Archiv der Kategorie: Urlaub 2015

2015 10 – Barcelona von seiner nicht so schönen Seite

So sehr ich die letzten Aufenthalte in Barcelona genossen habe, umso mehr war ich diesmal enttäuscht…

Das Wetter war in Ordnung ein wenig Regen, dann wieder Sonne,… soweit so angenehm. Untergekommen sind wir in einem Hotel in der Nähe von Camp Nou, wo wir schon die erste Begegnung mit Kloakengeruch hatten. Die Klimaanlage in unserem Zimmer hatte eine direkte Verbindung zu einer stinkenden Quelle. Gut, dass ein anderes Zimmer frei war, sodass wir dann in den nächsten Nächten davon verschont waren.

In der Nähe des Hotels war eine kleine „Bäckerei“ RusPastís, wo ich Russen antraf, mit denen ich mangels Spanisch meinerseits und wenig Englisch ihrerseits, unerwartet mein Russisch mal wieder einsetzen konnte. Dort gab es sehr gute Sachen unter anderem Quiches mit verschiedenen Füllungen.

Wir gönnten uns diesmal eine Bootsfahrt entlang des Strands, die aber (wie ich schon erwartet hatte – unspektakulär) kein Vergleich zu einer Grachtenfahrt oder Kanalfahrt war. Einfach nur den Strand hin und retour.

Was waren nun die enttäuschenden Punkte? Allem voran und vor allem unerwartet, der ständige Kloaken / Männer Toilettengeruch in der Stadt. Eigentlich erwartet man sich so etwas eher im Sommer und ich kann mich nicht erinnern, dies vernommen zu haben. Die U-bahn war unerträglich schweineheiß, was im Sommer nicht auffällt, in der Übergangszeit aber ziemlich stark zu spüren ist. Die Klimasysteme der Züge fordern ihren Tribut. Irgendwo hin muss die Wärme ja, leider bleibt sie unter der Erde. Eine wirklich erstaunliche Entdeckung war Mont juic: 5 € Eintritt. Ich kann mich nicht erinnern, was in der Burg so besonders gewesen sein soll / extra gepflegt werden muss…

Naja, es gab auch positives, Lichtblicke guten Essens – wieder einmal hat Tripadvisor gute Ratschläge gegeben, Erkundung einiger schöner und interessanter neuer Orte. (Port Forum, Parc Creueta del Coll – schöne Aussicht)

2015 09 – Seychellen – Too much rain over paradise

Nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder ein Urlaub – und zwar richtig, Sonne, Meer und Strand. Wir wollten eigentlich nach Portugal fliegen, doch irgendwie kamen wir nach mehrmaligem hin und her auf diese Inselgruppe – genaugenommen Mahe, die größte und außerdem Hauptinsel. Viel zu lange habe ich mir Zeit gelassen um einen längeren Erholungsurlaub zu machen. Nächstes Jahr mache ich in der Hitzezeit auch mindestens eine Woche Urlaub!

Etwas unüblich haben wir diesmal auf die Flugzeiten sowie angenehmere Ankunftszeiten geachtet. Da die Emirates Fluglinie unwesentlich teurer als Ethiopian war, fiel die Entscheidung auf etwas mehr Luxus und wir buchten eine Flug und Quartier Combo auf Expedia. Das Service an Board so wie die Versorgung mit Speis, Trank und Filmen war hervorragend. Etwas unbequem waren die relativ kurzen Flugzeiten, bei denen man nicht wirklich ausgiebig viel schlafen, Filme schauen oder ähnliches konnte. Die Zwischenlandung in Dubai war weniger bemerkenswert als erhofft, zu sehen von den architektonischen „Wundern“ gab es nicht viel, der Flughafen ist wohl zu weit weg…

Autofahren

Angekommen am Miniflughafen auf Mahe (der Hauptinsel) durften wir ohne Bus 100m zur Eingangshalle gehen(!), wo erlebt man soetwas heutzutage noch? Dort war ein bisschen warten angesagt: die Einreisegenehmigung musste erteilt und medizinische Unbedenklichkeit bestätigt werden. Danach auf zum Kofferband und noch bei winzigen Kiosks unser Mietauto holen. Wirklich ein niedlicher Flughafen!
Der Betreiber unserer Residenz (The Palm Seychelles) hat uns wärmstens empfohlen ein Mietauto (für 40€/d) zu nehmen, da das Taxi zum Appartement 40€ kostet und die Busse an manchen Tagen recht unregelmäßig, sowie am Abend nahezu nicht fahren und nicht klimatisiert sind. Ein sehr guter Ratschlag, da dies die Flexibilität extrem erhöht und unsere Unterkunft doch etwas weiter vom Schlag lag. Außerdem gestaltet sich das Einkaufen bei unserem Selbstversorger (Self-Catering) Appartement angenehmer.

Der Straßenverkehr auf der Hauptinsel ist teilweise sehr impulsiv und unberechenbar. Man muss darauf vertrauen, dass jeder weiß was er tut und rechtzeitig auf die Bremse steigen. Spontan biegen Leute ab oder bleiben stehen. Plötzlich kommt ein Linien-Bus – in Schieflage in der Mitte der Straße – mit mords Karacho daher oder ein Tourist macht einen auf cool und rast viel zu schnell und vor Angst halb auf der falschen Spur dahin. Apropos Rasen, selten sind Geschwindigkeiten über 40 km/h erlaubt, was aber auch auf extrem schmalen Straßen mit Schlaglöchern übersäht und Schluchten links und rechts sowie teils ordentlichen Steigungen und engen Kurven, trotzdem schnell ist. Dazu kommt, dass man hier auf der linken Straßenseite fährt, woran ich mich aber nach dem ersten Tag schon gewöhnt habe.

Viele Sehenswürdigkeiten sind schwer zu finden und schlecht beschildert. Die Bevölkerung ist zum Glück hilfsbereit allerdings manchmal auch ratlos. Zumindest kommt man mit Englisch fast immer sehr gut zurecht.

Kulinarik

Wirklich günstig essen gehen kann man auf den Seychellen nicht, pro Abendessen zu zweit haben wir etwa 900 Rupien ausgegeben und dies war noch in den günstigeren Lokalen. Das beste kreolische Essen gab es bei Marie-Antoinette. Hier hatten wir einen Haufen Tellerchen mit verschiedenen Speisen/Curries (hauptsächlich Fisch) am Tisch. Leider sind bei allen Hühnergerichten Knochen, Knorpel, etc. dabei, was für so manche ein Problem ist, viel schlimmer ist aber, dass eigentlich nur relativ wenig Fleisch dabei übrig bleibt… Bei Fisch, Rind und Schwein (wobei hier viel Fett/Schwarte mit dabei ist) ist es ergiebiger. Ein Abendbuffet hatten wir im Boat-House, hier gab es eine Auswahl an diversen sehr guten Curries und Salaten. Letztere kommen normalerweise leider eher kurz in der seychellisch/kreolischen Küche, allerdings muss man den Mango-Salat hervorheben, der eigentlich ohne Ausnahme immer exzellent war. Das Bufett bot zum krönenden Abschluss auch zahlreiche Nachspeisen, wobei ich hier eine hervorheben möchte: Kokos-Nougat!  Grundsätzlich scheint es als ob Fisch günstiger als Fleisch ist. Vor allem ist er fangfrisch und bei fast jedem Take away erhältlich. Eine weitere Wohltat für den Gaumen war Sam’s Pizzeria (Victoria) mit Steinofen, falls man mal eine Auszeit von der heimischen Küche braucht eine exzellente Abwechslung, Mafiosi und Mexicana waren ausgezeichnet.

Ganz groß unter den Einheimischen wird hier „Take away“ geschrieben. Styroporboxen sieht man sehr häufig, diese sind gefüllt mit: Pork/chicken/beef veg (Fleisch mit Gemüse) oder Curry (Fleisch, Fisch oder Oktopus(!) in einer schmackhaften Sauce) mit Reis (plain/fried/…). Alternativ gibt es auch verschiedene Nudelgerichte (meist Aufläufe) oder Chow Mein (Asia Nudeln). Immer wieder findet man auch Gegrilltes oder Frittiertes und manchmal sogar auch Süßspeisen (wie z.B. die unglaublich köstlichen Banana Cakes). Meist haben wir selbstgekochtes am Strand von Beau Vallon gekauft, noch günstiger kommt man allerdings bei niedergelassenen Take aways weg. Hier gibt es ein ausgezeichnetes Kantinchen nahe dem Markt in Victoria, wo man nebenbei bemerkt exotische Früchte sowie alte Bekannte allerdings viel weiter gereiftes Obst und Gemüse findet.

Unterwasserparadies

Auf den Seychellen gibt es nicht nur unglaublich bezaubernde Strände mit türkisem Wasser sondern auch unzählige Orte an denen man Schnorcheln sollte. Nach über zehn Jahren (!) kommt meine Ausrüstung endlich wieder zum Einsatz – zuletzt bzw. sogar erst gekauft auf meiner Maturareise 2004. Sie funktioniert noch immer tadellos und ich frage mich wie ich ohne Flossen je schwimmen konnte 😉 Die besten Spots, die wir erkundet haben sind: Sunset Beach (hier gibt es rund um das „Resort“ wunderschöne Korallenriffe mit einer Artenvielfalt an bunten Fischen und nicht nur das, auch eine Schildkröte ist uns begegnet! Baie Ternay ist ein sehr abgelegener Ort und man muss sich relativ weit vom Strand entfernen (ca. 300-400m ins Wasser) bis man zu den richtig tollen Sichtungen kommt, auch die Straße dahin ist nicht leicht und der Weg führt durch ein verlassenes Dorf. Dafür kann man sich nachher bei Del Place mit wunderschönen Ausblick gute Fresh Juices genehmigen (das Essen ist auch gut aber eher teurer). Noch besser war unser Ausflug zur Ile Therese, ein paradisisches einsames Eiland mit vorgelagertem Riff, dass nur relativ wenige TouristInnen besuchen. Hier haben wir um 65 Euro pP (heruntergehandelt von 90) ein paar Stunden inklusive exquisites Barbecue verbracht. Unsere Crew hat Huhn, Fisch und Brot gegrillt und dazu gab es gemischten Salat und nachher frische Kokosnuss, alles „home style“. Anschließend konnten wir noch einmal Baie Ternay bei traumhaften Sonnenschein erschnorcheln – diesmal bequem direkt am Riff vom Boot aus.

Anse Mayor (nach eine längeren Anreise zu Fuß) hat uns nicht so gefallen, da hier die Sicht nicht besonders gut war (Brechungsindizes durch Süßwasser und Temperaturunterschiede im Wasser haben uns die Aussicht verschleiert) und das Wetter spielte nicht ganz mit. Zur Rettung des Tages ließ sich allerdings ein Babyhai unter Korallen blicken!

Wichtig beim Schnorcheln ist, dass man alle nicht vorgebräunten Hautstellen und vor allem Rücken und Hintern gut schützt: heißt soviel wie T-Shirt oder ähnliches tragen. Trotz dicker Wolkendecke hat es uns am ersten Tag ziemlich erwischt, die Rötung schmerzte ca. eine Woche. Außerdem ist es empfehlenswert nicht zu nah zu Felsen zu schwimmen, da unerwartete Strömungen auftreten können.

Strände und Natur

Gibt es viele und alle sind öffentlich, so wäre es auch an österreichs Seen schön. Ich bin froh, dass die Seychelloise ihre Natur zumindest vor Massentourismus und Einwirkungen von außen halbwegs schützen und damit wirklich Perlen wie den Strand Anse Petit (mitten in einem Ressort) erhalten. Auch wenn die Bevölkerung nicht ganz so sauber ist und Müll überall liegen lässt oder ablädt, so ist zumindest der Dreck der Touristen eingedämmt.

Gewarnt sei von der Attacke der Strandflöhe, hier kann man sich sehr schnell an unbeckten Hautstellen in kurzer Zeit sehr viele Bisse einfangen, diese bemerkt man allerdings erst Stunden später. Es nützt allerdings nichts in ständiger Angst zu leben, Isektizide sollen angeblich die Plage fernhalten. Außerdem sind nicht alle Strände betroffen.

Ausflüge und Sehenswürdigkeiten

Wirklich schön gemacht war der Jardin du Roi (Gewürzgarten), der den botanischen Garten in Victoria wirklich in den Schatten stellt (es zahlt sich eigentlich garnicht aus diesen zu besuchen). Betreut wird dieser scheinbar von einer älteren Biologin und man sieht wieviel Mühe in diesem Lebenswerk steckt. Um den Nationalpark besser kenne zu lernen empfiehlt es sich Wanderungen zu unternehmen. Die Wege sind gut beschildert – allerdings erst wenn man den Startpunkt gefunden hat – und ausgebaut. Dabei kann man die Fauna und Flora bestauen, außerdem wartet immer mal wieder ein kleiner Wasserfall darauf im Regenwald entdeckt zu werden.

Wetter und Unterkunft

Durch eine ungünstige Wetterlage hatten wir (in der Trockenzeit) unüblich viel Niederschlag. Teilweise Sintflutartige Regengüsse und leider viel Dauerbewölkung trübten vor allem die ersten Tage. Nach etwa fünf Tagen aber ließ der Regen endlich nach und die Sonne gewann überhand.

Zuletzt sei noch unsere Unterkunft erwähnt. Ein wirklich tolles Appartement, das Platz für doppelt soviele Leute und einen tollen Ausblick bot. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die ständigen Wegbegleiter: Ameisen, die überall wo es etwas Süßes gibt hineinkrabbeln und Eidechsen. Auf Mahe findet man jede Menge Hühner und was ist ein Hühnerstall ohne Hahn? Ständig hört man ab der frühen Morgenstunde das Krähen der Hähne. Auch das Lieblingshaustier der Sechelloise, der Hund ist nicht zu überhören. Es gibt viele Hunde, bei denen wir uns nicht sicher waren ob sie streunen oder ein zu Hause haben, jedenfalls laufen diese auch gerne auf der Straße herum und manchmal vors Auto…

 

Es war ein super Urlaub, den wir so schnell nicht vergessen werden und mal was ganz anderes!

Aufgrund der hochstehenden Sonne war das Fotografieren nicht gerade ein Kinderspiel. Vor allem durch die geringe Dynamik der Kamera im Verhältnis zum starken Kontrast der Sonne. Trotzdem denke ich sind mir ein paar gute Bilder gelungen! Seht selbst:

2015 07 – Andorra, ein etwas enttäuschender Kurztrip

Über ein verlängertes Wochenende ging es via Barcelona mit einem Mietwagen auf nach Andorra. Dieses Wochenende haben wir viel zu viel im Auto verbracht, wobei die Pyrenäen eigentlich viel mehr bieten würden…

Shops, Shops und noch mehr Shops; kein Wunder ist doch Andorra die Steuer und Einkaufsoase der SpanierInnen bzw. auch sicher von ein paar FranzosInnen genutzt. Das Hotel in Andorra la Vella war sehr günstig (ein nh Hotel) und auch das Essengehen nicht besonders teuer. Richtig viel günstiger konnte man subjektiv betrachtet als ÖsterreicherIn nicht einkaufen gehen.

Mit dem Auto sind wir ein paar Stationen der Ausflugsbustouren abgefahren und haben versucht ein paar Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Die einen haben wir nicht gefunden, die anderen hatten partout geschlossen. Der Blick in die Pyrenäen ließ uns unsere Wanderschuhe missen… Zumindest landschaftlich sowie sportlich (vor allem ein riesiges Skigebiet) hat Andorra wohl einiges zu bieten.

Ansonsten waren wir etwas enttäuscht. Wenn wieder einmal nach Andorra dann eher mit Ziel die Pyrenäen zu Fuß oder mit Mountainbikes zu erkunden…

2015 04 – Prag mal wieder

Nach einer anstrengenden Woche ging es über ein verlängertes Wochenende auf nach Prag. Zuletzt war ich 2011 dort und da hatte ich ein ziemlich gedrängtes Programm. Diesmal mehr Zeit um auch die weniger touristisierten Gebiete zu erkunden…

Wie ich es gerne mache, war es ein ziemlich zu Fuß lastiges Wochenend-Programm. Die paar Male wo wir die U-Bahn genommen haben waren die Intervalle ziemlich lange und Umsteigen mehr eine Qual als praktisch. Zumindest eine Schonung für müde Füße… Irgendwie hat Prag mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen (wie soviele andere in meiner Umgebung, die in letzter Zeit davon schwärmen). Es ist nett, viele hübsche Gebäude prägen das Stadtbild und auch ein paar nette Parks auf Hügeln. Es fehlt allerdings das gewisse Etwas, was es ist, weiß ich nicht. Aufgefallen ist mir, dass es recht laut ist. Vielleicht lag es an ebendiesen erhöhten Positionen, die ich ziemlich oft erklommen habe… (Ein Verkehrs-Grundrauschen ist zumindest allgegenwärtig)

Kulinarisch haben wir versucht uns diesmal von TouristInnenabzocken fernzuhalten, was uns ganz gut mit Hilfe von Tripadvisor und ein bisschen Lagevergleich gelang. Ein wirklich gutes Lokal war U Kroka, da das Lokal so gut besucht ist wie sein Ruf empfielt es sich zu reservieren. Ein edles Lokal (das den Preis durch Gourmet statt Tourismus rechtfertigte) war das Blue Wagon. Als richtiges Local food (mit Verständigungsschwierigkeiten und sehr günstigem Preis) würde ich die Kantine Korunka U Arbesa (ca. Stefanikova 49, Andel) bezeichnen. War gut und gut besucht, allerdings konnte man das Essen nur im Stehen genießen. Zu guter Letzt besuchten wir noch das Café Savoy, das wirklich gute Tripadvisor Bewertungen hatte, allerdings eher ein Hort des Tourismus und ziemlich teuer aber köstlich war.

Grundsätzlich kamen wir bis auf wenige Ausnahmen (Kantine) mit Englisch sehr gut zurecht und es waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. (Anders als damals 2011) Abgestiegen sind wir diesmal in einem relativ günstigem dafür sehr gut gelegenen Hostel: Miss Sophies. Hier haben wir recht günstig / üppig und gut gefrühstückt und in einem modern schräg eingerichteten Zimmer gehaust.

Viel Fotografiert habe ich nicht aber dafür war es entspannend und vor allem war das Wetter etwas besser als in Wien und wir sind gesund und munter zurückgekommen.