{"id":1808,"date":"2011-07-31T19:00:11","date_gmt":"2011-07-31T17:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.chiller.at\/?p=1808"},"modified":"2011-07-31T17:55:32","modified_gmt":"2011-07-31T15:55:32","slug":"feuervogel-wiener-schmah-und-kost","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.chiller.at\/?p=1808","title":{"rendered":"Feuervogel &#8211; Wiener Schm\u00e4h und Kost"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nachdem ich dieses Semester meinen Russischkurs in der N\u00e4he des Restaurants <a title=\"Russisches Restaurant\" href=\"http:\/\/www.feuervogel.at\/\">Feuervogel<\/a> besuchte, lag es quasi auf der Hand zum Abschied dort essen zu gehen. Mit niedrigsten Erwartungen, gesch\u00fchrt durch H\u00f6rensagen und Ger\u00fcchte wurden wir positiv \u00fcberrascht. Aber leider nicht durch Authentizit\u00e4t&#8230;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht liegt es auch daran, dass eine \u00c4nderung in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung stattgefunden hat&#8230; jedenfalls wurden wir von einem Wiener Kellner, und seinem Chef herzlich, mit Schm\u00e4h bedient. Letzterer beteuerte immer wieder, dass er schon einige Male in Russland, Ukrainie, etc. war und wei\u00df wie das Essen schmecken sollte, selbst wenn es hier nicht ganz so ist. Zum Dessert hat er uns noch eine kleine Anektote \u00fcber die Entstehung Sirniki erz\u00e4hlt. Das kulturelle Rahmenprogramm hat also gepasst.<br \/>\nDer Bezug des Restaurants zu Russland ist, laut ihm, dass der Koch eine ukrainische Gro\u00dfmutter hat und nach einem russischen Kochbuch aus Dresden\u00a0(es spricht deutsch) kocht, welches er in Russland ergattert hat. (schwierige Verkettung :))<\/p>\n<p><strong>Komfortabel sitzen? Zu sechst? eher nicht<\/strong><\/p>\n<p>Da wir &#8222;nur&#8220; sechs waren konnten wir uns ein &#8222;Abteil&#8220; teilen. (diese bilden einen gro\u00dfen Teil des Restaurants) Die B\u00e4nke sind mit dem Tisch fix verbunden und damit es nicht gar so eng ist bekamen wir noch einen Miniaturbeistelltisch. Gem\u00fctlich sitzen ist anders, zu viert sollte es wahrscheinlich besser sein. Die urspr\u00fcnglich f\u00fcr uns gedeckte Tafel (normale Tische) &#8211; wir h\u00e4tten mehr werden sollen &#8211; w\u00e4re f\u00fcr meine Fu\u00dffreiheit sicher komfortabler gewesen. Also am besten mindestens zu siebent essen gehen.<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re im Lokal war angenehm, doch als nur mehr wir dort waren vielleicht etwas zu ruhig. (Wir waren die ausdauerndsten G\u00e4ste) Die entspannte Stimmung wurde von Musik, dumpf im Hintergrund untermalt. Dekorativ hatte das Interieur interessante Wandmalerei zu bieten, die mich irgendwie an Indianertotems erinnerten. Das einzige, was wirklich russisch anmutete waren die aufgeh\u00e4ngten Bilder&#8230;<\/p>\n<p><strong>Die begehrteste Kost ist leider aus<\/strong><\/p>\n<p>Liebend gerne h\u00e4tte ich die handgemachten Pelmeni probiert, die aber leider bis auf ein paar wenige f\u00fcr eine Delegation aus der russischen Botschaft am n\u00e4chsten Tag reserviert waren. (So wurde uns zumindest gesagt) Somit entschloss ich mich diese meinen Begleitern zu \u00fcberlassen und mir eine andere Vorspeise zu g\u00f6nnen. (Ich bereute es nicht) Laut unserer Lehrerin und einem Kollegen waren sie nicht schlecht, allerdings auch nicht die besten, die sie in Wien gegessen haben.<\/p>\n<p>Ich bestellte stattdessen Piroggen (7\u20ac), die mit Schwammerl w\u00fcrzig gef\u00fcllt waren. Hervorragendes Geschmackserlebnis, allerdings etwas kleine Portion.<br \/>\nAls Hauptspeise Kiewer Kotletts (16\u20ac, eine der wenigen Speisen die mich wirklich angelacht hat): H\u00fchnerbrust in Tannenzapfenform gef\u00fcllt mit Kr\u00e4uterbutter, welche sich beim Anschneiden gef\u00e4hrlich-explosiv verteilen kann. (Dar\u00fcber wurde ich vom Kellner dankenswerterweise vorher gewarnt, es ist nicht ungef\u00e4hrlich) Als Beilage Erbsen und &#8222;Pommes&#8220;. (fein geraspelte und frittierte Erd\u00e4pfel) War auch nicht schlecht.<\/p>\n<p><strong>Mehr f\u00fcr&#8217;s Auge als f\u00fcr den Magen<\/strong><\/p>\n<p>Das Essen war generell sehr appetitanregend angerichtet und auch eine geschmacklich eine Gaumenfreude. Wie es in teureren Lokalen so \u00fcblich ist bezahlt man f\u00fcr das Gedeck und bekommt: Stoffservietten, Butter, ein Sch\u00fcsserl Knoblauchcreme und diverse Brotscheiben.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn wir schon einmal hier sind&#8220; war unser Motto und deswegen bestellten wir auch Nachspeisen. Meine Lehrerin bestellte Sirniki garniert mit Semmelbr\u00f6seln und Marmelade. Sie sollten \u00e4hnlich wie Topfennockerl geschmeckt haben und sahen auch so aus. In Odessa bei meiner Gastfamilie (und auch wie meine Lehrerin best\u00e4tigte bei ihr zu Hause in Russland) sehen sie eher aus wie kleine Pfannk\u00fcchlein, weniger luftig und mehr deftig. Auch der Chef meinte, dass er sie anders kennen w\u00fcrde&#8230;<br \/>\nIch f\u00fchrte mir das Nussgeheimnis (6\u20ac) zu Gem\u00fcte. Nu\u00dfkuchen mit tonnenweise Schlag und Marmelade \u00fcbergossen.<\/p>\n<p><strong>Wer&#8217;s im B\u00f6rsel hat&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>&#8230; kann sich gerne den russisch angehauchten Speisen hingeben. Wer aber richtig authentisch essen gehen m\u00f6chte, sollte lieber ein anderes Lokal w\u00e4hlen. Wenn es schon nicht echt war, so war es doch zumindest ausgezeichnet, was aber die preisliche Position im Verh\u00e4ltnis zur Menge nicht rechtfertigt. Um 32 \u20ac f\u00fcr mich alleine (es waren drei G\u00e4nge und ein Orangensaft, wobei die Hauptspeise im preislichen Mittelfeld des Restaurants lag) kann man anderorts mit \u00e4hnlicher Qualit\u00e4t fast zu zweit essen. Und ich dachte <a title=\"Wladimir \u2013 russische Idylle mit m\u00e4\u00dfiger Kost\" href=\"http:\/\/www.chiller.at\/?p=104\">Wladimir<\/a> sei teuer&#8230;<\/p>\n<p>Gut war&#8217;s schon, allerdings nicht echt&#8230;<\/p>\n<p>trotzdem Mahlzeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich dieses Semester meinen Russischkurs in der N\u00e4he des Restaurants Feuervogel besuchte, lag es quasi auf der Hand zum Abschied dort essen zu gehen. Mit niedrigsten Erwartungen, gesch\u00fchrt durch H\u00f6rensagen und Ger\u00fcchte wurden wir positiv \u00fcberrascht. 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