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2011 – Odessa – Die erste Woche

Und wieder einmal schöne Grüße aus Odessa! Diesmal leider etwas später als vorgesehen aber es ging einfach nicht eher. In der ersten Woche hat mich mein Vater begleitet und ich durfte Reiseführer sowie Übersetzer spielen. Nach einigen Gewaltmärschen gönnten wir uns Erhohlung am Strand…

[spoiler]Unsere Anreise war relativ angenehm und ich hab mich in der ersten Maschine (Propellerflugzeug) gleich um ~20 Jahre zurückversetzt gefühlt, da mich die grünen Sitzbezüge an meine Griechenlandbesuche in meiner Kindheit erinnerten. LOT (die polnische Fluglinie) konnte auch überzeugen, da sie trotz dessen, dass ich geschlafen habe, das Tischchen runtergeklappt und mir Essen hingestellt haben.

Odessa ist anders

Bei der Einreise hat mich gleich einmal verblüfft: Man braucht keine Immigrationcard mehr ausfüllen! Was weniger neu war: die ewig langen Schlangen. Wo einem mulmig wurde, dass jemand andere den Koffer wegnimmt. Doch auch dieses Problem war geregelt, denn die Identifikationsschleifen wurden überprüft!

So schlecht es letztes Mal begann…

So gut war diesmal der Start und es ist schön wieder „daheim“ zu sein. Eigentlich hatte ich mir schon gedacht: alle guten Dinge sind drei, vielleicht überdenke ich das noch einmal und schau nächstes Jahr wieder rein!
Jedenfalls kamen wir gemütlich Freitag Mittag an und ich konnte meinem Vater bis Sonntagabend einen groben Überblick verschaffen. Den er dann während ich in der Schule war verfeinert hat.

Lieber wechseln als abheben

Da ich es diesmal wissen wollte hob ich mit meiner Bankomatkarte Hrywna ab und verglich via e-Banking den Kurs. Das Ergebnis: es ist besser in eine der unzähligen Wechselstuben gehen und unsere schöne harte Währung dort zu tauschen, denn davon hat man länger was 😀 Ich werde es noch bei einer anderen Bank als Raiffeisen probieren und diese Aussage falls nötig revidieren.

Sprachlich hat sich einiges getan

Obwohl ich ja hierher komme um meine Russischkenntnisse ordentlich anzuheben, war ich dieses Mal äußerst überrascht wie gut ich zurecht komme. Sogar mit dem schnellgesprochenen Russisch meiner Gastmutter hatte ich kaum Probleme! Natürlich fehlen mir immer noch unzählige Vokabel, im russischen gibt es allerdings soviele davon, dass man fast nicht weiß wo man anfangen soll.

Angenehmer Sommer

Ich kann mich noch an Leute (in Wien) erinnern die meinten, dass der Sommer vorbei sei! Bin ich froh, dass ich hier war als die Hitzewelle über Wien hereinbrach… Jedenfalls ist das Klima hier sehr angenehm (23-30°, leichte Brise bis windig, wolkenlos) und am Abend kühlt es ab.
Ich habe das Frischegefühl auf meinem Schulweg schon wieder fast vergessen gehabt, wenn einem  die morgendliche Sonne entgegenscheint und aufwärmt! Dennoch hat es mich in der ersten Woche sehr viel Überwindung gekostet aufzustehen.(Wenn ich auch immer von ‚angenehmen‘ Baustellenlärm am Morgen begrüßt wurde) Wenigstens gab es keine Hausübung (die bestand aus Vater-Betreuung) und nur mittlere Flamme im Unterricht.

Was gibt es neues?

Gratis WLAN scheint ein wenig vom Gas gegangen zu sein, es gibt allerdings teilweise in den Cafes/Restaurants immer noch freien Zugang!
Man glaubt es kaum aber auch hier gehen manche Baustellen zu Ende oder man sieht Fortschritte. Die Kathedrale ist fertig und richtig hübsch geworden, hell, weiß, geräumig und kitschig im Inneren aber allemal sehenswert! Das Stadion im Shevtschenkopark sieht nun nicht mehr aus wie eine planierte Fläche sondern steht schon zur Hälfte!
Generell scheint es als hätte die Anzahl der Straßenhunde ab-, dafür allerdings die der streunenden Katzen zugenommen.
Das schwarze Meer enttäuscht durch das algige Wasser etwas, dafür hat allerdings die Infrastruktur der Strände ordentlich zugenommen. Rettungsschwimmer, sauberere Toiletten (gegen Entgeld),… Was noch fehlt wären Duschen mit Süßwasser!
Sehr positiv fällt auch die bessere Luft auf, da ein Großteil der stinkenden umweltverpestenden alten Autos nicht mehr fahren darf, was sich vor allem in weniger Kopfweh äußert.
In der Damenwelt, so scheint es, ist das Motto „je höher desto besser“ auch nicht mehr so in wie früher, nun muss ich mich nicht mehr fragen wie man mit 15cm Stöckeln auf diesem harten Pflaster gehen kann ohne umzuknicken, sondern sehe sichere Schritte in Balerinas und Sandalen (und nur mehr halb soviele hohe Absätze).

Unsere Ausflüge:

PS: In meinem nächsten Sommerurlaub nehme ich nurmehr Badeschlapfen mit, da die Sandalen eigentlich nur zu Hause herumkugeln und die Füße so oder so schwarz werden 😉 Außerdem sollte ich meine Zahnbürste nicht daheim liegen lassen.

PPS: Diesmal gibt es auch einige Fotos von mir, um den LeserInnen gerecht zu werden, die gemeint haben, dass meine Urlaubsfotos zu sehr versuchen National Geographics Stil zu haben… 😉

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