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2014 11/12 – Florida

Wieder Mal auf in die Staaten, ich kann mich garnicht mehr erinnern wann ich dort war – New England ein ganz anderes Pflaster und Erlebnis, ich war bei den International Colonials. Aber das ist eine andere Geschichte und schon über 12 Jahre her...

Mit der AirFrance via Paris über 14h unterwegs – glücklicherweise hatten wir Plätze im Mittelgang ganz vorne und ich konnte halbwegs meine Füße ausstrecken. Beim Rückflug hatten wir zwar vom Platz her kein Glück (vor allem Paris – Wien war furchtbar) aber zumindest war es  über See ein neuer Airbus A380 mit ausreichend Beinfreiheit auch in den normalen Reihen und die Flugzeit war kürzer. Was ich ein wenig unfair finde ist, wenn kleine Menschen einen Platz für lange Füße bekommen und ich dafür einen Aufpreis zahlen muss. Was kann ich dafür groß zu sein?

Unterwegs

In der Nacht kamen wir an und mussten wieder einmal warten… Passkontrolle, Einreisekontrolle, Zoll, Zug zur Autovermietung und zu guter letzt bei der Autovermietung. Glücklicherweise haben wir ein kostenloses Upgrade bekommen und konnten mit einem Hyundai Sonata gleich mal ein paar Kurven um den Flughafen drehen. Ein Navi ist (vor allem in Miami) Gold wert, zumindest sobald es sein GPS Signal findet.

In Österreich hatten wir unsere erste Unterkunft (sowie Auto und Flug) bereits gebucht. Unsere Absteige in Miami Lakes war das Hotel Indigo. Etwas weit weg von Miami Beach aber nachher ist man immer schlauer und so spannend fanden wir die Stadt sowieso nicht. Besonders stolz sind sie in M. Beach auf ihre „Art Déco“ Architektur, die man aus verschiedenen Filmen kennt und die futuristisch anmutet. Oder wie die Amis sagen: Art Teko. Der berühmte Strand ist wirklich lang und groß aber eigentlich auch nichts besonderes. Vielleicht lag es an der Jahreszeit und daran, dass nicht sehr viel Reich, Schön und Dumm unterwegs war. Wobei man letzteres nicht unterschreiben kann. Bei diversen Situationen im Straßenverkehr musste ich mir an den Kopf greifen: z.B. 5 Ampelphasen lang hat es die Person im Auto vor mir es nicht geschafft Spur zu wechseln und links abzubiegen…

Autofahren

Apropos Straßenverkehr: In Amerika ist Autofahren wirklich einfach. Es gibt überall viel Platz, breite Spuren und wenig Reglementierung/Verkehrsschilder. Kein Wunder, dass man hierzulande schon mit 16 Jahren Autofahren darf. Auch die erlaubten Maximalgeschwindigkeiten sind moderat und fast jede Kurve geneigt, damit man nicht hinausgeschleudert wird 😀 Theoretisch sollte man sich auch mit den logisch aufgebauten Straßenbezeichnungen schnell zurecht finden und auch das Überholen von beiden Seiten ist angenehm, da es hier explizit erlaubt ist. Dies und die Möglichkeit bei den meisten Ampeln bei rot rechts abzubiegen sollten wir bei uns auch einführen. Dann hätte sich das mit den Mittelspurschleichenden auch erledigt. Autofahren kann aber auch sehr langweilig sein, ewig lange gerade Straßen  und selten Kurven.

Land und Leute

Mein Vorurteil, dass hier alles überdimensioniert und ein bisschen verschwenderisch ist hat sich bestätigt. Die Supermärkte sind selbst in den kleinsten Varianten riesig. Man geht selbst bei kleinen Einkäufen mit immer wieder 3-4 Plastiksackerl in der Hand aus dem Geschäft. Komischerweise sind diese relativ klein – Sackerlmania! Gott sei Dank gibt es hie und da ein Umdenken, vereinzelt bekamen wir (etwas größere) Papiersackerl. Dies war vor allem in der Nähe von Naturschutzgebieten der Fall.

Grundsätzlich wurden wir immer freundlich und zuvorkommend behandelt, das meiste Personal kam aus der lateinamerikanischen Ecke, was sich auch oft in der Speiseauswahl wiederspiegelte. Kubanische Küche war mit diversen Teigtaschen und anderen Köstlichkeiten stark vertreten. Auch waren wir uns manchmal nicht sicher ob spanisch vielleicht die einfachere Sprache wäre um sich hier zu verständigen. Apropos Essengehen und Einkaufen: Steuern sind leider fast nirgendwo angegeben und man wundert sich beim Bezahlen dann doch immer wieder, wenn man plötzlich deutlich mehr ausgibt als man vorher abgeschätzt hatte. Auch sollte man das erwartete Trinkgeld von 15-20% nicht unterschätzen, die Haupteinkunftsquelle von Bedienungspersonal. Vielleicht etwas unhöflich für unsereins wirkend, die Rechnung wird sehr schnell und unaufgefordert bereitgestellt. Wir haben das als sehr angenehm empfunden, da man manch Andererorts ewig darauf warten muss.

Enttäuschend war im Sunshine State, trotz der Orange auf der Nummerntafel der magere Geschmack von frisch gepresstem Orangensaft und Obst generell. Die Burger waren meist ganz gut aber das ungewürzte Fleisch bedarf auch etwas Gewöhnung. Interessante und vor allem gute Lokale haben wir versucht mit Tripadvisor zu finden, leider lag dieser teilweise trotz sehr viel guter Bewertung nicht immer richtig. Unser Marco Polo Florida Reiseführer bescherte uns auch das ein oder andere exzellente Mahl, vor allem das Essen in einem Lokal an den Docks (eines Jachthafens in Miami).

2015 04 – Prag mal wieder

Nach einer anstrengenden Woche ging es über ein verlängertes Wochenende auf nach Prag. Zuletzt war ich 2011 dort und da hatte ich ein ziemlich gedrängtes Programm. Diesmal mehr Zeit um auch die weniger touristisierten Gebiete zu erkunden…

Wie ich es gerne mache, war es ein ziemlich zu Fuß lastiges Wochenend-Programm. Die paar Male wo wir die U-Bahn genommen haben waren die Intervalle ziemlich lange und Umsteigen mehr eine Qual als praktisch. Zumindest eine Schonung für müde Füße… Irgendwie hat Prag mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen (wie soviele andere in meiner Umgebung, die in letzter Zeit davon schwärmen). Es ist nett, viele hübsche Gebäude prägen das Stadtbild und auch ein paar nette Parks auf Hügeln. Es fehlt allerdings das gewisse Etwas, was es ist, weiß ich nicht. Aufgefallen ist mir, dass es recht laut ist. Vielleicht lag es an ebendiesen erhöhten Positionen, die ich ziemlich oft erklommen habe… (Ein Verkehrs-Grundrauschen ist zumindest allgegenwärtig)

Kulinarisch haben wir versucht uns diesmal von TouristInnenabzocken fernzuhalten, was uns ganz gut mit Hilfe von Tripadvisor und ein bisschen Lagevergleich gelang. Ein wirklich gutes Lokal war U Kroka, da das Lokal so gut besucht ist wie sein Ruf empfielt es sich zu reservieren. Ein edles Lokal (das den Preis durch Gourmet statt Tourismus rechtfertigte) war das Blue Wagon. Als richtiges Local food (mit Verständigungsschwierigkeiten und sehr günstigem Preis) würde ich die Kantine Korunka U Arbesa (ca. Stefanikova 49, Andel) bezeichnen. War gut und gut besucht, allerdings konnte man das Essen nur im Stehen genießen. Zu guter Letzt besuchten wir noch das Café Savoy, das wirklich gute Tripadvisor Bewertungen hatte, allerdings eher ein Hort des Tourismus und ziemlich teuer aber köstlich war.

Grundsätzlich kamen wir bis auf wenige Ausnahmen (Kantine) mit Englisch sehr gut zurecht und es waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. (Anders als damals 2011) Abgestiegen sind wir diesmal in einem relativ günstigem dafür sehr gut gelegenen Hostel: Miss Sophies. Hier haben wir recht günstig / üppig und gut gefrühstückt und in einem modern schräg eingerichteten Zimmer gehaust.

Viel Fotografiert habe ich nicht aber dafür war es entspannend und vor allem war das Wetter etwas besser als in Wien und wir sind gesund und munter zurückgekommen.

 

2014 0514-0518 Japan – Kyushu/Fukuoka

In Fukuoka hatte ich ziemlich viel Zeit mich umzusehen, mich meiner Kamera zu widmen sowie Kultur, Land und Leute „aufzusaugen“. Ich konnte ein wenig mehr in die Kulinarik eintauchen und hatte auch das Vergnügen ein paar interessante oder durchaus kuriose Schauplätze zu besichtigen…

In Fukuoka spielte das Wetter leider nicht gleich mit und es gab immer wieder Sprühregen von allen Seiten. Blöd nur wenn der Himmel dann komplett aufreißt und man vor Hitze alles außer das T-Shirt auszieht und die Sonnencreme im Hotel hat. Der Sonnenbrand war unangenehm aber gottseidank nicht so schlimm und schnell wieder weg.

Kulinarik

Tagsüber habe ich mich von Snacks auf der Straße, aus dem Supermarkt oder einer Markthalle ernährt – abends sind wir dann meist bei einem Straßenstand „local food“ genießen gewesen. Die erste Speise in Fukuoka waren Donuts, nicht sehr geistreich aber wir hatten Hunger und es war am Weg zum Hotel nichts anderes essbares zu finden. Am Abend hatten wir dafür exzellente Ramen mit sehr gut gewürzten Gyoza.

Kultur und Bauwerke

Neben der Erkundung der Stadt (diverse Tempel, Ruinen usw.) haben wir noch eine Insel angesteuert wo wir endlos maschierten und erst spät heimkehrten. Zen-Gärten machten sich leider etwas rar, davon hätte ich mir ein wenig mehr zu sehen erhofft. Am letzten Tag fuhren wir noch einmal mit dem Shinkansen und besuchten Kumamoto, wo wir uns die restaurierte Burg genehmigten. Nach einer gewissen Zeit verloren die Tempel ihren Reiz (genauso wie die Moscheen in Istanbul oder katholische Kirchen) und auch (oft angeschlossenen) Friedhöfe waren irgendwann nichts neues mehr. Dafür stimmt mich eine Sache die ich öfter gesehen habe traurig – die Armut, immer wieder sah ich Menschen unter Planen oder in anderen Miseren leben.

 

2014 08 – Kurztrip nach Ungarn

Hier sollte eigentlich ein Artikel über eine Sprachwanderung in die Karpaten stehen, doch diese habe ich nie erreicht. Lachesis Netz hat mich zurückgehalten…

[spoiler show=“Vorgeschichte“ hide=“Vorgeschichte“]Vorletzte Woche Donnerstag Nachmittag ereilte mich ein Anruf „bist du auch schon im Zug?“ Zu dieser Zeit war ich allerdings nicht einmal in der Nähe von Meidling, von wo die Reise starten sollte. „Um 18:40 fährt der Zug von Budapest weiter, vielleicht holst du uns ein!“ Es war 14:00 und ich war erstmal perplex. Die Abfahrt sollte doch erst morgen sein?

Wie ich so bin denke ich: nichts ist unmöglich und mache mich auf den Weg meine Sachen zu holen. Einiges hatte ich schon vorbereitet, einiges würde ich vergessen. Also trat ich mit hohen Stresspegel den Weg nach Hause an und suchte nach Möglichkeiten rechtzeitig in Budapest zu sein. (nebenbei bemerkt: 35% Akku) fliegen, Zug, Bus,..? Google zeigte mir alles mögliche aber nur wenig passendes. Schließlich auf der Seite www.mitfahrgelegenheit.at wurde ich fündig. Nach kurzem Telefonat war vereinbart, dass wir uns um 15:30 treffen würden. Mein Rucksack war schneller gepackt als der KAZ3 beim Bundesheer, jedoch alles Kreuz und quer und voluminös. Egal, das Taxi wartete um mich zum Treffpunkt zu bringen (es hat leider wegen des hohen Verkehrsaufkommens nicht viel gebracht aber immerhin ein paar Minuten) etwas verspätet saßen wir zu fünft in einem Mercedes am Weg nach Budapest. Etwa bei Schwechat fand ich bei der Recherche, zu welchem Bahnhof ich müsse heraus, dass mein Ziel-Zug vorverlegt wurde – um eine Stunde. Somit keine Chance mehr diesen zu erwischen. Was gibt es für Alternativen? 19:23 mit mehrmals umsteigen. Gut den versuche ich. Leider haben mir ein Unfall auf der Autobahn und der Budapester Stadtverkehr einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Außerdem wusste ich nicht einmal ob ich mitfahren hätte können oder nicht, da Reservierungspflicht für den ersten Zug bestand.) Gut dann wird es halt ein Wochenende in Budapest. Man muss das beste aus seiner Situation machen.

Ich war erst einmal planlos und suchte auf Hostelworld nach einer Bleibe. (Die Roaming-Kosten sind sowieso schon durch Kontakt mit der Organisation der Wanderung in die Höhe geschossen) Doch am Handy vor Ort ist das nicht mehr so einfach wie am PC daheim. Glücklicherweise habe ich einfach ein paar holländische Rucksack Touristen angesprochen (es war gerade das Sziget Festival) und bin mit ihnen zu ihrem Hotel (ein altes Studentenheim auf einem Hügel mit toller Aussicht) gegangen, das sogar noch ein Zimmer frei hatte. (Dies wäre vom Komfort her eine viel bessere bleibe gewesen,… mehr siehe weiter unten)

Hier habe ich erst einmal meinen Rucksack vernünftig gepackt und festgestellt, dass ich 2 shirts zuviel aber meine Sonnenbrille zu wenig und auch keinen Pullover mithatte. Danach bekam ich noch einen Anruf mit einem letzten Strohhalm: Zug um 22:23. Ich checkte (problemlos und ohne Kosten) sofort aus, besorgte mir Proviant für die Fahrt und ab zum Bahnhof – Wo der Auslandsreise-Schalter leider bereits geschlossen hatte. Ich war zu dem Zeitpunkt schon zu groggy um den Hinweis der Organisatorin zu schnallen, doch einfach bis zum inländischen Grenzbahnhof zu fahren. Bin deshalb zum anderen Bahnhof nur um festzustellen, dass dort beim Auslandsreise-Schalter eine mega- Warteschlange steht. Wieder zurück um festzustellen, dass da kein Zug ist, der um 22:23 fährt, einer zum gewünschten Ziel ist um 22:13 weggefahren… Damit war es definitiv, ich habe den Wink des Schicksals verstanden und wollte nur noch duschen (Stress- und Hitzeschweiß auf der Haut) und ins Bett. Das erstbeste Hostel war voll, nach kurzer Verhandlung konnte ich mit Isomatte und Schlafsack am Boden rasten. Die Dusche die ich davor noch nahm (musste mir sogar ein Handtuch mieten) war wie ein Milchbad für Kleopatra…
[/spoiler]

Da lag ich um 4 Uhr putzmunter, als die ersten Party-Bienen zurückkamen. Es war noch finster draußen und um 5 Uhr packte ich mich zusammen und organisierte mir einen Kasten. Um zehn vor sechs startete ich mein Sightseeing. Eine wirklich sehr schöne Märchenstadt und auch viele junge Leute, die von dem was Budapest zu bieten hat angezogen werden. Einzig störend ist der allgegenwärtige Straßenlärm und der Dichte Verkehr zur Stoßzeit.

Wenn man zu den richtigen Lokalen geht kann man sich günstig und gut mit Nahrung versorgen. Meine Tante, ihreszeichen Ungarin, hat mir gesagt, dass 7-8€ für Suppe, Hauptspeise und Getränk normal und okay ist. Leider habe ich nicht wirklich etwas um diesen Preis gefunden, mich aber an der Supermarktkost gelabt und kam dadurch noch günstiger weg.

Auffällig ist, dass sehr viele HolländerInnen und Rucksack- TouristInnen hier urlauben. Vielleicht lag dies auch einfach nur am Sziget Festival, das an diesem Wochenende stattfand. In der Früh war es angenehm kühl, tagsüber ziemlich heiß und am Abend schwankte ich alle paar Meter zwischen T-Shirt und Jacke. Generell hatte ich aber sehr angenehmes, sonniges und schönes Wetter. Nach 9h auf den Beinen war ich (auch wegen der ersten schlaflosen Nacht) K.O. und machte am Nachmittag ein zweistündiges Powernap. Ging gut, da niemand in meinem Zimmer herumkramte, quatschte usw.

Eine sehr interessante und noch nie dagewesene Situation war, dass ich an einem Ort ohne Rückfahrticket, Sightsseingbedurfnissen oder sonstige Pläne war. Diese Form von Freiheit war sehr erfrischend und unglaublich erholsam für die Seele.

Die Menschen sind hilfsbereit und mit Englisch kommt man ganz gut weiter. Allerdings sind die RadfahrerInnen furchtbar; in Wien vergleichsweise zivilisiert. Hier düsen die Bikes mit hohen Geschwindigkeiten fast rücksichtslos durch die Menschenmassen auf Gehsteigen, in FußgängerInnenZonen, usw.

Als krönenden Abschluss habe ich noch meinen Onkel am nördlichen Balatonufer besucht und dort eineinhalb Tage verbracht. Hier konnte ich mehr in Richtung ungarische Kost probieren und fühlte mich so, als wenn ich am Mittelmeer gewesen wäre. Der Plattensee ist farblich wunderschön türkis und hat ein angenehmes Klima. Hinein bin ich aber nicht gegangen, da ich schlammige Steppenseen nicht wirklich brauche.

Als einzigartige Erfahrung haben mich meine Gastgeber noch mit zu einem riesigen Flohmarkt genommen, wo Leute von weit her anreisen um einzukaufen. Ich habe erfahren, dass die Bevölkerung meist second hand oder Vorsaisonware kauft, da Neuware unleistbar ist. Deswegen halten sich Geschäfte, die letzteres verkaufen auch kaum. Dafür gibt es ganze Zentren voll von second hand Läden.
Es war wirklich ein gelungener Ersatz für meine verpasste Reise und ich werde sicher mal wieder vorbeischauen!

2014 0501 – 0504 – Phantasievolles und Atemberaubendes aus Wildalpen

Diesmal führte uns ein Wochenendausflug ins Grüne und die Berge, kein stressiger Städtetrip oder Betonsightseeing. Das Wetter verschonte uns Gott sei Dank größtenteils und wir hatten eine ruhige Zeit in einer Hütte mitten im Nirgendwo. Es gab nahezu keinen Handyempfang und zum Heizen einen Holzofen… 😎

Aufgrund dessen, dass ich entspannt durch die Prärie gehirscht bin und meine Phantasie mich immer wieder kurioses erblicken lies, habe ich einige interpretationswürdige Szenen fotografiert und möchte diese mit euch teilen. Doch auch verschone ich euch nicht mit ein paar anderen Motiven…

In den Fotos 2, 3, 5, 7, 8, 21, 27, 28, 30, 34, 35 versteckt sich ein Hirngespinst von mir, findet ihr es?

2013 1213-1215 – Nürnberg – Lebkuchenmania

Ich weiß garnicht mehr, wie es dazu kam, dass wir uns entschieden haben nach Nürnberg zu fahren, es war aber ein sehr feines Sponsionsgeschenk für mich und ST. Ich habe mich voll meiner Lebkuchen-Sucht hingegeben und außerdem gemerkt, dass die Nürnberger in Nürnberg besser schmecken…

Die Stadt war erfrischend anders, der Fachwerksbau versetzt einem zurück ins Mittelalter und die Pflastersteine tun das weitere. Die Statur der Häuser ist hoch aber schmal, dadurch wirken sie kleiner als sie sind. Die interessanten Fassaden laden dazu ein die Atmosphäre aufzusaugen und sich wohl zu fühlen. Von der Kaiserburg hat man sicher einen schönen Blick über die Stadt, doch war uns das Wetter mal wieder nicht hold. Mittlerweile bin ich (sind wir) das aber schon gewohnt… Die (fahrerInnen-lose) U-Bahn hat mich auch überzeugt, leider so teuer wie in Wien aber dafür schnell und angenehm um ans Ziel zu kommen.

Christkindlmarkt

Die Hauptattraktion: der Christkindlmarkt (der berühmt sein soll) war, bis auf das, dass einfach unmenschlich viele Menschen dort waren, nicht wirklich viel anders als die Märkte hierzulande. In dem Gedränge hatte ich auch nicht wirklich viel Chance vielleicht das ein oder andere Detail in Ruhe ausfindig zu machen, was aber ob der eher schlechten Lichtverhältnisse sowieso nicht besonders leicht zu erfassen gewesen wäre. Als ich bei einem dienstlichen Besuch über den Hauptplatz ging war es ein komisches Gefühl. Der Platz kahl und die Stadt menschenleer. Nur das schlechte Wetter und die tolle Atmosphäre sind geblieben.

Nürnberger Lebkuchen – Lebkuchen-Mania

Wo mein Herz (oder besser mein Magen) wirklich hängen geblieben ist, das ist der Lebkuchen. In Wien würde ich wahrscheinlich keine 70 € für Lebkuchen am Christkindlmarkt ausgeben aber es war jeden Euro wert. Jetzt auf meiner Dienstreise habe ich in ähnlichem Ausmaß zugeschlagen. Die Preise sind die gleichen, der Lebkuchen hoffentlich auch! Ich habe jedenfalls eine schier unendliche Vielfalt an Lebkuchen mit nach Hause genommen, eine Gaumenfreude nach der anderen, ich könnte eine Ode an die Freude verfassen…

Doch auch Nürnberger schmecken in Nürnberg besser. An diversen Standln gibt es Weckerl mit 3 Stück + Sauerkraut oder wie auch immer man sie gerne möchte. Eine Laugenbretzn darf natürlich auch nicht fehlen, obgleich sie mir doch ein wenig zu üppig war mit Butter und Rohschinken…

Geheimtipp: Hans im Glück Burgerlokal (http://hansimglueck-burgergrill.de)

Ich würde gerne mit mehr Zeit und bei schönerem Wetter noch einmal hier flanieren!

PS: auf der Heimreise haben wir noch zwei Stopps gemacht. Einen auf dem riesigen Reichsparteitagsgelände und danach noch kurz in Passau, ein ebenfalls nettes Städtchen.

Mit ahn 1000er ins neue Jahr + Rad-cam

Seit dem 06. September bin ich stolzer Besitzer eines Rennrads und gestern war es soweit: Ich habe die 1000 km Schallmauer durchbrochen. Da ich, vor allem im Herbst, sehr oft frustriert war keine Kamera beim Radln dabei zu haben, hat mir das Christkind spontan eine Kompaktkamera gebracht…

Seit ich in Korneuburg arbeite bin ich mehr als 30x  in die Arbeit gefahren, was 22 km je Strecke sind. Ist seit März nicht unbedingt viel aber trotzdem um die 1500 km (angefangen habe ich mit meinem alten Fahrrad, dass irgendwann leider den Geist aufgegeben hat). Oft habe ich mit Gegenwind gekämpft und bin bei Eiseskälte gefahren oder waschelnass angekommen. Dieses Jahr möchte ich versuchen im Schnitt mindestens einmal pro Woche zu fahren!

Vor allem im Herbst tat es ziemlich weh den wundervollen Farben und Spiegelungen an der Neuen Donau im Sonnenuntergang keinen Moment mit meiner Kamera schenken zu können. Deshalb und weil ich die tägliche Belastung durch’s tragen meiner DSLR sehr anstrengend fand, habe ich beschlossen mir eine Digicam zuzulegen. In den „Weihnachtsferien“ habe ich das Ganze auch ein bisschen getestet…

Wenn man gerade richtig gut in Fahrt ist kostet es schon Überwindung für ein Foto stehenzubleiben und dann wieder loszustrampeln um auf Reisegeschwindigkeit zu kommen. Dieser Umstand macht das Fahren doch etwas anstrengender, vor allem wenn man so wie ich hauptsächlich mit Puls >165 unterwegs ist. Vielleicht sollte ich gemütlicher dahintuckern 😉

Hier sind die Fotos von 3 Touren:

  • Versuch die Eisernenhandgasse zu erklimmen (30km)
  • Exelbergstraße, Klosterneuburg, Wien (42km)
  • Tulln Runde (67km)

Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat!

2013 1221 – Dürnstein

Es war ein wunderschöner Tag in Wien, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, angenehme 8°C… Perfekt für einen Ausflug? Dürnstein hat einen sehr tollen Ausblick! Auf geht’s…

Gesagt getan, ab ins Auto und ab Korneuburg kam die Ernüchterung… Nebelsuppe, Temperaturen um die 0°C Ich erinnerte mich sofort an Nürnberg oder Istanbul… Irgendwie ist mir das Wetter in letzter Zeit nicht wirklich hold wenn ich einen Ausflug machen möchte. Allerdings könnte es auch sein, dass Wien mir seine Vorzüge wieder schmackhaft machen will 😉

Jedenfalls, schon routiniert nur grau in grau zu sehen, kletterte ich frohen Mutes (auch ein bisschen in Erinnerung an die tolle Stimmung in Sintra schwelgend) zur Ruine Dürnstein. Unglaublich wie schnell man über den Wolken ist.

PS: Meine neue Kompaktkamera hat gute Dienste geleistet.

Chilizucht – Die Ernte

Bevor ich die erste Ernte mache, wollte ich hier nochmal zeigen welch Phönix aus der Asche auferstanden ist. Scheinbar habe ich genau zum richtigen Zeitpunkt umgetopft und gedüngt, denn es sind soviele Habaneros (natürlich auch jede Menge kleine Chilis) wie noch nie! Mindestens 25 Stück, was etwa 10x soviel ist wie letztes Jahr…

Vom Blumentopf bis ins oberste gest 110-120 cm! Was genau ich damit machen werde weiß ich noch nicht 😉 Ich habe mir gedacht, dass das vorerst mein letzter Post zu diesem Thema sein wird. Jedenfalls bis ich wieder neu anpflanze.

2012 11 – Lissabon – Trip to Sintra

Everybody told me to visit Sintra and so I did on my seventh day. The weather was… crap: rainy and misty. My faces‘ skin just felt like bursting but I took a long road with some hiking elements to the castle. What I saw there was even more fog…

I was just impressed of the view (not the invisible landscape)! A haunted castle with a bewitched forest around, in the middle of a white nowhere, what a motif! After that I wanted to have a Snack in the Palace, since I was already freezingly starving…

It was a very good meal with two desserts :), what should I say? A long walk makes you hungry! Even the hot an warming chocolate from the vending machine was delicious (also because I was deep-frozen and wet to my underpants). Since it was getting darker and my map was so wet, I feared of getting lost and never find the way out of the big park, I left too soon. I definitely have to visit this place earlier and with sunny and warm weather!

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