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2011 Odessa – Halbzeit mit Feuerwerk

 Und wieder einmal heißt es „Alles Gute zum Geburtstag, Odessa!“, diesmal der 217. Der neue Bürgermeister ist ein wenig als Sparmeister verschrien jedoch habe ich (und die hiesige Bevölkerung) schon lange nicht mehr so ein episches Feuerwerk gesehen!

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Täglich grüßt das Murmeltier

Nachdem mein Dad abgerauscht ist hat sich eine gewisse Regelmäßigkeit eingestellt, also quasi normales Leben: Schule, entspannen, Abendessen, vielleicht noch kurz spazieren oder ins Internet und danach früh schlafen gehen. Bis auf kleine Ausreißer wie einmal am Nachmittag Schule, was meine Lehrerin und ich überhaupt nicht können, verlief alles relativ unspektakulär. Ein paar Ärgernissen zum Trotz (öfters werde ich mitten in der Nacht oder früh morgens von lauten Bellen geweckt) habe ich eine sehr entspannte Woche hinter mir. Durch fehlende Gesellschaft (Ich vermisse die alte Abenteuergruppe aus dem ersten Jahr sehr) bin ich langsam überentspannt :D, das Publikum der Schule hat sich stark geändert und ich bin leider (Gottseidank) wählerisch was neue Bekanntschaften angeht. Interessant wäre natürlich auch jemanden aus Odessa zu kennen…

1. Schultag und Stadtfeiertag

Wie jedes Jahr habe ich das Vergnügen die herausgeputzten Schulkinder und Studierenden am Beginn ihres neuen Lernjahres zu beobachten. Vor den Schulen bilden sich riesige Trauben und die LehrerInnen werden von Blumen überhäuft (was deren Preis an diesem Tag natürlich astronomisch erhöht und an jeder Ecke Blumenstandln aus dem Boden schießen lässt). Tags drauf die wohlbekannten Aufbauarbeiten für die Konzerte am Geburtstag Odessas. Nach der Schule bin ich gleich aufgebrochen und habe den diesjährigen Fotografierspot genauestens unter die Lupe genommen…

Feuerwerk

Die Stimmung am Morgen war etwas getrübt, da das Wetter auf Wolkig (und am Abend sogar Regen) umgeschlagen hatte. Das Feuerwerk sollte um 22:00 stattfinden und da ich die Menschenmassen umgehen wollte, entschied ich mich zeitgerecht wegzugehen und zielstrebig meinen gewünschten Ort zu erreichen. Der Spot war riskant aber meiner Meinung nach einer der besten den man wählen konnte. Ich hatte sogar die Zeit für einen Positionswechsel gestoppt sowie ein paar Notfallpläne aufgestellt. Doch alle Befürchtungen haben sich als unnötig erwiesen, der Hafen war menschenleer, ich hatte Ruhe und alle Zeit der Welt. Mit dem Fernauslöser musste ich mir diesmal auch sogut wie garkeine Gedanken machen und bekamm sogar das ganze Feuerwerk mit eigenen Augen mit. Denn einmal am Stativ eingerichtet musste ich nur immer wieder den Auslöser drücken und vielleicht hin und wieder Adjustierungen vornehmen.

Betrübliches zum Schluss

Als ich heimkam und ein Backup meiner Fotos machen wollte musste ich mit entsetzen feststellen, dass die Mini-USB-Buchse meiner externen Festplatte abgerissen war (diese fiel in der Nacht vom Tisch und das Kabel war noch angeschlossen). Wenigstens ist sie sauber ausgerissen, was die Reparatur vereinfachen sollte.
Weiters fällt mir dieses Jahr stark auf, dass meine Lehrerin meine Phonetik und Intonation oft korrigiert, was mich irgendwie in dem Anschein haben lässt, dass ich vieles falsch angelernt habe. Außerdem fehlt es mir stark an Ausdruck. SmallTalk geht leicht von der Hand und fühlt sich gut an! Wenns dann allerdings etwas ans Eingemachte geht ziehen sich die Sätze mit vielen Pausen in die Länge. Dafür hat sich mein Hörverständnis vervielfacht, ich habe bisher nie soviel und vor allem so schnell gesprochenes verstanden! Ich schätze das habe ich meinem letzten Semester zu verdanken!

Iiiihhh Algen!

Zu guter Letzt will ich noch die Algensituation bemängeln, man glaubt fast man geht durch eine Blattsinatsuppe 😀 Wenigstens ist mein Lieblingsstrand davon größtenteils verschont geblieben. Meine Gastmutter hat gemeint sowas hat sie in ihrem Leben auch noch nie gesehen…
Ich bin auf jeden Fall sehr froh so tolles Wetter zu haben! Der erste Regen nach 16 Tagen! Ich habe nach der Schlechtwetterphase in Wien schon fast befürchtet, dass ich keinen Sommer mehr erleben werde! Danke Odessa!!!

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2010 – Odessa – День города – Feuerwerk

Stativ – check
Kamera – check
Weitwinkelobjektiv – check
Feuerwerk – hmm wann war das nochmal?

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Um 19:15 traf ich mich mit ein paar Schweizern um mir das Spektakel des Stadtfeiertages zu geben. Bis 22:15 verharrten wir in der Menschenmenge und lauschten der teilweise recht langweiligen Musik. Besonders „beeindruckend“ war ein Sänger mit vielen kreischenden Groopies. Gekleidet in Unterhemd und Karottenhose, ein bisschen auf Tokio-Hotel-Emo Style und einen wirklich lächerlichem Tanzstil… Sein Gesang passte irgendwie nicht zu seiner „Hintergrundmusik“…

Im letzten Moment

Als dann noch immer keine Rakete in die Luft stieg, beschlossen wir uns heimwärts vorzukämpfen, wo sich meine Begleitung dann entschied mich zu verlassen.
Um 22:35 war es dann endlich soweit, genau in dem Moment als ich mein Stativ aufgebaut und die Kamera montiert hatte, schossen die ersten Knallkörper in die Luft. Ich musste schnell reagieren und noch die Belichtung usw. einstellen, da ich von letztem Jahr wusste, dass es nicht allzulange dauern würde.

Fotografieren – oder – etwas mitbekommen

Leider, wie sooft beim Fotografieren, habe ich nicht allzuviel vom Feuerwerk mitbekommen (auf russisch übrigens auch Feuerwerk = фейерверк). Alles in Allem hat es 6-7 min gedauert, also war im Endeffekt doch relativ viel Zeit. Leider stand ich ungünstig und habe nicht wie zuerst geplant den Fernauslöser verwendet sondern fixe Belichtungszeiten. Trotzdem bin ich mit meinem ersten Feuerwerk sehr zufrieden. Wenn es auch ein Thema ist, wo man sicher noch einiges besser machen kann…

Nach dem letzten Knall stürmten alle Leute heim, es war nicht wirklich warm und der Wind pfiff immer wieder durch die Menschenmengen. Außerdem ist heute kein Feiertag und Uni, Schule sowie Arbeit…

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