Schlagwort-Archive: Одесса

Odessa 2011 – unvorhergesehener Nachtrag

Sonntag – Tag der Abreise.
Wieder einmal früh zu Bett gegangen.
Und wieder einmal mitten in der Nacht…

weiterlesen »

Erwacht durch einen Gelsenstich, den blöden bellenden Straßenköter oder was auch immer… Das einzige was wichtig war, ich war munter, nicht sehr aber munter. Es war 4 Uhr, ich trank ein paar Schluck und ging mal für große Menschen, legte mich danach wieder hin.

Doch irgendwas ließ mir keine Ruhe

Mein Hirn begann zu arbeiten. Eine Idee.  Weitergesponnen…  Wetter.com konsultiert, der Sonnenaufgang sei (welches ziemlich verlässlich und genau unter „weitere Werte“ vorhergesagt wird!) um 6:37. Ich stellte den Wecker auf 5:30, doch es war zu spät…
Ich war Putzmunter und verließ um 4:45 das Wohngemach. Ich hatte überlegt einfach ein bisschen entspannt die Brandung zu beobachten, während ich auf den Sonnenaufgang warten würde. Draußen war es schön warm und mein noch immer voller Bauch freute sich über einen Verdauugsspaziergang im Morgengrauen.

Es kommt anders als nicht geplant

Im Endeffekt habe ich immer wieder FotoPausen gemacht und kam Zeitgerecht bei meinem Wunschort an. Das Wetter war nicht perfekt und so waren die ersten Sonnenstrahlen erst zu sehen als sie die Wolken am Horizont überwunden hatten…
Hat mich allerdings nicht sonderlich gestört, da mein Motiv sowieso nicht sooo gut war um den Sonnenaufgang in Szene zu setzen.
Jedenfalls bin ich schwer begeistert von dieser Serie und kann zufrieden sagen, dass ich einige Bilder geschossen habe, die mir wirklich gut gefallen.

Waterproof

Da ich nicht ganz zufrieden mit den Bildern von mir bin, die bei meinem letzten Sonnenaufgang geschossen wurden, beschloss ich das Ganze nocheinmal zu versuchen. Mit Stativ und Selbstauslöser und natürlich dem Versuch die aufgehende Sonne mit aufs Bild zu bekommen machte ich mich ans Werk…
Weiters konnte ich endlich ein Geheimnis lüften, das mich schon lange interessierte: was denn der Unterschied zwischen nass und trocken in meinen Stiefeln ist. Steigt man ins Wasser so wird es Kühl, das Gefühl ist sehr ähnlich zu nass. Steigt man zu tief rein, rinnt aber wirklich spürbar Flüssigkeit heinein, es ist eine andere Kühle…

Super Abschluss!

Alles in allem war es ein sehr toller Morgen und als ich heimkam war für mich schon ein halber Tag um. (5h) So wurde mein Frühstück quasi zum Mittagessen.
Das unruhige Meer wirkte sehr entspannend und dieses Gefühl ist zu früher Stunde noch besser als tagsüber! Die Stadt in morgendlicher Friedlichkeit, wenn kaum Menschen auf der Straße sind und es sehr still ist, ist auch sehr schön.

Odessa – Neue Heimat?

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich gerne nach Odessa ziehen würde und mir vorstellen könnte hier zu leben. Da Antwort ist nicht einfach…

Odessa ist eine sehr schöne Stadt und es gibt hier genauso gute Plätze um entspannt dazusitzen und das bunte Treiben zu beobachten wie in Wien. Die Stadt bietet ausreichend Möglichkeiten spazieren zu gehen und ist sehr grün. Vom Wohlfühlcharakter sind sie würde ich sagen ebenbürtig… Lebendig, offen, freundlich, großzügig angelegt,… Es gefällt mir hier und zu Hause! Natürlich gibt es wie überall Pros und Cons:

Warum ich hier nicht leben möchte:

  • Das Trinkwasser ist ein sehr großes Minus. Ich kann das gefilterte oder Flaschenwasser schon nicht mehr sehen!
  • Das kulinarische Angebot an Restaurants ist begrenzt und außerdem ist Vorsicht geboten. Es gibt nicht einmal ein indisches Restaurant! (KO Kriterium :D)
  • Der Hygienestandard ist nicht so hoch und die Möglichkeit auf Ungeziefer, selbst bei eigener sauberer Wohnung, bestünde wahrscheinlich sogar durch die Nachbarn.
  • Korruption, ohne sie läuft hier leider nicht viel.
  • einhergehend mit ihr: schlechte, unterdurchschnittliche Bezahlung. Wenn ich hier arbeiten würde dann nur von außerhalb mit gescheitem Gehalt. Es ist schade wieviel Potential hier verloren geht weil Leute soviele Nebenjobs haben. (Meine Sprachlehrerin arbeitet auf der Uni. Ihr Nebenjob ist die Sprachschule, wo sie eine Stange mehr verdient…)
  • Freunde, man kann zwar neue finden, ich bin allerdings sehr wählerisch und will zumindest meine besten Freunde nicht aufgeben (sicher ginge es über Entfernung auch irgendwie, allerdings verkümmern die Bande mit hoher Wahrscheinlichkeit wenn man sich kaum sehen kann)
  • Eher ein generelles Problem im Ausland: Lebensmittel sind anders. Was aber wirklich fehlt: heimische Wurst- und Bäckereiwaren, den Rest bekommt man sicher irgendwie hin. Obst und Gemüse ist hier auf alle Fälle besser als in unseren Supermärkten.
  • Die Krankenversorgung macht mir auch sorgen. (Auch hier spielt Korruption ordentlich mit)
  • öffentliche Verkehrsmittel sind nicht unbedingt das meine und die Straßen haben auch schon bessere Zeiten gesehen
  • hin und wieder gibt es elektrische Unsicherheiten (viele Stromausfälle durch alte Leitungen)
  • freilaufende Hunde und Katzen

Was Odessa lebenswert macht:

  • Die Bevölkerung ist sehr nett und ich mag die odessitische Mentalität
  • Die Stadt ist schön, grün und sauber
  • Kontrastreichtum fasziniert (verfallen – neu, teuer – billig, klassisch – neu – kitsch,…)
  • Meer! + Hafen!
  • ukrainische Küche ist sehr gut, und sobald man hier Freunde gefunden hat, wird man sicher das ein oder andere Mal eingeladen
  • ich mag die russische Sprache
  • die hübsche weibliche Bevölkerung hebt die Stimmung
  • viele kleine Cafés, überall die Möglichkeit einkaufen zu gehen. Die Infrastruktur ist nicht so schlecht. (bis auf die kulinarische Abwesenheit)
  • Das Klima ist angenehmer als bei uns
  • bunte fröhliche Stadt mit großzügig angelegten Straßen
  • Nationalitätendurchmischung (und ehemalige Spionagedrehscheibe)

Ich würde sagen wenn sich einige Dinge ändern würden, könnte ich mir vorstellen halbjährlich hier zu wohnen. Denn im Herzen bin ich Odessit (was man an meinen Gegenfragen auf Fragen merkt ;)) aber auch Wiener.

Ich denke mein Vater kann bestätigen, dass die Stadt einen ganz besonderen Charme/Zauber hat. Man sollte aber nicht außer Acht lassen, dass ich hier eigentlich nur Gast/Tourist bin. Wie sich das reale Leben gestaltet ist schwer zu sagen…

2011 Odessa – Abschließende Worte

Die abschließenden Worte für meinen Besuch 2010 sind irgendwie nie vollendet worden bzw. an die Öffentlichkeit gelangt, diesmal schaffe ich es aber 😉 Da es vielleicht das letzte Mal sein wird, dass ich so lange in Odessa bin möchte ich einige Worte verlieren…

Spitze der Lernkurve… überschritten…

Nach einem schlechten Start in die Woche, ich hatte am Montag einfach schon die Nase voll von Russisch. Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen und genieße den letzten Abend. Wenn man ~3h pro Tag, 5 Mal die Woche Einzelunterricht hat und dann die ganze Zeit auch nur von Russisch umgeben ist, ist irgendwann keine Energie mehr da. Gut für den Lernerfolg aber es geht auch sehr an die Substanz!

Gefährliche Wahrheit

Ich hatte vor ein paar kulinarische Tipps abzugeben, und ich entschied mich deshalb ein Opfer zu bringen 😀 und mir ein ordentliches Mittagessen in einem traditionellen ukrainischen Restaurant zu gönnen. (Eine schlechte Idee, da das Abendessen nicht weit entfernt ist) Wieder einmal ist bewiesen, dass Liebe durch den Magen geht (bzw. ausgezeichnetes Essen hilft meine Laune erheblich zu verbessern). Ich war danach sehr fröhlich und entschied mich eine Stunde lang spazieren zu gehen um zumindest einen Teil meines viel zu vollen Magens zu verarbeiten…

Aufnahmestopp – Hirnblockade und Goldener Müll

Es ist ein Phänomen, dass ich bis jetzt jedes Mal erlebt habe: Nach zweieinhalb Wochen ist die Spitze der Lernkurve erreicht und das Hirn beginnt einen Riegel vorzuschieben. In der vierten Woche ist es dann ganz vorbei. Teilweise ist meine Fähigkeit russisch zu reden dann auch schlechter als am Anfang meines Besuches.
Das hat auch meine Lehrerin gemerkt und wir haben beschlossen einen Gang zurückzuschalten. Am Donnerstag haben wir den Skulpturengarten besucht, was ganz nett war, da ein paar geschichtlich interessante Inhalte dabei waren. Z.B., dass die erste Jeans aus Odessa stammt. Viel interessanter allerdings war die Ausstellung vom „goldenen Mist Odessas“. Heißt soviel wie altes Zeug das man nicht mehr braucht aber trotzdem aufgehoben hat (Geld, Nähmaschinen, Radio, Grammophone,…). Danach, bei einer Torte, noch kurz Unterricht gehabt.

Großes Danke an den Wettergott!

Aufgrund des schönen Wetters bin ich gleich anschließend zum Strand aufgebrochen. Nach einer Stunde zog ein Unwetter herauf und ich bin durch den Regen nach Hause spaziert. Perfekt gerüstet in Badehose und -schlapfen sowie Kapperl. Allerdings auch sehr gefährlich, da der nasse Schmutz/Sand auf der Straße rutschig ist bzw meine durchgelatschten Schlapfen bei kleinsten Lacken schon Aquaplanning verursachten…

Über das Wetter kann ich mich in diesem Jahr allerdings überhaupt nicht beschweren. So ein traumhaftes sonniges warmes Klima gab es schon lange nicht mehr (wie auch hier wohnende berichten). So freue ich mich sehr, dass die 2 Pullis, die ich mit habe nicht zum Einsatz kamen. Durch angenehme Klima war es auch nicht so schlimm, dass ich keine neuen Freundschaften geschlossen habe, denn ich konnte mich am Strand entspannen und musste kein schlechtes Wetter überbrücken… Und Actionurlaube hatte ich dieses Jahr sowieso schon einige 😉

Ungünstige Gewohnheiten

Ich wurde wie jedes Mal exzellent versorgt, habe diesmal allerdings fast jeden Tag auch eine Torte zu meinem Internet genossen oder einfach so als Mittagessen zu mir genommen. Ich hoffe ich werde diese Gewohnheit wieder los! (In der Nähe meine Arbeit ist eine Aida!)

Wie sehen die Zukunftspläne aus?

In der Ukraine gibt es ein paar Orte die mich noch interessieren würden, außerdem vermissen mich ein paar Leute hier ;):

  • Lwow
  • Kiew (der eine Tag letztes Jahr war etwas wenig, vielleicht dort 1-2 Wochen auch einen Russischkurs besuchen)
  • Uman (Ein Wunderschöner Park zwischen Kiew und Odessa, Gastmutter und Sohn waren gestern auf einer Schulexkursion dort und sie wollte anfangs nicht, kam allerdings schwer begeistert zurück! September ist eine ideale Zeit)
  • Krim, Jalta, Sewastopol erkunden als Abenteuer/Erholungsurlaub

Neue Ufer?

Vielleicht breche ich aber auch endlich auf zu neuen Ufern. Mein Russischlevel ist mittlerweile (und das muss ich sogar selbst in meiner Bescheidenheit zugeben) relativ hoch und ich würde gerne einmal in das Ursprungsland meines Hobbys reisen. Moskau, St. Petersburg anschaun, vielleicht auch ein wenig Sibieren erkunden. Die Transsibirische Eisenbahn ist auch eine Verlockung (bei der ich sicher schon mindestens einen Mitreisenden hätte…).

Jetzt ist es doch etwas mehr als ein Schlusswort geworden :D, dafür gibt es Bilder!

Odessa – Kulinarisches

Meine Kost und Logie hier ist ideal und ich brauche eigentlich keine zusätzliche Versorgung. Um meinen Namen aber gerecht zu werden und aus Neugierde, habe ich mir doch das ein oder andere Schmankerl gegönnt.

Das angenehme an den Lokalen hier ist, dass sie die Preise immer zusammen mit der Portionsgröße anführen. So kann man in etwa abschätzen wie das Preis Leistungsverhältnis ist. Torten sind eher teuer, dafür aber auch sehr gut! Beginnen wir mit etwas günstigem…

Für die kleine Geldbörse…

…gibt es so genannte столовая (Kantinen). Sie sind nicht umbedingt Genußtempel, aber ab 2,5€ gibt es ein Menü bei.

Жарю Парю  (auf dieser Seite sieht man ihr Logo). Kantine, in der man viele Studierende, Arbeitskräfte von Baustellen, Polizei,… antrifft. Deswegen ist auch meist eine längere Schlange bei den Suppen, die man aber getrost zu den Hauptspeisen hin umschiffen kann. Deuten und mutig ausprobieren ist die Devise, wenn man nicht weiß was in der Vitrine ist. Man findet Filialen:
Греческая, 45
Успенская, 28/30

Als etwas teurere aber auch hochwertigere Alternative gibt es Пузата хата (englische Website!). Die Kantine befindet sich im obersten Stockwerk des Einkaufzentrum Европа (Europa) auf Дерибасовская, 21

Restaurants

Pizzeria olio (englische Website!), die erste vernünftige Pizza die ich in Odessa gegessen habe. Kein Vergleich zu I Terroni und Konsorten aber hier unvergleichbar gut! Pizza Diavolo + Tee ~ 6€! Pizza olio ~7€. Beide sehr gut! Portionen sind mehr als ausreichend! Oregano und Öl muss man sich selber würzen.
Ланжероновская, 30
Бунина, 35
Es soll noch eine gute Pizzeria im Kinokomplex Cinema City geben (http://www.cinemacity.od.ua/ Семафорный пер, 4 ), dieser ist allerdings relativ weit im süden…

Café Компот (Kompott) ein Restaurant mit hervoragendem Essen (und Kompott 😀 welches ich übrigens zu probieren empfehle, einfach überraschen lassen!)! Ob pikante Piroggen (pizzaähnliche Speise) oder Pelmeni… Ich hatte nie etwas, das ich nicht ausgezeichnet fand. Hier hab ich viele Stunden im Internet verbracht. Die Schokotorte (3,6€) hier hat es mir angetan(!), aus vergangenen Jahren weiß ich aber auch, dass der Apfelstrudel exzellent ist. Als Abschlussessen mit meinem Dad gingen wir hier her Frühstücken. Ich hatte ein Croissant mit Schinken und Käse (warm!) + Kakao (3,3€). Gut wars!
Дерибасовская, 20

Куманець (Leider keine Website, aber so sieht ihr Schild aus) ist das Lokal für Reisegruppen, bzw exzellente ukrainische Küche. Was allerdings wirklich ein Muss ist, ist der Mohnkuchen (маковый пирок, 4,2€), so etwas erfrischendes und köstliches habe ich selten gegessen! Wer Mohn nicht mag, wird vielleicht in der Haustorte seine Freude finden (Куманець, preis ähnlich). Ich habe mich auch geopfert und Suppe sowie Wariniki hier gegessen. Die Борщ (Borsch 3,6€) war ein Traum und wurde mit kleinen Buchteln mit Knoblauchöl bestrichen serviert. Wareniki (Teigtaschen 3,2€) waren etwas schwach gewürzt, doch steht ja Salz und Pfeffer am Tisch bereit.
Гаванная, 7

Mexikaner Estrellita sorgt für etwas Abwechslung, ich finde das Essen akzeptabel, allerdings nicht herausragend… (siehe frühere Einträge von Odessa)
Екатерининская, 1

Топ сендвич (Top Sandwich), eine Fastfoodkette mit Kebabähnlichen Gerichten aber auch vielen anderen Speisen. Hier war ich im ersten Jahr ein, zwei mal. Soll aber mittlerweile relativ teuer sein…
Дерибавовская ,14
Бунина, 39

Für die Tortengelüste:

Café Жето (so wie Jeton aus dem franz.)
Eine meiner allerliebsten Lieblingstortenquellen! Pistazientorte ist ein Hammer! Es gibt auch warme Schokolade in einer Tasse (kein Kakao!).
Маяковского, 1

Шоколадница (Schokoladniza) ist dieses Jahr an die Stelle des Kompots gerutscht. Angenehmes Ambiente und Cocktailbarmusik machen dieses Lokal sehr interessant zum Abhängen und Internetsurfen! Meine Lieblingstorten hier sind Prag und Pistazie (~3,5€). Vor kurzem wollte ich’s wissen und habe mir ein Schokofondue bestellt (eigentlich für 2 Personen gedacht). Für 6€ bekommt man ein ordentliches Fondue Geschirr mit ~20cm Durchmesser. Die Schokolade war mir etwas zu kühl und bisschen zu wenig (ich schaufle auf meine Früchte immer viel mehr drauf als nötig ;)) dafür hat mich die Variante Bisquit einzutauchen sehr überzeugt 😉
Torten haben keine Chance gegen das Жето aber sind auch gut. Leider etwas klein…
Гаванная, 7

Eis, nicht alles was glänzt…

Es gibt 2-3 Eisfirmen, die überall auf den Straßen Tresen aufgestellt haben. Eine davon ist Gelato primo, hier gibt es 2/3 Kugeln für 1,5/2€. Man muss sich durch die Sorten testen, es gibt sehr witzig schmeckende wie Kiwi: wie eine Wassermelone mit Kiwigeschmack. Allerdings auch Mandel, Schoko, Haselnuss,….
Kann ich empfehlen.
Dann gibt es noch Thresen einer anderen Firma, die ihr Eis unglaublich toll präsentieren, geschmacklich aber nichts können. Das Eis schmeckt nach Pulver/Mehl oder wwi… Also hat die „das Auge isst mit“ Fraktion nicht gewonnen 😛

Wichtiger genereller Hinweis:

Meine Gastmutter empfiehlt nichts von irgendwelchen Händlern auf der Straße zu kaufen. Es kann 10 Mal gut gehen und beim 11. Mal liegt man ein paar Tage mit Bauchweh im Bett (so erging es ihrer Tochter dieses Jahr). Auch sei nicht gesagt, dass jedes Restaurant komplett frisch kocht, sie hat dieses Jahr auf einer Geburtstagsfeier in einem ihr unbekannten Restaurant gegessen und  eine ungute Nacht hinter sich gehabt…
Also stets vorsichtig sein! Die von mir oben genannten Lokale sind approved!

kleiner Tipp am Rande

ich bin kein großer Senf-Fan, hier gibt es aber Senf, der mich überzeugt! Er schmeckt anders, ist schärfer und einfach besser 😉 2 Testpäckchen kommen in meinen Koffer!

2011 Odessa – In Gedanken schweifen…

So lobe ich mir den Samstag, 10:00 aufstehen, Frühstück danach ein paar Gedanken niederschreiben und um 12 eine Torte in der Sonne genießen. Es ist mittlerweile relativ frisch also nutze ich den Tag und mache ein paar Besorgungen und begebe mich anschließend wieder einmal in den Hafen (so wie die letzten Tage auch)…

weiterlesen »

„Hurra“, „hurra“ der Herbst ist da. In der Sonne ist es angenehm warm, im Schatten allerdings etwas kalt und vor allem die Wolken sorgen für etwas zu kühle Frische. Seit gestern ist der Herbst in der Stadt. Leider. Denn eigentlich habe ich mich schon sehr an den Sommer gewöhnt 🙂 (den ich in Wien etwas vermisst hatte)
Der lärmende Hund ist Weg dafür ist jetzt ein ganzes Rudel da! Der neueste Schrei ist aber der von jungen Vögeln aus einem Nest in der Nähe meines Fensters… Jipiee alle paar Stunden Vogelgekreische!!! Die Hauskatze sitzt schon erwartungsvoll am Fensterbrett. 🙂

Der Zauber der See

Die frische Brise im Gesicht und der Geruch von Meerwasser in der Nase hat eine gewisse magische Wirkung auf mich. Ohne Langeweile kann ich lange und gedankenverloren das Meer beobachten… Sei es am Strand im Sand, auf einem Felsen, im Bogen der alten *hier Volksgruppe einsetzen, die ich vergessen habe* Festungsmauer stehend oder im Hafen auf einem Poller (gibt es dafür ein österreichisches Wort?) sitzend. Ob Hafen oder Küste, beide haben ihre einzigartige Magie.

Vielleicht liegt es nur daran, dass Wien nicht am Meer liegt, vielleicht ist es aber auch meine natürliche Veranlagung. Die Weite der See fasziniert mich einfach. Die friedlich weit draußen ankernden Frachtschiffe, die Brandung, Wellen die an Felsen brechen… All dies wirkt sehr entspannend auf mein Gemüt.

Wunder der Technik

Doch auch die Action im Hafen kann ähnlich beruhigend sein, das bunte Treiben zu beobachten wirkt ebenfalls: die „kleinen“ Kräne, die sich eifrig hin und her drehen, das Pfeifen einer Lock, die Wagons verschiebt, das erfurchtgebietende tiefe Brummen eines ablegenden Schiffes und die um es „herumtänzelnden“ Schlepper. Im Hafen ist 0-24h was los. Kohle, Kies und Metalle die aus einem Zug oder in ein Schiff geladen werden, ’schwebende‘ Container, riesige Passagierschiffe, die sich selbständig seitwärts bewegen um auszulaufen… Eine faszinierende Welt.

Ich im Wunderland

Ich weiß nicht wie ich das Gefühl beschreiben soll, wenn ich so ein riesiges Passagierschiff neben mir sehe, dann fühle ich mich wie ein kleines Kind im Wunderland, das gerade auf Entdeckungsreise ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur meine uneingeschränkte Begeisterung für Technik.
Ähnlich imponiert hat mir der Bergepanzer während meiner Zeit beim Heer. Er ist mit seinen stattlichen Gewicht ein paar Dezimeter an mir vorbeigedonnert (unter bebender Erde) und hinterlies einen mächtigen Eindruck. Denn ein getunetes Auto kostet mich, wenn überhaupt, nur ein Lächeln, wenn es laut dahinrattert (oder ich ärgere mich, weil ich Ruhe haben will) aber bei einem so großen Monstrum geht es mit der Power und der Lautstärke einfach um reale Verhältnisse…

Ein paar Eindrücke aus der letzten Zeit:

2011 Odessa – Halbzeit mit Feuerwerk

 Und wieder einmal heißt es „Alles Gute zum Geburtstag, Odessa!“, diesmal der 217. Der neue Bürgermeister ist ein wenig als Sparmeister verschrien jedoch habe ich (und die hiesige Bevölkerung) schon lange nicht mehr so ein episches Feuerwerk gesehen!

weiterlesen »

Täglich grüßt das Murmeltier

Nachdem mein Dad abgerauscht ist hat sich eine gewisse Regelmäßigkeit eingestellt, also quasi normales Leben: Schule, entspannen, Abendessen, vielleicht noch kurz spazieren oder ins Internet und danach früh schlafen gehen. Bis auf kleine Ausreißer wie einmal am Nachmittag Schule, was meine Lehrerin und ich überhaupt nicht können, verlief alles relativ unspektakulär. Ein paar Ärgernissen zum Trotz (öfters werde ich mitten in der Nacht oder früh morgens von lauten Bellen geweckt) habe ich eine sehr entspannte Woche hinter mir. Durch fehlende Gesellschaft (Ich vermisse die alte Abenteuergruppe aus dem ersten Jahr sehr) bin ich langsam überentspannt :D, das Publikum der Schule hat sich stark geändert und ich bin leider (Gottseidank) wählerisch was neue Bekanntschaften angeht. Interessant wäre natürlich auch jemanden aus Odessa zu kennen…

1. Schultag und Stadtfeiertag

Wie jedes Jahr habe ich das Vergnügen die herausgeputzten Schulkinder und Studierenden am Beginn ihres neuen Lernjahres zu beobachten. Vor den Schulen bilden sich riesige Trauben und die LehrerInnen werden von Blumen überhäuft (was deren Preis an diesem Tag natürlich astronomisch erhöht und an jeder Ecke Blumenstandln aus dem Boden schießen lässt). Tags drauf die wohlbekannten Aufbauarbeiten für die Konzerte am Geburtstag Odessas. Nach der Schule bin ich gleich aufgebrochen und habe den diesjährigen Fotografierspot genauestens unter die Lupe genommen…

Feuerwerk

Die Stimmung am Morgen war etwas getrübt, da das Wetter auf Wolkig (und am Abend sogar Regen) umgeschlagen hatte. Das Feuerwerk sollte um 22:00 stattfinden und da ich die Menschenmassen umgehen wollte, entschied ich mich zeitgerecht wegzugehen und zielstrebig meinen gewünschten Ort zu erreichen. Der Spot war riskant aber meiner Meinung nach einer der besten den man wählen konnte. Ich hatte sogar die Zeit für einen Positionswechsel gestoppt sowie ein paar Notfallpläne aufgestellt. Doch alle Befürchtungen haben sich als unnötig erwiesen, der Hafen war menschenleer, ich hatte Ruhe und alle Zeit der Welt. Mit dem Fernauslöser musste ich mir diesmal auch sogut wie garkeine Gedanken machen und bekamm sogar das ganze Feuerwerk mit eigenen Augen mit. Denn einmal am Stativ eingerichtet musste ich nur immer wieder den Auslöser drücken und vielleicht hin und wieder Adjustierungen vornehmen.

Betrübliches zum Schluss

Als ich heimkam und ein Backup meiner Fotos machen wollte musste ich mit entsetzen feststellen, dass die Mini-USB-Buchse meiner externen Festplatte abgerissen war (diese fiel in der Nacht vom Tisch und das Kabel war noch angeschlossen). Wenigstens ist sie sauber ausgerissen, was die Reparatur vereinfachen sollte.
Weiters fällt mir dieses Jahr stark auf, dass meine Lehrerin meine Phonetik und Intonation oft korrigiert, was mich irgendwie in dem Anschein haben lässt, dass ich vieles falsch angelernt habe. Außerdem fehlt es mir stark an Ausdruck. SmallTalk geht leicht von der Hand und fühlt sich gut an! Wenns dann allerdings etwas ans Eingemachte geht ziehen sich die Sätze mit vielen Pausen in die Länge. Dafür hat sich mein Hörverständnis vervielfacht, ich habe bisher nie soviel und vor allem so schnell gesprochenes verstanden! Ich schätze das habe ich meinem letzten Semester zu verdanken!

Iiiihhh Algen!

Zu guter Letzt will ich noch die Algensituation bemängeln, man glaubt fast man geht durch eine Blattsinatsuppe 😀 Wenigstens ist mein Lieblingsstrand davon größtenteils verschont geblieben. Meine Gastmutter hat gemeint sowas hat sie in ihrem Leben auch noch nie gesehen…
Ich bin auf jeden Fall sehr froh so tolles Wetter zu haben! Der erste Regen nach 16 Tagen! Ich habe nach der Schlechtwetterphase in Wien schon fast befürchtet, dass ich keinen Sommer mehr erleben werde! Danke Odessa!!!

2011 Odessa – Zum Abschied noch ein Sonnenaufgang

Tagwache 4:45 und in morgendlicher Dunkelheit ab Richtung Strand. Alles natürlich in meinem LieblingsExploreroutfit (orangene Jacke und wasserdichte Stiefel), da es in der Früh doch recht frisch ist…

Da ich mir ja letztes Jahr überlegt habe, was man nicht noch alles besser machen könnte, habe ich dieses Mal vieles im Vorhinein geplant. Bessere Kulisse ausgesucht, viel hin und hergelaufen um das ganze etwas interessanter zu gestalten. Ich bin um einiges zufriedener als letztes Jahr aber sehe doch noch Verbesserungspotential.

Mir schwebt noch eine weitere Kulisse vor, vielleicht werde ich diese nutzen, mal schaun!

2011 – Odessa – Delphinarium

Nach zwei Jahren habe ich es endlich geschafft! Meine Gastmutter hat mir jedes Jahr ans Herz gelegt das Delphinarium zu besuchen denn die Show sei genial. Und nicht zuviel versprochen, es ist wirklich eine tolle Darbietung! Die Nachtshow soll sogar noch mehr bieten…

weiterlesen »

 Bei meinem ersten Besuch in Odessa scheiterte es am Taxifahrer der nicht wusste wo denn das Delphinarium sei. Beim Zweiten wollte niemand gehen und alleine ist es dann auch nur halb so lustig… Aber wie wir wissen, alle guten Dinge sind 3. Mein Vater ist einfach unternehmungslustig und neugierig.

Durchschnittlicher Beginn, spektakuläres Finale

Der Anfang war relativ klassisch, ein bisschen tanzende, blödelnde Seehunde, ein paar Gags und witzige als auch ein bisschen verblüffende Elemente,… Dann kam der Hauptteil, die Delphinshow: Wettschwimmen, Hula-Hoopreifen kreisen, Ball balancieren, durch Reifen springen, etc.
Die durch die ganze Show hinweg äußerst stimmige musikalische Untermalung sollte ebenfalls hervorgehoben werden (informative Begleitung durch Moderatorin).
Das wirklich beeindruckende war allerdings das Finale! Die Musik trug einen großen Teil dazu bei dem Dargebotenen nochmehr Ausdruck zu verleihen. Mit mitreißender Anmut schwebten die Akteurinnen von den Tieren unterstützt über das Wasser, sprangen meterweit in die Luft oder standen kerzengerade auf zwei Delphinen. So etwas hatte ich mir nicht erwartet und ich war deshalb zutiefst begeistert wenn nicht sogar gerührt. Leider kann man das fast nicht mit Fotos aus der Perspektive zum Ausdruck bringen, das muss man einfach selber erlebt haben!!!

Kein Fernglas? Greif zu Kamera…

Normalerweise bekommt man ja weniger mit wenn man fotografiert, in diesem Fall war die Kamera aber eher ein Bonus, da sie wie ein Fernglas fungierte. Da man während der Show eher schwer Objektiv wechseln kann, teilten wir uns die „Arbeit“: ich übernahm den Zoombereich und mein Dad die Nähe, bzw. den Gesamtüberblick.

2011 – Odessa – 411. Batterie, WW2 Museum

Es hat sich wieder einmal gezeigt wieso ich kein Fan von den odessischen Öffis (eigentlich nur den Marschrutkas, kleine „LinienTaxis“) bin… Die Weltreise hat sich allerdings ausgezahlt!

weiterlesen »

Um sich in der Unzahl an Bussen, Omnibussen, Straßenbahnen,… auszukennen bietet die Seite maps.2gis.ru/odessaeine ausgezeichnete Hilfe! Wenn man reinzoomt sieht man die verschiedenen Stationen und nach einem Klick auf die jeweilige Busnummer zeigt die Website die jeweilige Route an. Somit kann man ausgehend von seinem Zielort eine gute Route finden. Wir wählten die 185, die uns von der Kathedrale (quasi im Zentrum) direkt zur 411. Batterie bringen würde.

Erholung und Freilichtmuseum

Eine einstündige Reise später, vorbei an den unterschiedlichsten Vierteln Odessas (neu, reich, verfallen,…), kamen wir an unserem Zielort an: 411-ого батарея. Ein kleiner Wald umschließt das Gelände auf dem diverse Haubitzen, 2 Panzer, Raketentürme,… und sogar ein U-boot ausgestellt sind. Das ganze macht eher den Eindruck eines Erhohlungsgebietes mit aufgestellten alten Fahrzeugen (So wie das alte Feuerwehrauto im Türkenschanzpark in Wien) als einer Gedenkstätte/Museeum.

Auch die Küste gibt was her

In der Nähe ist ein nettes Cafe/Restaurant, von dem aus man einen tollen Blick auf die Küste hat. Dort kann man auch sehen wie denn so eine Datscha eigentlich aussieht, wobei es hier von einer Wellblechhütte über einen Rosthaufen, bis hin zur Villa alles gibt.

Klimaanlage? Haha

Die Rückfahrt gestaltete sich als extrem unangenehm. Man stelle sich vor ein kleiner Bus mit 20-30 Leuten vollgestopft und aufgrund dessen heiß und stickig. Da soll noch einmal einer auf unsere Wiener Linien schimpfen! Klimatisiert ist hier garnichts, die Straßenbahn ist so holprig unterwegs wie die Busse streckenweise auf Schlaglochstraßen…

2011 – Odessa – Überschwemmung^3

Aus gegebenen Anlass eine kurze Meldung: nach einem ordentlichen Wolkenbruch (untertrieben) stand die Terasse und sogar fast das ~30cm über dem Gehsteig liegende Kompot (das Café in dem ich sitze) unter Wasser, ich hatte meine Kamera leider nicht dabei 🙁

Da die Sicht von Schaulustigen verstellt war kann ich nur Erzählungen weitergeben, die besagen, dass der Regen wie eine Wand in der Luft stand. Jedenfalls zog sich das meiste Personal die Schuhe aus oder hatte eh Schlapfen an und kellnerte weiter. Ich habe ja schon einmal eine Überschwemmung hier miterlebt, aber diese war 3x so hoch!

Leider hatte ich keine Kamera dabei (zumindest mein Handy war parat) und nur Badeschlapfen an, deshalb konnten meine Stiefel nicht zeigen was sie drauf haben. Ich entschied mich im Trockenen zu bleiben und es war somit nicht schlimm, dass meine Rechnung noch nicht da war. Die Überschwemmung hat ziemlich für Aufruhr gesorgt. (Es wäre ja fast das Restaurant auch überschwemmt worden!

Was auf der Straße zurückblieb war rutschiger Schlamm, Dreck und was weiß ich was, jedenfalls entgleiten einem sehr leicht die Füße.
Warum die Meldung erst jetzt kommt? Ich bin heute einfach schon gaga im Kopf gewesen, da ich ab 11 Uhr mehr als 5 stunden gearbeitet, Fotos sortiert und Blog geschrieben habe.
Bald gibt es die nächsten Neuigkeiten!