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ALEX.ANDER’S – running einmal anders

Wie der Namenzusatz (running Tapas) schon verrät gibt es hier kleine Häppchen am laufenden Band. Wer jedoch nur spanisches unter dem Begriff Tapas erwartet der täuscht sich. Im ALEX.ANDER’s werden nämlich kulinarische Gerichte aus dem Mittelmeerraum, Orient (?) und Österreich serviert.

Das Lokal, das vor nicht allzulanger Zeit noch taiwanesische Küche servierte, wurde ein wenig umgebaut und mit einem L förmigen Laufband ausgestattet. Rundherum scharen sich Sessel und Tische die Platz für mindestens 20 Leute bieten.
Kalte bis lauwarme Vorspeisen sowie Deserts umrunden stetig das Laufband. Hat man mit dem ersten Gang begonnen, gibt der Kellner ein Signal an die Küche um die Hauptspeisen zubereiten zu lassen. Sind diese fertig werden die verschiedenen Variationen an warmen „Tapas“ direkt an den Tisch geliefert. Die Kellner sind sehr freundlich und lassen es an nichts fehlen. Hin und wieder ein kleiner Schmäh lockert die Atmosphäre auf.

Die Auswahl an Vorspeisen ist sehr groß und beinhaltet mitunter diese schmackhaften Gerichte:

  • Karotten“salat“: weich zarter Karottengeschmack mit einem Zimt/Nelkenaroma.
  • scharfes Schwammerltatar: sehr gut aber für mich nicht ohne Brot
  • Mini Wraps, gefüllt mit frischen Gemüse und Serrano oder Thunfisch
  • Kichererbsen, gelbe Linsen,….

Ich denke wir haben bei unseren Besuchen nicht das volle Repertoire des Kochs gesehen und man kann sich sicher jedes Mal auf etwas Neues freuen. Generell scheinen die Zutaten hochwertig und frisch und ich finde, dass der Koch sein Handwerk sehr gut versteht.

Die Hauptspeisen waren abenfalls exzellent, wobei ich dieses Mal leider ein wenig Pech hatte und viele Meeresfrüchte/Fisch gereicht wurde. Ich habe alles gekostet und die Würzung für ausgezeichnet befunden, bin aber kein großer Fan von der Konistenz solcher Tierchen. 😉
Letztes Mal wurden wir unter anderem auch mit Fleischbällchen auf Spaghetti, Chorizo auf Reis, etc. verwöhnt. Also unterliegt es wohl der Lust und Laune des Kochs, was gerade die Küche verlässt. Ich bat den Kellner allerdings beim letzten Gang darum keine Meeresfrüchte/Fisch mehr zu servieren und wir bekamen Hühnerflügel auf Erdäpfelsalat. Somit kann man gewissen Rahmenbedingungen festlegen.

Bei den anschließenden Deserts gab es Zweierlei: Die unverschämt guten selbstgemachten wie

  • Crema Catalana (mit schöner brauner Karamelschicht)
  • Mousse au chocolat
  • Tiramisu (unglaublich gut!)

und andererseits die eher mäßigen Schnitten mit Cremefüllung aus der Packung. Auch der Erdäpfelsalat schien eher aus dem Metrokübel zu stammen, Geschmack und Konsistenz kamen mir bekannt vor . Ob der exzellenten anderen Speisen sehe ich allerdings gerne über diese Kleinigkeiten Hinweg. Ich denke manche Sachen rentieren sich einfach in diesen Mengen nicht so sehr…

Preislich ist es Abends schwer ein Urteil zu Fällen. Man hat einerseits die ausgezeichnete Küche, andererseits 20€ aber wiederum all-you-can-eat. Wenn man die Qualität bedenkt ist der Preis aber durchaus gerechtfertigt. Vor allem wenn man mit anderen günstigeren Pauschalpreisrestaurants vergleicht, die sicher nicht so frisch zubereiten.

Wer das Ganze für weniger ausprobieren möchte kann um den halben Preis (10€) zu Mittag seinen Gaumen hüpfen lassen. Die Homepage verkündet noch etwas von running Frühstück, dieses gilt es auch bald zu Testen 🙂

Alles in allem interessantes Konzept und ausgezeichnete Küche, daher von meiner Seite aus eine klare Empfehlung!

Mahlzeit!