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2018 1006 – Fotomarathon, Wien

Nach vier Jahren wieder mal eine Teilnahme beim Marathon. So einiges hat sich geändert! Einzelwettbewerb – nur Fotografieren ohne Accessoirs, Models,… genial! 12 statt 24 Fotos, angenehm! Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich durch eine Familienfeier nicht 100% bei der Sache war… Vielleicht nächstes Jahr wieder mit Leib und Seele dabei 😉 Leider haben sich nicht für alle Motive die richtigen Gelegenheiten geboten, z.B. hätte ich für Technik(verliebt) gerne ein klassisches Pärchen gehabt, dass nebeneinander sitzt und mit den Smartphones spielt. Auch Capture Tomorrow waren einige Ideen, wobei ich ein fliegendes Auto am besten gefunden hätte. Hier sind noch die Alternativbilder PS: Das Spiel des Lebens war einst mein Lieblingsspiel und ist deshalb gleich mit Heim gegangen…

Ein altes „Hobby“ – Zeichnen

Und wieder einmal (ich weiß schon garnicht mehr wieviele Pausen ich gemacht habe) hole ich meinen Blog aus der Versenkung. Was hat mich aufgehalten? Kein vernünftiger Computerarbeitsplatz und andere Hobbies, die wieder aufgeflammt sind. Doch seht selbst…

Zu meinem Geburtstag habe ich zwei Bücher über das Zeichnenlernen bekommen, eines möchte ich hier vorstellen. Wiederentdeckt hatte ich bzw. inspiriert wurde ich – wer sich erinnern kann – in St. Petersburg und versuchte mich einige Urlaube danach auch an weiteren Motiven. In letzter Zeit schlummerte dieses Bedürfnis bis ich anfing das erste Buch zu lesen. Eine spannende Einführung in das Sehen lernen mit einem laienhaften Einblick in die Psychologie. Bevor es losging musste man ein paar Dinge vorbereiten, mitunter ein Bild seiner Hand und ein Selbstporträt:

Zuerst wird man mit ein paar Übungen in den Kreativmodus des Hirns gelotst, wo sich das Zeitgefühl ausschaltet und man nicht mehr in Sprache sondern Formen denkt. Was mir interessanterweise keine Schwierigkeiten bereitet. Anschließend lernt man über mehrere Kapitel hinweg die Wahrnehmungsfertigkeiten Ränder und Konturen, Raumformen, Perspektiven/Winkel/Proportionen sowie Licht und Schatten wahrzunehmen/zu verfeinern. Währenddessen fertigt man auch einige Zeichnungen an, hier eine Auswahl:

Grundsätzlich sehr spannend war es ein Bild auf dem Kopf gestellt und somit proportional richtig abzuzeichnen, da es damit dem Hirn schwerer fällt auf die gewohnten einprogrammierten Muster zuzugreifen (aka Augenschlitze, Knollnase,…). Leider gab es auch einige Motive/Übungen, die mich immer wieder daran hinderten motiviert weiterzuarbeiten…

Nach Abschluss des Buches kommt nun die richtig große Aufgabe: die Übung! Leider funktioniert der Plan mit ein Bild pro Tag nicht ganz, dazu funken leider immer wieder ein paar andere Hobbies mit rein, auch wenn ich oft mein Zeichenzeug mit dabei habe. Jedoch habe ich seither schon zwei Blätter gefüllt:

Vor allem das Porträt (wenn auch von einem Foto abgezeichnet) finde ich gut gelungen und kann mich daran nicht sattsehen. Was das Buch allerdings kaum vermittelt sind Zeichentechniken, diese werden im Zweiten abgehandelt, ich bin auch schon dabei die ersten Lektionen (ja, hier gibt es kaum was zu lesen :)) durchzugehen. Man darf gespannt sein!

Künstlerische Betätigung

Über Sankt Petersburg schrieb ich folgendes (Beitrag):

Kunst
Ständig umgeben von Leuten die malten, zeichneten,… überkam es mich einmal und ich zückte im таврический сад (Taurischer Garten) meinen karierten Block und einen Kuli – nicht das ideale Equipment aber manchmal muss man nehmen was man hat. Hier konnte ich der künstlerischen Luft dann nicht mehr widerstehen und es war eine spannende und entspannende Sache. Vielleicht poste ich später was ich geschaffen habe…

Nun ist es endlich so weit!

Wie schon geschrieben habe ich mich mit einfachstem Equipment und ohne Vorkenntnisse ins Vergnügen gestürzt und mein erstes Bild produziert. Es ist ziemlich schwer mit nur einem Kuli bewaffnet Gras und Natur einzufangen, noch schwerer allerdings die Perspektive zu erwischen… (Zu meiner Verteidigung, das Foto entstand im Stehen und die Zeichnung im Sitzen, was bei meiner Größe doch ein Unterschied von mehr als einem Meter ist :D)

Auch in Lissabon…

und zwar als ich wieder einmal Urlaubsfrust hatte, überkam mich das Verlangen auch eine Erinnerung in anderer Form mitzunehmen. Zeichnen ist wirklich eine Entspannende Tätigkeit und selbst wenn das Resultat nicht so wird wie man es sich vorstellt, so kann man doch mal etwas anderes aus dem Urlaub mitnehmen.

In Barcelona war ich etwas ungeduldig ob der vielen Details…

und hab die Zeichnung dann abgebrochen, weil mir das Sitzfleisch ausgegangen ist…

Ein kleiner Vorgriff…

aus Istanbul. Die Moscheen dort haben mich sehr beeindruckt und die Blaue habe ich dann zur Erholung am letzten Tag (bei Gegenlicht) gezeichnet.

Soviel dazu, irgendwie wäre es nicht schlecht, wenn ich mal einen Zeichenkurs mache! Bzw. mich öfter mit dem Thema auseinandersetzen würde.

2012 01 – Sofia (Bulgarien)

Nicht nur wir machen Geburtstagsreisen… Ich hatte das Vergnügen meinen Vater mit seinen Freunden nach Sofia zu begleiten. Das Geburtstagskind ludt alle (und mein Vater mich) auf den Flug nach Sofia ein. Wir verbrachten dort ein eisiges Wochenende und nahmen das Wetter später nach Wien mit…

[spoiler]Mit Flyniki hoben wir von Schwechat ab. Das freundliche Personal sowie die gute Verpflegung erinnerten mich stark an meinen ersten Flug Richtung Odessa. Jung-dynamische Uniformen und ein Logo/Name, dessen Sinn sich mir nicht sofort erschloss geben ein stimmiges Bild ab. („Die Fliege Niki“ frei auf Deutsch übersetzt, da macht auch das Pictogramm Sinn…)  Die Verpflegung ließ keine Wünsche offen, uns wurden sogar 2x Getränke angeboten und die Ansage am Anfang übernahm Niki persönlich (wenn auch nur auf Deutsch ;)). Selten guter Service!

 Eine Wand voller „Stars“

Untergebracht waren wir im Hotel Jasmin, welches sich außerhalb des Stadtzentrums befindet dafür aber gut ausgestattet war. Laut der Autogrammwand weilten hier Action Stars wie: Bud Spencer, Wesley Snipes, Steven Seagal, Jean Claude Van Damme und noch ein paar andere. Sauber, üppiges Frühstück, einziges Manko, die Entfernung zum Stadtzentrum. Taxifahren ist aber auch nicht wirklich teuer, selbst wenn man in der Gegend herumkutschiert wird.

Ordentliche Gerichte

Wie erwartet relativ fettige und üppige Speisen. Am Geburtstagsabend haben wir ordentlich getafelt (im Essenszeit(?)), wobei die riesige Vorspeisenplatte eigentlich schon genug gewesen wäre. Nicht nur genug sondern ich fand sie auch 10x besser. Fleisch und Co. waren meist eher zäh/trocken, fett oder hatten einen seltsamen Geschmack. (Außerdem bin ich ja nicht wirklich ein Fleischtiger) Das frische selbstgebackene Brot hingegen war ein Traum! Die Vorspeise bestand aus sehr guten Aufstrichen, eingelegten Paprika und zwischendurch wurde eine köstliche überbackene Melanzani gereicht… Danach war ich schon im siebten Himmel, das können sie wirklich gut! (Nachher kostete ich mich natürlich trotzdem noch durch die diversen Fleischsorten, war aber wirklich nix für mich)

Eiskalte Ausflüge

Wirklich warm wars nicht, Minusgrade im zweistelligen Bereich und eine verschneite Stadt. Das was ich ihn Wien vermisst hatte (Schnee) gab es hier zu hauf (deshalb nahm ich gleich ein bisschen mit ;)). Wir erkundeten ein bisschen Sofia, was sich durch die Kälte natürlich eher zu einem kürzerem Vergnügen entwickelte. Einen Tag verbrachten wir zur Hälfte in einem gemieteten Kleinbus um ein berühmtes Kloster sowie einen „Technik-Geschichtssammler“ zu besuchen. Insgesamt ein gelungenes Wochenende, wenn auch (ungewohnt) eher gemütlicher.

Witze und Zankereien

Als „Fremdkörper“ konnte ich mich relativ gut in die Gruppe integrieren, wobei ich mehr soetwas wie ein stiller Beobachter war. So bekam ich aber auch relativ viel mit, wie mein Leben aussehen könnte, wenn ich circa doppelt so alt bin wie jetzt (ich weiß, dass ich hier schmeichle :D) Gruppendynamisch gibt es jedenfalls keinen Unterschied zu meinem üblichen Umfeld.
Ich bin leider ein schlechter Witzeerzähler, in der Gruppe waren allerdings zwei, die alles mögliche von inkorrekt bis witzig zum Besten gaben (hier ein paar Schmankerl):

  • Kommt ein Mann in den Himmel. Nach einiger Zeit hat er Hunger. Petrus gibt ihm ein Butterbrot. „Das ist alles?“ fragt der Mann. Petrus – „Was glaubst? Für zwei koch ich nicht“
  • Frau beim Frauenarzt: „Herr Doktor, ich habe einen Knoten in der Brust“
    Arzt: „Wer macht denn sowas?“
  • Triple A – Ausbildung, Abschluss, AMS
  • Was habt ihr gegen Beamten? Die tun doch nichts.
  • Was sollen die Frauen hinterm Herd? Da haben sie doch keinen Platz.

Komfort und Heimreise

Auch wenn die Bedienung nicht immer zuvorkommend war (wir durften z.B. einen Sessel aus einen anderen Raum selber rübertragen, egal aber bei uns eher selten der Fall) so gab es fast überall gratis W-LAN und ich fühlte mich, nicht so wie in Prag, dass man aufpassen muss, dass sie einem übers Ohr hauen wollen…
Der Heimflug verzögerte sich eine halbe Ewigkeit und so verbrachten wir Stunden am Flughafen. Das ist echt langweilig, vor allem wenn man nicht weiß, wann der Flieger nachhause geht…

[/spoiler]

2011 Odessa – Abschließende Worte

Die abschließenden Worte für meinen Besuch 2010 sind irgendwie nie vollendet worden bzw. an die Öffentlichkeit gelangt, diesmal schaffe ich es aber 😉 Da es vielleicht das letzte Mal sein wird, dass ich so lange in Odessa bin möchte ich einige Worte verlieren…

Spitze der Lernkurve… überschritten…

Nach einem schlechten Start in die Woche, ich hatte am Montag einfach schon die Nase voll von Russisch. Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen und genieße den letzten Abend. Wenn man ~3h pro Tag, 5 Mal die Woche Einzelunterricht hat und dann die ganze Zeit auch nur von Russisch umgeben ist, ist irgendwann keine Energie mehr da. Gut für den Lernerfolg aber es geht auch sehr an die Substanz!

Gefährliche Wahrheit

Ich hatte vor ein paar kulinarische Tipps abzugeben, und ich entschied mich deshalb ein Opfer zu bringen 😀 und mir ein ordentliches Mittagessen in einem traditionellen ukrainischen Restaurant zu gönnen. (Eine schlechte Idee, da das Abendessen nicht weit entfernt ist) Wieder einmal ist bewiesen, dass Liebe durch den Magen geht (bzw. ausgezeichnetes Essen hilft meine Laune erheblich zu verbessern). Ich war danach sehr fröhlich und entschied mich eine Stunde lang spazieren zu gehen um zumindest einen Teil meines viel zu vollen Magens zu verarbeiten…

Aufnahmestopp – Hirnblockade und Goldener Müll

Es ist ein Phänomen, dass ich bis jetzt jedes Mal erlebt habe: Nach zweieinhalb Wochen ist die Spitze der Lernkurve erreicht und das Hirn beginnt einen Riegel vorzuschieben. In der vierten Woche ist es dann ganz vorbei. Teilweise ist meine Fähigkeit russisch zu reden dann auch schlechter als am Anfang meines Besuches.
Das hat auch meine Lehrerin gemerkt und wir haben beschlossen einen Gang zurückzuschalten. Am Donnerstag haben wir den Skulpturengarten besucht, was ganz nett war, da ein paar geschichtlich interessante Inhalte dabei waren. Z.B., dass die erste Jeans aus Odessa stammt. Viel interessanter allerdings war die Ausstellung vom „goldenen Mist Odessas“. Heißt soviel wie altes Zeug das man nicht mehr braucht aber trotzdem aufgehoben hat (Geld, Nähmaschinen, Radio, Grammophone,…). Danach, bei einer Torte, noch kurz Unterricht gehabt.

Großes Danke an den Wettergott!

Aufgrund des schönen Wetters bin ich gleich anschließend zum Strand aufgebrochen. Nach einer Stunde zog ein Unwetter herauf und ich bin durch den Regen nach Hause spaziert. Perfekt gerüstet in Badehose und -schlapfen sowie Kapperl. Allerdings auch sehr gefährlich, da der nasse Schmutz/Sand auf der Straße rutschig ist bzw meine durchgelatschten Schlapfen bei kleinsten Lacken schon Aquaplanning verursachten…

Über das Wetter kann ich mich in diesem Jahr allerdings überhaupt nicht beschweren. So ein traumhaftes sonniges warmes Klima gab es schon lange nicht mehr (wie auch hier wohnende berichten). So freue ich mich sehr, dass die 2 Pullis, die ich mit habe nicht zum Einsatz kamen. Durch angenehme Klima war es auch nicht so schlimm, dass ich keine neuen Freundschaften geschlossen habe, denn ich konnte mich am Strand entspannen und musste kein schlechtes Wetter überbrücken… Und Actionurlaube hatte ich dieses Jahr sowieso schon einige 😉

Ungünstige Gewohnheiten

Ich wurde wie jedes Mal exzellent versorgt, habe diesmal allerdings fast jeden Tag auch eine Torte zu meinem Internet genossen oder einfach so als Mittagessen zu mir genommen. Ich hoffe ich werde diese Gewohnheit wieder los! (In der Nähe meine Arbeit ist eine Aida!)

Wie sehen die Zukunftspläne aus?

In der Ukraine gibt es ein paar Orte die mich noch interessieren würden, außerdem vermissen mich ein paar Leute hier ;):

  • Lwow
  • Kiew (der eine Tag letztes Jahr war etwas wenig, vielleicht dort 1-2 Wochen auch einen Russischkurs besuchen)
  • Uman (Ein Wunderschöner Park zwischen Kiew und Odessa, Gastmutter und Sohn waren gestern auf einer Schulexkursion dort und sie wollte anfangs nicht, kam allerdings schwer begeistert zurück! September ist eine ideale Zeit)
  • Krim, Jalta, Sewastopol erkunden als Abenteuer/Erholungsurlaub

Neue Ufer?

Vielleicht breche ich aber auch endlich auf zu neuen Ufern. Mein Russischlevel ist mittlerweile (und das muss ich sogar selbst in meiner Bescheidenheit zugeben) relativ hoch und ich würde gerne einmal in das Ursprungsland meines Hobbys reisen. Moskau, St. Petersburg anschaun, vielleicht auch ein wenig Sibieren erkunden. Die Transsibirische Eisenbahn ist auch eine Verlockung (bei der ich sicher schon mindestens einen Mitreisenden hätte…).

Jetzt ist es doch etwas mehr als ein Schlusswort geworden :D, dafür gibt es Bilder!