Alle Beiträge von Chiller

2018 1006 – Fotomarathon, Wien

Nach vier Jahren wieder mal eine Teilnahme beim Marathon. So einiges hat sich geändert! Einzelwettbewerb – nur Fotografieren ohne Accessoirs, Models,… genial! 12 statt 24 Fotos, angenehm! Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich durch eine Familienfeier nicht 100% bei der Sache war… Vielleicht nächstes Jahr wieder mit Leib und Seele dabei 😉 Leider haben sich nicht für alle Motive die richtigen Gelegenheiten geboten, z.B. hätte ich für Technik(verliebt) gerne ein klassisches Pärchen gehabt, dass nebeneinander sitzt und mit den Smartphones spielt. Auch Capture Tomorrow waren einige Ideen, wobei ich ein fliegendes Auto am besten gefunden hätte. Hier sind noch die Alternativbilder PS: Das Spiel des Lebens war einst mein Lieblingsspiel und ist deshalb gleich mit Heim gegangen…

2016 1030 bis 1101 – Macao

Als Fortsetzung unserer Reise haben wir die Fähre nach Macao genommen um uns einen Kurzbesuch in Macao zu genehmigen. Eine sehr kontrastreiche Stadt…

Gleich nach der Ankunft ist uns die angenehmere Hitze mit weniger Feuchtigkeit aufgefallen, gewissermaßen eine Erholung von Hongkongs Smog und Schwüle und eine Pause für das, was uns bei der nächsten Etappe bevorsteht. Sofort fällt uns die Casino-Madness auf, die sich in der Nähe unseres Hotels (Sintra) darbietet, dabei waren wir noch nicht einmal auf der Casino-Insel! (Wo übrigens von einigen Hotels ein kostenloser Taxi-Bus hinfährt) Da Macao weniger EinwohnerInnen auf mehr Platz hat, war auch das Hotelzimmer um einiges geräumiger und diesmal hatten wir auch ein Frühstücksbuffet, da auch Platz für ein Restaurant im Hotel war.

Bei der Erkundung der Stadt mischen sich die Kolonialbauten mit den chinesischen Plattenbauten, ein gewisses Gefühl in Lissabon zu sein erschließt sich aber es mutet sehr seltsam an, es sind die kleinen Details, die die gewohnte Atmospäre makaber gestalten. Neben der komplett anderen Belegschaft natürlich. Sauberer und frischer ist die Luft auf alle Fälle, da hier Mopeds statt Autos die, teils engen, Gassen bzw. Straßen regieren. Kulturell gibt es hier mehr zu sehen, da vieles erhalten ist, von diversen Anwesen bis hin zu Gärten und natürlich wieder ein paar schöne und faszinierende Tempel.

Eines, was vor allem hier nicht zu finden ist, ist eine gute Pastel de Nata. Es gibt diese zwar, sie schmecken aber leider nicht… Dafür wird in so genannten Pastelarien eine Art getrocknetes Fleisch angeboten. Alles in allem war Macao aber eher unspektakulär, der Ausflug in die Casino-Hotels der Insel der Spielhöllen hat uns nur ungläubig die Köpfe schütteln lassen. Eine Frage, die sich vor allem stellt: Wie können so viele riesige Hotels mit Gästen gefüllt werden? Abgesehen von den vielen Tischen in den ganzen Casinos. Wer kauft in den unzähligen Konsumtempeln ein, die ebenfalls dort zu finden sind? Warum wir ungläubig waren? Ernsthaft? Venedig innerhalb eines Hotels mit künstlichem Himmel und Gondolieros, der Eiffelturm draußen, ein Riesenrad in einem Hotel integriert…

Olching (bei München) – gut gegessen

Nachdem ich im Moment arbeitstechnisch ziemlich verplant bin ist es nicht leicht Zeit zu finden über etwas zu schreiben. Auf einer ein-wöchigen Dienstreise in die Nähe von München habe ich mir zwei kurze Ausflüge in die kulinarische Welt von Olching gegönnt und wurde positiv überrascht!

  1. Indian Palace (Hauptstraße 67, 82140 Olching, Deutschland)
    Eigentlich wurde mir das Restaurant Mekong empfohlen aber mangels Parkplatz und strömenden Regens war es einfacher hier einzukehren. Parkplatz vor der Tür hat einfach einen klaren Vorteil. Für die Beurteilung, wie gut ein Inder ist gibt es mehrere Faktoren bei mir. Zum einen die Linsensuppe, diese war hier leider etwas langweilig und konnte deshalb nicht punkten. Zum Anderen das Naan Brot – welches in Ordnung aber nicht wirklich an meinen Favoriten Samrat herankommt. Jedoch war ich überrascht von den ausgezeichneten Malai Kofta, die in einer sehr geschmackvollen Sauce serviert wurden, nur mit der Bestellung „sehr scharf“ wurde untertrieben, vielleicht ist man es nicht gewohnt Gäste zu bedienen, die mehr vertragen. Die Kellnerin warnte mich mit aufgerissenen Augen als ich mein Papadam in scharfes chili-chutney tauchte „Vorsicht, scharf!“ Jedenfalls eine klare Empfehlung.
  2. Restaurant Mekong (Hauptstraße 61, 82140 Olching, Deutschland)
    Nachdem ich der Empfehlung natürlich nachgehen wollte musste auch dieses Lokal besucht werden. Gleich vorweg, sehr herzliches Personal (der Chef persönlich?), das auch mit unglaublich nervenden Kunden umzugehen wusste! Soweit ich mich erinnern kann hatte ich eine köstliche Thom Ka Gai als Vorspeise und anschließend einen vegetarischen Gang mit selbstgemachtem Tofu und frischem Gemüse. Es war wirklich traumhaft gut. Auch hier ganz klar wirklich empfehlenswert!

In beiden Lokalen habe ich für Getränke, Vor- und Hauptspeise ca. 20 € berappt, was nicht unbedingt günstig, für exotischere Küche aber auch nicht unnatürlich ist. Wer also mal in die Verlegenheit kommt dort oben zu verweilen, dem kann ich einen Besuch dieser Gastronomien nur empfehlen. Letztes Jahr war ich auch noch in einer Sehr guten Pizzeria in einem anderen Dorf nicht weit weg, deren Namen ich leider vergessen habe, schade!

2016 1026 bis 1030 – Hongkong

Schon ewig schiebe ich diesen Reisebericht vor mir her… Ich war fasziniert und angetan von dieser Stadt voller Leben, Technologie, Menschen, Lebenseinstellung, Kultur,… Ich habe und hatte bisher Angst, diese Erfahrung nicht würdigend genug in Worte fassen zu können, so gerne erinnere ich mich doch an die Faszination zurück und sehne mich nach der Atmosphäre von Tradition, Spiritualität und Technologie!

Schon kurze Zeit nach dem Verlassen des Flugzeugs (um einiges angenehmer: der 10:20 Stunden Direktflug) wird klar, dass ähnlich wie in Tokio/Japan, die Technologie hier eine große Triebkraft hat. Viele Menschen auf engem Raum und hohe Häuse mit kleinen Hotelzimmern, erinnern stark an die letzte Asienreise. Ein großer Unterschied jedoch: jede Menge Autos, nicht etwa elektrifiziert, sondern Verbrennungsmotoren! Ein großes Manko, denn hier hat man an so mancher Stelle mit Schwindel, Atemnot oder zumindest Kopfschmerzen zu rechnen… Außerdem weniger laut, knallig und irritierend!

Nach einer kurzen Rast im Hotel erkundeten wir gleich ein wenig die Stadt und ich kam aus dem Staunen nicht hinaus: Straßenrampen „kreuz und quer“, rauf und runten, Fußgänger Übergänge (hauptsächlich in Central), die zum Teil das gehen auf der Straße ersetzten (und Konsumtempel mit Banken und vielem mehr verbinden) und Hochhäuser soweit das Auge reicht. Nicht nur die Größe, sondern auch die schiere Anzahl an Flagship-Stores ist beeindruckend (Autohersteller, Smartphone-,…), teilweise leistet sich so mancher Prestige-reiche Hersteller sogar mehrere davon. Konsumgesellschaft? Kapitalismus in Reinform? Hauptbeschäftigung: einkaufen? Zumindest bleibt das Gefühl, dass die Steuern in die richtigen Ecken fließen, die Öffis sind gut durchdacht und auch zu Stoßzeiten erstaunlich gut unter Kontrolle.

Die Stadt, ein ständiges Gewusel, stickig, viele Menschen und hin und wieder übler Kloakengeruch. Wie in Tokyo war die Zeit zu knapp um fotografier-technisch alles auszukosten, die Motivation ist allerdings gestiegen (vor allem in Sachen Street-/People-Fotografie), es ergaben sich viele interessante Szenen.
Doch auch abseits der Häuserschluchten (im „Dschungel“, ja es gibt dort auch Natur!) hätte es noch einiges zu erleben gegeben, dass wir nicht erforschen konnten.

Kulinarisch waren dafür genug Experimente dabei, die bis auf eine Ausnahme gar nicht schlecht waren. Wirklich gut fanden wir den scharfen Gurken-Salat (mit viel Knoblauch) und die tollen Variationen an Dim Sum. Preislich ist es schwierig gewesen, wir sind teilweise sehr günstig in mehr oder minder Garküchen und einheimischen Lokalen durchgekommen, haben allerdings auch normale europäische Preise bei Restaurant-Ketten und teils sehr viel in Restaurants bezahlt. Wobei mehr nicht unbedingt besser bedeutete.

Apropos Einheimischenlokale, man sollte annehmen, dass man in Hongkong mit Englisch sehr weit kommt, da ehemals unter Britischer Herrschaft, allerdings mussten wir uns der Hände und Füße bedienen und waren der Freundlichkeit sowie Geduld der Einheimischen ausgeliefert, die uns weiterzuhelfen versuchten und meist auch schafften!

Eine erwähnungswerte Sache ist die octopus card. Wir nutzten diese zwar nur für die Öffis aber man kann (vor allem wegen der oft fehlenden Möglichkeit bargeldlos zu zahlen) Sie an vielen Orten und Stellen auch zum Zahlen verwenden. Mit 500 HK$ pro Nase und Tag sind wir ganz gut durchgekommen, haben uns aber auch keinem Luxus hingegeben! Der etwa zwei stündige Aufstieg zum Big Buddha auf Lantau (statt mit der Seilbahn zu fahren) hat sich sicher positiv auf das Börsel ausgewirkt wie auch der Abstieg zu Fuß vom Victoria peak.

Was den Dschungel (diesmal sind die Häuserschluchten gemeint) angeht: ohne GPS, Karte und Navi wäre vieles teilweise nicht möglich gewesen. Gott sei Dank hatte ich noch einen alten Vertrag und telefonieren und vor allem Datenvolumen „like home“! So war es auch mit Bus und Tram einfacher. Vor allem wenn man den Ausgang aus der U-Bahn schon vorher kannte.

Was bleibt ist: die Faszination für die Kultur (auch Peoples religion/Buddhismus) und nicht nur ein Film (Dokumentationen oder Spielfilme) von und über China bzw. Hongkong hat meine Freizeit verschönert; ein unglaublicher Einblick in die Teekultur, Teehäuser sind das, was uns fehlt, mehr Gemütlichkeit, weniger Stress und free-refill; das Geruchsgedächtnis an Räucherstäbchen überall vor Häusern und in den Tempeln; Kondensat, das auf den Gehsteig und vor allem einem selbst tropft und öffentliche Toiletten (?)

PS: zum ersten mal im Disney Land war auch eine nette Erfahrung!

Vegane Spaghettisauce ala Bolognese

Ich hatte kürzlich Gäste, die sich rein vegan ernähren und mir deshalb die Herausforderung gesetzt selbstgemachte Pasta mit Sauce zu machen. Nudeln ohne Ei sind zwar nicht so gut, wie ihre Kollegen, allerdings diese delikate Sauce, mit der vielseitigen Zutat Saitan hat das wieder wett gemacht!

Für ca. 7-8 Portionen
Vorbereitungszeit: 25 min
Kochzeit: ca. 35 min
[spoiler show=“Zutaten“ hide=“Kompakt“]

Bolognese-sauce:

etwas ÖL zum anbraten
2 Zwiebeln fein gehackt
300g Packung Saitan, fein gehackt
4 Karotten fein gehackt
1 TL Paprikapulver (ungarisch oder süß, je nach Geschmack)
4-5 Knoblauchzehen
1-2 TL Oregano (hochwertig)
700g Tomatenpulpe
1 Dose geschälte Tomaten
Salz (wenn gewünscht glutamatfreier Gemüse-Suppenwürfel)

[/spoiler]

Aus zeitlichen Gründen habe ich diesmal alle Zutaten gehäckselt. Angefangen mit den Zwiebeln, die anschließend zum glasig andünsten in den heißen Topf mit Öl kamen, fortgesetzt mit zerhacktem Saitan, das ich auch ein bisschen mitgebraten habe und zuletzt die Karotten zum dünsten dazu. Anschließend Knoblauch, Oregano und Paprikapulver kurz anschwitzen und mit Pulpe sowie Dosentomaten ablöschen. Köcheln lassen, abschmecken und servieren.

Als Variation kann ich mir gut Vorstellen einen Schuss süßlichen Essig oder Zimt hinzuzufügen. Alternativ auch Currypulver.

Mahlzeit!

Linsensuppe

Eine meiner Lieblingsspeisen im Restaurant Samrat ist die Mulligatawny Suppe. Darin könnte ich mich eindecken! Mittlerweile habe ich diese auch schon fast so hinbekommen, wie die dort schmeckt!

Für ca. 2-3 Portionen
Vorbereitungszeit: 10 min
Kochzeit: ca. 15 min
[spoiler show=“Zutaten“ hide=“Kompakt“]

Tofusauce:
1 Erdäpfel, mittelgroß
1 Zwiebel
125 g Linsen (am besten gelbe, die man nicht einwassern muss)
etwas ÖL
2 TL Paprikapulver (ungarisch oder süß, je nach Geschmack)
0,5L Wasser + Suppenwürfel oder Gemüsesuppe
2/3 TL Kreuzkümmel
1/3 TL schw. Kreuzkümmel
Spritzer Zitrone oder Himbeeressig
75 g Cremefin 7%
Koriander oder Petersilie zum Garnieren

[/spoiler]

Erdäpfel und Zwiebel schälen und anschließend in kleine Würfel schneiden. Linsen kurz in einem Sieb waschen und abtropfen.

Öl in einem WOK erhitzen und Kümmelsamen kurz anschwitzen, Zwiebelwürfel hinzugeben und bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Danach Erdäpfelwürfel ebenfalls glasig dünsten und die Linsen dazugeben. Paprika unterrühren und kurz miterhitzen, anschließend mit Gemüsesuppe / Wasser ablöschen. (Falls Wasser, sobald es zum Kochen anfängt Suppenwürfel dazu) Das ganze langsam zum Kochen bringen und bei gelegentlichem Umrühren zugedeckt köcheln lassen, bis die Linsen fast weich sind.

Nun einen Anteil herausschöpfen und den Rest gemeinsam mit Cremefin mit dem Mixstab pürieren. Anschließend die nicht pürierten Anteile und einen Schuss Zitrone/Essig einrühren und falls nötig erhitzen aber nicht mehr kochen.

In Teller oder Schüssel mit Petersilie oder Koriander (je nach Geschmack) anrichten. Mahlzeit!

PS: beim Inder bekommt man noch eine Zitronenscheibe rein.

2017 1015 – Paarshooting L+M

Ich liebe meine Neue sehr, klein, kompakt und praktisch, vor allem auf Reisen. In letzter Zeit allerdings stelle ich Grenzen fest, die mich wieder zu einer halbprofessionellen Kamera ziehen, gerade liebäugle ich mit einer 80D, die meiner Kleinen nichts nachstehen sollte. Neben technischen Fehlern (Blende zu weit offen) kam erschwerend zu langsame oder Fehlfokussierung hinzu. Allerdings konnten wir aus dem wundervollen Herbsttag einiges herausholen…

Ich finde es sind einige sehr gute Porträts und Kreationen entstanden, auf die man stolz sein kann! Es hat richtig Spaß gemacht mal wieder wegen des Fotografierens zu fotografieren und sich 100% darauf fokussieren zu können. In letzter Zeit häufen sich wieder die Anfragen Fotografie zu betreiben und meine Ausrüstung auszureizen, was mir wieder richtig taugt und ich schon fast überlege einen „alte Hobbys“ Post zu machen…

Krautrisotto

Die Krautsaison ist eröffnet und wir sind große Krautfleckerl Fans, doch sollte hin und wieder Abwechslung her und so fand ich einen Krautschädl im Kühlschrank und habe mir gedacht, dass ich eigentlich schon lange keinen Reis mehr hatte, daraus ist dann etwas Köstliches entstanden…
Rezept für 6-8 Personen
Kochzeit: ~1-1,5h
[spoiler show=“Zutaten“ hide=“Kompakt“]Einen Weißkraut-Kopf
Zwei mittlere Zwiebel
Pflanzlicher Butter-Ersatz
gehäufter Teelöffel zerstoßener schwarzer Kreuzkümmel
Ein großer Schuss Weißweinessig
3 Gemüse-Suppenwürfel (ohne Glutamat)
5 mittlere Erdäpfel
2x250ml Tassen Rundkorn Reis
200g Käse (z.B. Mischung Bergkäse mit Parmesan)
Salz und Pfeffer
[/spoiler]

Wir starten damit den Kopf zu zerteilen und den Strunk zu entfernen, anschließend das Kraut in kleine Stückchen zu schneiden und in einem großen Topf mit geschmolzenem pflanzlichen Butterersatz zu dünsten. Währendessen schneiden wir die Zwiebel klein und dünsten diese anschließend ebenfalls mit dem Kraut. Nun geben wir einen ordentlichen Schuss Weißweinessig hinzu. Nebenbei schälen wir die Erdäpfel und würfeln sie, mischen sie anschließend mit Reis, Kreuzkümmel und Suppenwürfeln im Topf unter. Sofort geben wir zuvor erhitztes (70-100 Grad) Wasser hinzu, bis wir die Masse leicht bedecken. Auf niedriger Hitze so lange köcheln lassen, bis der Reis al dente ist. Nun nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und bei Bedarf Käse hinzufügen.
Mahlzeit!

(Ich hatte leider nur Rotwein Balsamico Essig, daher ist die Farbe nicht so schön geworden.)

Ein altes „Hobby“ – Chilizucht – leider nicht ganz

Aufgrund gewisser Umstände war es nicht besonders leicht zu Gärtnern, das und der Umstand unvorhergesehenen Frostes hat das Ganze nicht so leicht gemacht…

Nachdem meine mehrere Jahre alten Chilipflanzen leider in der dunklen Wohnung im Erdgeschoss und Blick in den Innenhof eingegangen sind, war es an der Zeit wieder von Neuem zu beginnen. Da ich die riesige Ernte meiner Habaneros zum Teil auch getrocknet habe, wollte ich neben einem bunten Gemüsemix, den meine Schwester mir geschenkt hatte auch wieder beginnen Chilis zu züchten.

Was vollends fehlt ist die Erfahrung wie und vor allem wann man etwas ins Freie raussetzen kann. Auch das richtige Plätzchen ist nicht einfach. So habe ich zum Beispiel versucht Petersilie anzubauen, diese blieb aber klein und verkümmert. Die Paprikapflanzen, viel zu spät in die Sonne gestellt, entwickelten sich nicht besonders,… Nach dem ersten Frost waren die meisten Pflänzchen sowieso kaputt aber was geblieben ist war auch nicht so schlecht:

  • Riesige Stauden an Tigertomaten
  • Zumindest 2-3 wuchernde Mangold Strunke
  • Lila Karotten, die sich nicht nach unten hin entfalten konnten
  • Kohlsprossen, auf die ich leider noch ein bisschen warten werden muss
  • Diverse Kräuter, wobei der Basilikum immer wieder von einer eifrigen Pflückerin sabotiert wurde

Für’s nächste Jahr habe ich auf alle Fälle einiges vor und werde vielleicht auch schon früher Pflänzchen großziehen. Ein Habanero Pflanzerl steht noch am Fensterbrett und versucht was zu werden, der Rest sieht traurig aus.

Hier ein paar Impressionen:

Ein altes „Hobby“ – Computerspielen – Mass Effect Reihe

Vor kurzem habe ich erwähnt, dass ich alte Hobbies wieder für mich entdeckt habe und eines davon ist Computerspielen, darüber möchte ich berichten. Letzte Woche hatte ich das ganz seltene Erlebnis (wie bei Büchern oder Buchserien bzw. anderen fortlaufenden Geschichten) zum letzten Mal wieder in eine fremde Welt entführt worden zu sein und ein Teil der Geschichte zu werden. In dieser Form habe ich das bei einem Computerspiel noch selten erlebt. Am ehesten wahrscheinlich noch bei Longest Journey

Schon mehr als fünf Jahre ist es her, dass ich mir auf Empfehlung meiner Schwester hin Mass Effect 1&2 zugelegt habe, bis Anfang diesenist Jahres allerdings ist nicht viel passiert. Ich habe leider überhaupt das Problem, dass ich mir immer wieder Spiele kaufe, die cool klingen, sie aber mangels Zeit und Prioritäten nie spiele. Dabei liegt meine Leidenschaft in Adventures (z.B. Point and Click, wie Monkey Island), Wirtschaftssimulationen (wie Anno Serie oder Skyline: Cities) und Rollenspielen (kann Action sein, wie Diablo Serie oder wirklich viel auf Story, wie Witcher oder hier Mass Effect), natürlich mischen sich immer wieder auch andere Genres dazu aber es ist wie beim Musikhören… 😉 Dabei ist Computerspielen eigentlich ein wirklich feines Hobby und um Welten besser als vor der Knotze zu hocken und sich von TV oder Serien berieseln zu lassen, da man hier oft entweder die Geschichte mitgestalten kann oder geistig mit Rätseln oder Strategien gefordert wird…

Wieso lag dieses Spiel so lange herum? Am Anfang gab es das Problem, dass SciFi meist nicht unbedingt zu meinen Lieblingsuniversen für Spiele zählt, ich fühle mich eher in Fantasy zu Hause, was man auch bei der Wahl meiner Bücher sieht. Auch hier war die Ender Serie (z.B. Enders Game) eher die Ausnahme als die Regel. Zum anderen mag ich es nicht lange dauernde Spiele/Serien/Bücher zu unterbrechen, weil ich es schade finde, die Energie, die ich verwende in die Welten und Geschichten zu einzutauchen und zu versinken immer wieder investieren zu müssen oder einfach nur Details zu vergessen. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass mich jeder Teil mehr als 70 Stunden beschäftigen würde, vor allem, da ich ungern Nebenaufträge auslasse und immer gerne die ganze Welt/Universum und Geschichte mitbekommen möchte. Im Endeffekt habe ich 101 Stunden an allen drei Teilen zusammen gespielt, was sich viel anhört, in einem Zeitraum von einem halben Jahr aber eigentlich recht wenig ist…

Wieso habe ich nun denn jetzt eigentlich angefangen? Ein Freund hat es geschafft mich in einer Zeit zu überreden, die eigentlich die idealen Umstände zum Computerspielen, Filmschauen, etc. bietet. Extra einen freien Nachmittag/Abend genommen um alles zock-ready zu machen und noch dazu mit anschließen des PCs an den Fernseher ein cinematisches Erlebnis daraus zu machen, das ich beim dritten Teil dann aus Komfortgründen wieder aufgegeben habe und zurück zum Monitor bin.

Damals als ich mir das Spiel gekauft habe hatte ich schon ein bisschen angespielt, es aber als öde/mühsam empfunden, außerdem war es mir fast zu sehr „Ego“-Shooter, außerdem wollte ich auf Englisch spielen, was aber mangels Übung nicht wirklich klappte. Nun viele Jahre und noch mehr englische Bücher später habe ich mich aufgerafft und nach dem Öden Intro alle drei Teile in einem durch auf Englisch durchgespielt, Charaktere lieb gewonnen und auch das Universum verstehen gelernt. Der physikalische Hintergrund der Mass Effect Technologie und die Idee hinter dem Universum entwickelte sich genauso wie die Geschichte so richtig erst im zweiten Teil, auch hier bekamen die begleitenden Charaktere mehr Fleisch und zusätzliche neue Gesichter. Genial war eigentlich auch, wie sich die Bösewichte von Teil zu Teil dann wie ein Puzzle in einem Ende verknüpft fanden. Gesellschaftskritische Themen (zwischen verschiedenen Sternfahrenden Völkern) wurden genauso angesprochen wie die Entwicktlung von und das Zusammenleben mit synthetischen Wesen/KI. Man wird immer wieder (in jedem der Teile) vor viele moralische und auch den Lauf der Geschichte beeinflussende Entscheidungen gestellt und diese kann man via save game import sogar bis in den letzten Teil mitnehmen (wo auch immer wieder gerettete Personen oder Leute, die man unterstützt hat auftauchen). Nun, wo alles vorbei ist bin ich richtig melancholisch. Auch war der dritte Teil nicht nur episch sondern auch emotional, durch den Verlust guter Freunde des Protagonisten. Schade das es vorbei ist, es war wirklich sehr schön!

Das Gameplay wurde von Teil zu Teil besser und im dritten Teil sind viele unnötige und nervende Sachen rausgeflogen. Auch der zweite Teil war hier schon eine Verbesserung.

Hintergrundinfo:

ME 30h47m
ME 2 36h28m
ME 3 33h36m