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2012 0105 – Eindrücke von diversen Spaziergängen

Die Fotos aus 2011 sind durch, weiter geht es mit ein paar Schnappschüssen aus dem ersten halben Jahr 2012. Es werden leider immer weniger dezidierte Foto-Ausflüge, dafür ist die Anzahl der (Kurz-)Urlaube in Ordnung! Trotzdem würde ich gerne wieder mehr raus, dafür fehlt aber oft entweder die Zeit oder die Lust. (Außerdem Laufe ich grad lieber ;))

Zu sehen gibts hier:

  • Naturpark Sparbach – Leider nicht ganz so toll wie erwartet aber ein netter Spaziergang
  • Donauinsel
  • weitere Eindrücke aus Wien
  • und ein leckeres Bild, bei dem mir einfach das Wasser im Mund zusammenläuft.

Ende der Skisaison 2011/12

Erstmals seit vielen Jahren war das Wetter (zumindest im Februar) wieder pistenfreundlicher. Dieses Mal hatte ich auf alle Fälle sehr viel Spaß und hoffe natürlich, dass es nächstes Jahr auch wieder super wird. Als kleine Abrundung habe ich hier meine Gedanken über Gruppendynamik verfasst, die vielleicht interessant sind und zeigen, dass es nicht nur im eigenen Freundeskreis so zugeht…

[spoiler]Familienurlaub mit Skistunde

Diesen Februar hatte ich das Vergnügen nach unzähligen Jahren endlich mal wieder giffige und ideale Pisten zu Fahren. Bei Temperaturen um die -15 Grad kein Wunder – deshalb musste ich zwischendurch Aufwärmbesuche in der Skihütte machen, die sonst wegfallen. Allerdings waren meine Zehen teilweise schon schmerzhaft kalt und so gings nicht anders. Am vorletzten Tag, beschloss ich mir eine Stunde mit Skilehrer zu gönnen und diese hat sich wirklich ausgezahlt. Ich wurde in die Technik des Carving eingewiesen und meine Haltung sowie Schwungtechnik für das normale Fahren berichtigt. Leider ist noch nicht alles in Fleisch und Blut übergegangen aber das Fahren macht dadurch wieder doppelt soviel Spaß!

Kondition und Skipartner

Nun ist auch die zweite Skiwoche (seit diesem Samstag) um – 17 Leute in einer Selbstversorgungs-Hütte gleich neben der Piste. Wieso sitze ich fast täglich schon um 12:00 in der Küche? Einerseits bin ich mit meiner Ausdauer schon relativ am Ende denn Eis, das sich mit Sulz abwechselt sind nicht nur optimale Bedingungen um sich zu verletzen sondern auch kräfteraubend. Weiters kommt hinzu, dass es immer gefährlicher wird, je mehr Leute auf der Piste fahren. So gab es bis Donnerstag keine nennenswerten Ereignisse, erst in der Früh hätte es mich zweimal knapp hintereinander fast erwischt. Ob unvorsichtig oder einfach rücksichtslos – jedenfalls wurde ich auf einer schwarzen Piste und sofort darauf knapp neben dem Abgrund ordentlich geschnitten, so dass ich danach erst einmal 2 min verschnaufen musste um das Herzklopfen loszuwerden.

Am Familienurlaub nehme ich normalerweise immer nur Vormittagskarten – in so einem großen Schigebiet wie Saalbach kann dies aber unter Umständen etwas gefährlich sein, vor allem wenn man um 12:30 auf der anderen Seite des Tals ist und die Karte abgelaufen ist. Daher habe ich eine 5 aus 7 Wahlkarte genommen, da ich weiß, dass ich sicher einen Tag blau machen würde. Im Nachhinein, wären bis auf den ersten Tag Vormittagskarten ausreichend gewesen, da wir immer schon um 11:30 die Piste verließen. Wer ist wir?
Ich bin ein Schön-Pisten-Fahrer und bin mit jemanden unterwegs gewesen, der genauso wie ich so fährt bis es keinen Spaß macht, bzw. sich Kondition und Beschwerden einmischen. (Er hat Knieprobleme) So sind wir zwar weniger gefahren aber hatten trotzdem viel Spaß und erhohlsame Nachmittage in der Sonne.

Logistik und Versorgung

Siebzehn Leute ist keine kleine Zahl und es ist nicht unbedingt leicht alle Wünsche zu erfüllen und es allen Recht zu machen. Als „Mitglied“ im Versorgungsteam denke ich trotzdem, dass wir einen ganz guten Job machen. Frühstück und Abendessen sowie Naschereien für zwischendurch werden von uns auf Gruppenkassa besorgt. Einkaufen gegangen und Gekocht wird nach dem Skifahren – meist 3 Kg Fleisch (Faschiertes im Chili, Gulaschfleisch, …) und haufenweise Beilagen (4 Kg Erdäpfel zu 4 Kg Spinat) stehen am Abend auf dem Speiseplan und bis jetzt musste niemand wirklich Hunger leiden. Zur Not hält der Striezel mit Nutella her.

Mensch und Gruppe

Ein großes Problem in einer Gruppe dieser Größe ist leider die menschliche Natur. Man redet gerne bzw. richtet gerne hinter dem Rücken anderer aus. Bei uns gibts leider nicht nur Lästereien sondern teilweise wirklich boshaft und ungute Hinterrücksgschichtln. Zumindest ist die typisch österreichische oberflächliche Harmonie im Vordergrund gewahrt und alle spielen fröhlich „Heile Welt“, was eigentlich im Großen und Ganzen ein gutes GruppenKlima ergibt. Es ist schade, dass man nicht ohne Lästern, Gemecker und Hass nebeneinander Wohnen kann. Vor allem entzieht sich mir nicht selten der kausale Grund für derartige Verhaltensweisen.

Immer wieder beobachte ich – nicht nur in unserer Gruppe sondern auch in Gruppen, in denen ich Gast bin – gewisse Muster. Es gibt Alpha-Tiere (nicht nur ein oder zwei sondern gleich eine Hand voll) die am liebsten haben, dass vieles nach ihrer Pfeife tanzt. Leute die relativ gemütlich sind und widerstandsfrei mit vielen Dingen zufrieden sind oder sie einfach über sich ergehen lassen. Nörgler, die an allem etwas auszusetzen haben und, zumindest von dem was sie von sich geben, nie zufrieden sind…

Arbeitsteilung und Streitereien

In etwa die Hälfte der Leute ist fleißig, viele stehen immer mit einer Hand zur Seite und bieten stets ihre Hilfe an. Ein krasses Gegenstück sind Verwöhnte, die sich alles vorsetzen lassen und nix dafür tun wollen, bzw. erkannt haben, dass es auch ohne ihre Hilfe funktioniert. Meist ist es dann zu mühsam den Leuten nachzurennen um ihnen Arbeit aufzuhalsen und so kommen sie, völlig ohne schlechtes Gewissen, davon. Ansich stört mich das ja nicht wirklich, nur die Tatsache, dass es in einer Gruppe von (mehr oder weniger) Freunden nicht Fair ist natürlich im Hinterkopf vorhanden.

Streitereien sind bei uns Gottseidank relativ selten, passiert es dennoch, so haben wir immer jemanden, der versucht alle zu versöhnen und die Harmonie wieder herzustellen. Diese Gleichgewichtskraft will es natürlich allen recht machen was leider nicht wirklich so ohneweiters möglich ist. Hin und wieder laufen Schlichtungsversuche auch schief, in dem die Person, die gerade beleidigt, böse,… ist mit falschen Methoden beruhigt werden soll, die die Situation nur schlimmer machen.

Nicht nur Skilehrer und Lehrerinnen können helfen

Leider jedes mal erst gegen Ende des Urlaubs gewinne ich neue Erkentnisse, die mir helfen meine Skitechnik zu verbessern. So haben wir eine sehr gute Skifahrerin, die mir einiges, dass mir der Skilehrer im Februar im Eiltempo gesagt hatte, wieder ins Gedächtnis gerufen hat. Mein größtes Problem ist der Schwerpunkt, der bei mir leider immer wieder nach hinten rutscht. Weiters habe ich mir eine bergoffene Haltung antrainiert (allerdings mit der normalen Skistellung), die ich gerade mit großer Mühe versuche wegzutrainieren. Jetzt muss ich allerdings wieder ein Jahr warten und hoffe es nicht zu vergessen! Die quasi-statische Oberkörperhaltung und nur Bewegungen mit den Füßen/Hintern und auch mein Versuch wieder Stecken zu verwenden haben sicher stark an meiner Kondition gezehrt. Jedoch macht es gleich viel mehr Spaß, wenn das Fahren besser funktioniert!

Alles in allem bin ich mit der Skisaison mehr als zufrieden (ich war dieses Jahr nicht krankheitshalber außer gefecht) und hatte jede Menge Spaß! Einzig meine Skischuhe trüben die Stimmung etwas, da sie unbequem sind und außerdem undicht sind. Vielleicht lasse ich mir demnächst mal welche maßschneidern.[/spoiler]

2011 0807 – Kickboxen am Heldenplatz

A. hatte den Wunsch ein paar Kickbox-Fotos von sich zu machen um vielleicht eine Vorlage für ein neues Tattoo zu generieren. Natürlich nutzte ich diese Gelegenheit gerne um meine Erfahrungen mit Portraits und Sportfotos zu bereichern. So machten wir uns an einem Sonntag Vormittag auf zum Heldenplatz (wieder Mal ;)). Leider war das Wetter sehr wechselhaft und hauptsächlich bewölkt, dafür aber der Platz angenehm leer…

Bemerkenswerte Resistenz gegen neugierige Blicke und ständige Bewegung machten dieses Shooting aus. Wie auch schon beim letzten Mal konnte der  selbstgebastelte Reflektor nicht überzeugen und die Wolkensuppe minderte den Kontrast erheblich. Später kam gottseidank die Sonne durch und damit waren auch sattere Fotos möglich. Nach einer halben Stunde und über 200 Fotos war der Spaß auch schon wieder vorbei, denn durch die einseitige Belastung (sie konnte mit einem Fuss einfach höher kicken) war die Bewegung sehr ermüdend.

Das Durchschauen der Bilder war relativ monoton, unzählige High-Kicks in allen Variationen mit unterschiedlichen Hintergründen. Hier hätte ich wohl einen besseren Ort wählen müssen, für ein nachgezeichnetes Tattoo sollte das allerdings ausreichend sein…

2011 08 – Amsterdam und Den Haag

Amsterdam, die zweite Runde. Diesmal wollten wir es allerdings im Sommer erleben. Leider ließ uns das Wetter anfangs im Stich und wurde erst bei unserem Besuch in Den Haag besser…

[spoiler]
Wir flogen mit Lufthansa, wurden gut verpflegt und hatten eine angenehme Reise. Bei einer Zwischenlandung in Frankfurt konnten wir die beeindruckende Größe des Flughafens bestaunen (bzw. durchwandern).
Wir kamen relativ spät in Amsterdam an, wurden aber gottseidank vom Hotel erwartet. Das war allerdings auch schon das einzig wirkliche Service, dass das Hotel (Princess) bot. Es machte eher den Eindruck eines Hostels mit Hotelpreisen, Dusche und WC am Gang, Stockbetten,… Und trotz sehr früher Reservierung haben sie es nicht geschafft uns vier in ein Zimmer zu stecken und auch später bekamen sie es nicht auf die Reihe… Von der Lautstärke durch die Straßenbahn fange ich erst garnicht an. Aber ok, wir waren ja quasi nur zum Schlafen dort… Besser war es auf alle Fälle letztes Mal in Jordans Shelter.

Sommer, doch das Wetter spielte nicht ganz mit…

Feiner Nieselregen (von allen Seiten) verfolgte uns einige Zeit und erst Abends lockerte es auf. Gegen acht Uhr konnten wir endlich vereinzelte Sonnenstrahlen erblicken! Aber all das war nichts mehr als ein Fünkchen Hoffnung auf ein besseres Morgen…
Welches wir gottseidank auch am nächsten Nachmittag in Den Haag bekamen!
Die Stadt ist jedenfalls nach meinem Geschmack. Ich weiß nicht ob es nur am besseren Wetter lag aber kaum den Bahnhof verlassen habe ich mich wohl gefühlt. Großzügig, interessante moderne Glasbauten neben den typischen alten Häusern, all das ließ mein Herz höher schlagen. Nette Cafés auf freundlichen Plätzen…
Irgendwie ist Amsterdam nicht so meine Stadt 😀

Kulinarische Reise

Letztes Mal etwas zu kurz gekommen, diesmal zum Hauptbestandteil geworden… Ich informierte mich vorab, bekam Tipps von einem Kollegen sowie einer Bekanntschaft aus dem Flugzeug, was man denn so kulinarisches probieren sollte. Es war nicht sehr leicht die traditionelle Küche zu finden aber nach einigen ‚Kilometern‘ konnten wir uns ein wenig durchkosten:

  • Erwtensoep (~ Erbsensuppe): viel Gemüse, Linsen, Erbsen und Wurst. Geschmacklich ein bisschen wie serbische Bohnensuppe. War ganz interessant aber nicht sooo außergewöhnlich (gut)
  • Hutspot eine Art Püree mit Gemüse, war etwas säuerlich aber in Ordnung
  • Hache (Haschee): erweckte Kindheitserinnerungen an Bierfleisch, serviert mit sehr gutem Rotkraut.
  • Appeltaart: ein Traum eines Apfelkuchens, ein Geheimtipp aus unserem Reiseführer und scheinbar ein Szenetreff: Das Lokal
    Sehr lecker! Äpfel, Murbteig dazu süßes gutes Schlagobers. Unser kulinarischer Höhepunkt!
  • FEBO: Fast Food, frisch aus dem Automaten. Anfangs sehr gut nur hing es mir bald zum Hals heraus. Spezialität: Frikandel, Crokett (besser)
    Schade, dass wir uns beim letzten Mal nicht getraut haben…
  • Chipsy King: Wirklich bemerkenswerte Pommes! Dazu verschiedenste Variationen an Saucen. Satésaus (Erdnusssauce) ist auch eine Spezialität, die man unbedingt mal probiert haben sollte.
    Es gibt einige Pommes Buden aber Chipsy King ist wirklich der König der frittierten Erdäpfel. Sie sind so unvergleichbar gut, dass man sie dauernd essen kann!
  • Waffeln (‚Metropolitan Deli‘ (135 Warmoesstraat) hat die teuersten aber auch besten) gibt es kalt mit Schoko-, Vanilleglasur,… oder warm mit Eiscreme… Sie sind eine große und vor allem süße Verlockung und jeden Cent wert!

Was gab es sonst noch so?

Im Irish pub ‚Aran‘ (Max Euweplein, vis-á-vis vom Casino) hatten wir exzellente Burger, an manchen Stellen leicht geschwärzt vom Grillgitter aber das ergab einen extravaganten Geschmack.  Leider etwas teuer (13€) aber wirklich gut.
Shoarma war auch ein Tipp den ich bekam. Wie ich vermutete Kebab/Gyros oder wie auch immer ;). Da wo ich es probierte war es nicht besonders und ich denke eine wirkliche Neuerung zu seinen Pendants aus Griechenland oder der Türkei ist es auch nicht.
In Den Haag hatte ich ein pikantes Hühnergeschnetzeltes (Broodje hete kip) in einem Baguette. ‚Belegte Brote‘ sind, so habe ich gehört das täglich Brot der Einheimischen. Als Nachspeise Minipfannküchlein mit Erdbeeren, was soll ich noch mehr sagen?

Vieles war anders, einiges nicht so gut und trotzdem hat es Spaß gemacht! Abschließend möchte ich noch empfehlen sich eine Fußmassage zu gönnen (20€ für eine halbe Stunde) es ist wirklich angenehm, vor allem nach einem langen Tag voller Spaziergänge.
Und wer erst am Abend wieder zurückfliegt und nicht weiß wohin mit dem Gepäck, am Bahnhof gibt es ein 24h Schließfach für 5€…
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2011 Odessa – In Gedanken schweifen…

So lobe ich mir den Samstag, 10:00 aufstehen, Frühstück danach ein paar Gedanken niederschreiben und um 12 eine Torte in der Sonne genießen. Es ist mittlerweile relativ frisch also nutze ich den Tag und mache ein paar Besorgungen und begebe mich anschließend wieder einmal in den Hafen (so wie die letzten Tage auch)…

[spoiler]

„Hurra“, „hurra“ der Herbst ist da. In der Sonne ist es angenehm warm, im Schatten allerdings etwas kalt und vor allem die Wolken sorgen für etwas zu kühle Frische. Seit gestern ist der Herbst in der Stadt. Leider. Denn eigentlich habe ich mich schon sehr an den Sommer gewöhnt 🙂 (den ich in Wien etwas vermisst hatte)
Der lärmende Hund ist Weg dafür ist jetzt ein ganzes Rudel da! Der neueste Schrei ist aber der von jungen Vögeln aus einem Nest in der Nähe meines Fensters… Jipiee alle paar Stunden Vogelgekreische!!! Die Hauskatze sitzt schon erwartungsvoll am Fensterbrett. 🙂

Der Zauber der See

Die frische Brise im Gesicht und der Geruch von Meerwasser in der Nase hat eine gewisse magische Wirkung auf mich. Ohne Langeweile kann ich lange und gedankenverloren das Meer beobachten… Sei es am Strand im Sand, auf einem Felsen, im Bogen der alten *hier Volksgruppe einsetzen, die ich vergessen habe* Festungsmauer stehend oder im Hafen auf einem Poller (gibt es dafür ein österreichisches Wort?) sitzend. Ob Hafen oder Küste, beide haben ihre einzigartige Magie.

Vielleicht liegt es nur daran, dass Wien nicht am Meer liegt, vielleicht ist es aber auch meine natürliche Veranlagung. Die Weite der See fasziniert mich einfach. Die friedlich weit draußen ankernden Frachtschiffe, die Brandung, Wellen die an Felsen brechen… All dies wirkt sehr entspannend auf mein Gemüt.

Wunder der Technik

Doch auch die Action im Hafen kann ähnlich beruhigend sein, das bunte Treiben zu beobachten wirkt ebenfalls: die „kleinen“ Kräne, die sich eifrig hin und her drehen, das Pfeifen einer Lock, die Wagons verschiebt, das erfurchtgebietende tiefe Brummen eines ablegenden Schiffes und die um es „herumtänzelnden“ Schlepper. Im Hafen ist 0-24h was los. Kohle, Kies und Metalle die aus einem Zug oder in ein Schiff geladen werden, ’schwebende‘ Container, riesige Passagierschiffe, die sich selbständig seitwärts bewegen um auszulaufen… Eine faszinierende Welt.

Ich im Wunderland

Ich weiß nicht wie ich das Gefühl beschreiben soll, wenn ich so ein riesiges Passagierschiff neben mir sehe, dann fühle ich mich wie ein kleines Kind im Wunderland, das gerade auf Entdeckungsreise ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur meine uneingeschränkte Begeisterung für Technik.
Ähnlich imponiert hat mir der Bergepanzer während meiner Zeit beim Heer. Er ist mit seinen stattlichen Gewicht ein paar Dezimeter an mir vorbeigedonnert (unter bebender Erde) und hinterlies einen mächtigen Eindruck. Denn ein getunetes Auto kostet mich, wenn überhaupt, nur ein Lächeln, wenn es laut dahinrattert (oder ich ärgere mich, weil ich Ruhe haben will) aber bei einem so großen Monstrum geht es mit der Power und der Lautstärke einfach um reale Verhältnisse…

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Ein paar Eindrücke aus der letzten Zeit:

2010 05 11 – Surftag am Neusiedlersee

Ich wurde gebeten mal ein paar Fotos zu machen, während meine 2 Kumpels windsurfen. An einem windreichen Tag gings dann los zum Posen und Surfen auf den Neusiedlersee. Wieder einmal eine interessante neue Herausforderung für mich!

[spoiler show=“Weiterlesen“ hide=“kompakt“]Gatsch? Nein Danke!

Vorerst sei mal gesagt, dass ich dort auch schon surfen war aber mir das Wasser (oder sollte ich sagen: der Schlamm) nicht zusagt. Fällt man hinein sind die Haare für Tage dann schlammig. Mag sein, dass das Wellness ist, aber für mich: nein danke!

Erinnerungen an das Bundesheer

Außerdem verbinde ich „tolle“ 6 Wochen Grenzeinsatz mit diesem See. Eisige Kälte und rauher Wind – ich renne mitten durch den gefrohrenen Gatsch bei einer Verfolgung. Ich habe nie gewusst wen ich verfolge und nur Anweisung per Funk bekommen. Ein paar Mal bin ich eingesunken und als ich dann auf dem richtigen Eis war wurde mir ordentlich mulmig… Aber das ist eine andere Geschichte…

Worüber ich eigentlich schreiben wollte

Da stand ich nun am Steg der Mole (ziemlich schnell) in meiner Vliesweste und trotze Wind und Wellen. Eine denkbar ungünstige Position, die allerdings am nähesten beim Geschehen ist. Sie brachte leider ob der späten Stunde viel Gegenlicht in meine Szenen. Durch den starken Wind hielt ich die Kamera in meinen kalten Händen und musste hin und wieder aufpassen, dass es mich nicht verweht. Der Wellengang war sehr wechselhaft und manchmal spritzte mir die Gischt ins Gesicht oder der Steg wackelte so stark, dass ich kein ruhiges Foto machen konnte.

Die Problemchen

Das 70-300mm Teleobjektiv auf der Kamera mit manuellen Einstellungen (große Blendenzahl ~8, kurze Belichtungszeit >=1/400) knipste ich Bildserien mit 6 Bildern/Sekunde bis der Spiegel rauchte. Diese Belichtung passte in einigen Bildern in anderen auch wieder nicht. Schnellere Reaktion oder eine Halbautomatik wären wahrscheinlich besser gewesen. Die Frage ist ob der Belichtungsmesser bei dem ganzen Gegenlicht auch richtig belichtet hätte… Eine Serie von 17 Bilder scheint ausreichend zu sein, doch ist sie nach ~ 3 Sekunden wieder aus. Ich musste feststellen, dass meine Speicherkarten eindeutig zu langsam sind um die Daten aus dem Kameraspeicher aufzunehmen. Dadurch hatte ich immer wieder Fotopausen in den ungünstigsten Momenten.

Posieren geht über Gleichgewicht verlieren

Die besseren Fotos konnte ich natürlich nur machen, wenn sie zu mir Richtung Steg fuhren. Alles was weiter draußen passierte offenbarte meist leider keine einfangbare Action. Also wurde in Stegnähe immer besonders posiert und hin und wieder gleich darauf ein Schlückchen Wasser getrunken…

Für das nächste Mal

Gegenlichtblende mitnehmen und hoffen, dass einige Fotos dann weniger unter Streulicht leiden. 1/400s ist oftmals noch zu lange für schnelle Bewegungen, ich werde in Zukunft wahrscheinlich mit der Blendenautomatik arbeiten. ISO 100 ist zu späterer Stunde dann etwas zu dunkel geworden, ich sollte mir abgewöhnen immer so knausrig zu sein… 😀

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