan eröffnet mir leider nicht so viel, wie abseits der Tourismuszentren umherzustreifen. Bei Urlauben in Gruppen brauche ich immer wieder mal ein Zeitfenster in dem ich alleine bin, mein Ruhe habe und einfach beim Spazieren die Seele baumeln lassen kann.

PS: Bei Trip III habe ich endlich einen Baggage Storage gefunden! Gleich beim Placa Catalunya (Carrer Estruc, 36)

Odessa 2011 – unvorhergesehener Nachtrag

Sonntag – Tag der Abreise.
Wieder einmal früh zu Bett gegangen.
Und wieder einmal mitten in der Nacht…

[spoiler]
Erwacht durch einen Gelsenstich, den blöden bellenden Straßenköter oder was auch immer… Das einzige was wichtig war, ich war munter, nicht sehr aber munter. Es war 4 Uhr, ich trank ein paar Schluck und ging mal für große Menschen, legte mich danach wieder hin.

Doch irgendwas ließ mir keine Ruhe

Mein Hirn begann zu arbeiten. Eine Idee.  Weitergesponnen…  Wetter.com konsultiert, der Sonnenaufgang sei (welches ziemlich verlässlich und genau unter „weitere Werte“ vorhergesagt wird!) um 6:37. Ich stellte den Wecker auf 5:30, doch es war zu spät…
Ich war Putzmunter und verließ um 4:45 das Wohngemach. Ich hatte überlegt einfach ein bisschen entspannt die Brandung zu beobachten, während ich auf den Sonnenaufgang warten würde. Draußen war es schön warm und mein noch immer voller Bauch freute sich über einen Verdauugsspaziergang im Morgengrauen.

Es kommt anders als nicht geplant

Im Endeffekt habe ich immer wieder FotoPausen gemacht und kam Zeitgerecht bei meinem Wunschort an. Das Wetter war nicht perfekt und so waren die ersten Sonnenstrahlen erst zu sehen als sie die Wolken am Horizont überwunden hatten…
Hat mich allerdings nicht sonderlich gestört, da mein Motiv sowieso nicht sooo gut war um den Sonnenaufgang in Szene zu setzen.
Jedenfalls bin ich schwer begeistert von dieser Serie und kann zufrieden sagen, dass ich einige Bilder geschossen habe, die mir wirklich gut gefallen.

Waterproof

Da ich nicht ganz zufrieden mit den Bildern von mir bin, die bei meinem letzten Sonnenaufgang geschossen wurden, beschloss ich das Ganze nocheinmal zu versuchen. Mit Stativ und Selbstauslöser und natürlich dem Versuch die aufgehende Sonne mit aufs Bild zu bekommen machte ich mich ans Werk…
Weiters konnte ich endlich ein Geheimnis lüften, das mich schon lange interessierte: was denn der Unterschied zwischen nass und trocken in meinen Stiefeln ist. Steigt man ins Wasser so wird es Kühl, das Gefühl ist sehr ähnlich zu nass. Steigt man zu tief rein, rinnt aber wirklich spürbar Flüssigkeit heinein, es ist eine andere Kühle…

Super Abschluss!

Alles in allem war es ein sehr toller Morgen und als ich heimkam war für mich schon ein halber Tag um. (5h) So wurde mein Frühstück quasi zum Mittagessen.
Das unruhige Meer wirkte sehr entspannend und dieses Gefühl ist zu früher Stunde noch besser als tagsüber! Die Stadt in morgendlicher Friedlichkeit, wenn kaum Menschen auf der Straße sind und es sehr still ist, ist auch sehr schön.
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2011 Odessa – Zum Abschied noch ein Sonnenaufgang

Tagwache 4:45 und in morgendlicher Dunkelheit ab Richtung Strand. Alles natürlich in meinem LieblingsExploreroutfit (orangene Jacke und wasserdichte Stiefel), da es in der Früh doch recht frisch ist…

Da ich mir ja letztes Jahr überlegt habe, was man nicht noch alles besser machen könnte, habe ich dieses Mal vieles im Vorhinein geplant. Bessere Kulisse ausgesucht, viel hin und hergelaufen um das ganze etwas interessanter zu gestalten. Ich bin um einiges zufriedener als letztes Jahr aber sehe doch noch Verbesserungspotential.

Mir schwebt noch eine weitere Kulisse vor, vielleicht werde ich diese nutzen, mal schaun!

2010 – Odessa – Sonnenaufgang im Hafen

Entweder früh aufstehen oder früh schlafen gehen. Ich entschied mich für letzteres um mir endlich einmal den Sonnenaufgang über dem Schwarzen Meer zu gönnen. Eine andere Kulisse wäre mir lieber gewesen…

[spoiler show=“weiterlesen“ hide=“kompakt“]Nachdem es noch sehr früh war als ich von Kiew heimkam, entschied ich mich noch einen kleinen Abstecher zum Hafen zu machen um mir endlich, den schon lange ersehnten Sonnenaufgang anzusehen.
Um 6:00 war ich dort und um ~6:30 war der erste Zipfel der Sonne zu sehen.
Ich experimentierte ein wenig herum, entschied mich zwischendurch doch mein Teleobjektiv zu nehmen und musste feststellen, dass es überhaupt nicht einfach ist einen Sonnenaufgang abzulichten…

Fragen über Fragen

Was soll noch drauf aufs Motiv? Gottseidank war ein Schiff und ein paar Wolken in der Nähe, sonst wäre das ganze wohl eine eher langweilige Angelegenheit geworden. Leider ist das Hafengebiet bei den interssanten Orten gesperrt, ich wurde auch von einem besseren Platz vertrieben, nachdem ich über ein Geländer geklettert war. Die ganze Sache ist eine kurze Angelegenheit, nach 3-4 Min ist sie über dem Meer gewesen.

Sollte ich es je wieder schaffen so früh aufzustehen oder spät schlafen zu gehen, möchte ich den Sonnenaufgang gerne bei den Bögen oder am Strand fotografieren.

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Naja hier meine ersten Versuche: