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2012 08 – Petersburg – Woche 3, best of…

Die dritte und letzte Woche ist wirklich schnell vergangen. Es war gleichzeitig ein kurzer Trip und kam mir so vor als wäre ich mehrere Monate mit meinen Kolleginnen und Kollegen zusammen gewesen…

Von offizieller Seite besuchten wir das Blockade Museum, ein interessanter und zugleich trauriger Ort und hatten außerdem Kontakt mit der russischen Seele (laut einer Einheimischen, die sich furchtbar darüber beschwert hat). Wir wollten mit dem Schiff nach Кронштадт (Kronstadt) fahren, es passten aber nicht alle ins Boot. Man durfte Meisterinnen und Meister des Vordrängens bei der Arbeit erleben und dann wurde mit „Wir sind zwar schon voll aber wer noch rein will und einen Stehplatz in Kauf nimmt, der zahlt nur die Hälfte“ noch einiges an Geld herausgeholt.
Insgesamt war unser Aufenthalt dort leider sehr kurz (wir sind schließlich mit dem Bus gefahren und haben dadurch viel Zeit verloren) und ich hatte das Gefühl, dass ich das Inselchen gerne genauer unter die Lupe nehmen würde. Zum Schluss besuchten wir noch die Einweihungmesse der Kathedrale, wo sich Unmengen an Touristen tummelten und ein „Bischof“ (das orthodoxe Äquivalent) mit mieser Laune den Weihrauch schwang. Bei der Rückfahrt mit dem Schiff (diesmal waren wir schnell genug!) stellte sich heraus, dass  ein Аквабус (Aquabus – eines der Schiffe) kaputt ist und deswegen nur halb so viele Leute mitfahren konnten und die Fahrt zweieinhalb Stunden in Anspruch nahm. Nicht zu vergessen das unser Kapitän zu tief in die Flasche geschaut hat und wir beinahe mit einem Tanker (oder etwas ähnlichem) und einem Bauschiff zusammengekracht wären. Die ewige Verspätung hatte zumindest das Gute, dass ich den Sonnenuntergang vom Schiff aus genießen konnte!

Kulinarisches

Die letzte Woche bot auch einiges an frischen Entdeckungen, als ich wieder mal mit verschiedenen Cliquen unterwegs war. Zum einen habe ich dadurch eine recht gute Pizzeria (Ollis) entdeckt. Zum anderen war ich in einem spannenden Kunstcafe (этажи) mit Terrasse. (Wo uns Tauben die Laune vermiesten und wir deshalb hinein flüchteten.) Shawarma stand ebenfalls auf der Speisekarte und durch viel frischen Zwiebel hatte ich auch länger was davon, lecker war’s trotzdem. Unser Abschiedsabend fand beim Aserbaidschaner statt, wo wir gemeinsam gesungen haben, tanzten und Spaß hatten. Was den Abschied am nächsten Tag umso schwerer machte… 🙁

Kunst

Ständig umgeben von Leuten die malten, zeichneten,… überkam es mich einmal und ich zückte im таврический сад (Taurischer Garten) meinen karierten Block und einen Kuli – nicht das ideale Equipment aber manchmal muss man nehmen was man hat. Hier konnte ich der künstlerischen Luft dann nicht mehr widerstehen und es war eine spannende und entspannende Sache. Vielleicht poste ich später was ich geschaffen habe…
Das russische Museum hat es mir wie in Odessa auch schon sehr angetan, dagegen hatte die Ermitage einfach keine Chance!

Spaziergänge, Aktivitäten und Kreislaufkollaps

Nach dem Blockade Museum schlenderten wir zum Smolniy Kloster (wo ich zwischendurch mein Kunstwerk erstellte), hatten an einem anderen Tag das Nachmittagsprogramm mit Bowling ausgefüllt – Ich war leider ziemlich zerstört an diesem Tag, da ich ein paar Tage zuvor beim Laufen nicht auf meinen Körper geachtet hatte und einen Kreislaufkollaps mit vielen Stunden mit Wärmeflasche und Tee im Bett verbrachte. – und gegen Ende der Woche erkundete ich alleine (alle Anderen waren Bücher, etc. einkaufen) noch das Univiertel auf der Стрелка („Spitze“).

Viele nette und interessante Bekanntschaften

Leider ist der Kontakt mit den Russinnen sehr rar, da wir alle viel zu tun haben und außerdem noch die Zeitverschiebung hinzukommt. Ich bemühe mich allerdings immer wieder mal mit ihnen zu schreiben. Leichter ist es natürlich für uns in Österreich, wir sind ja wirklich ein kleines Land. 😉 So trafen wir uns kürzlich, weil russischer Besuch da war (ein paar Russinnen studieren in Deutschland) oder ich habe den Fotomarathon gemeinsam mit einer motivierten Freundin bestritten. Auch einen Physiker durfte ich kennenlernen und habe ihn natürlich gleich über seinen Werdegang ausgefragt…

Alles in allem eine super Zeit

Ich möchte mich gerne bei der Organisatorin bedanken, die das Ganze wirklich toll hinbekommen und uns einen unvergesslichen Aufenthalt ermöglicht hat. Ich vermisse alle Kolleginnen und Kollegen, wenn es auch nur drei Wochen waren, so waren wir ständig zusammen und konnten uns so kennenlernen, dass ich das Gefühl hatte, dass wir uns bereits mehrere Monate kennen…

PS: Der Text ist vielleicht nicht sehr gelungen, ich hatte ziemlich starke Kopfschmerzen, wollte euch aber nicht im Stich lassen!

2012 08 – Petersburg – Woche 2, best of…

Die zweite Woche stand stark im Zeichen der Kultur und meine Kleingruppe war mit der Abendgestaltung in Form eines Cookouts an der Reihe. Dafür haben wir uns was ganz besonderes einfallen lassen…

Neben dem politischen Museum machten wir einen Kinobesuch, was wirklich ein  besonderes Erlebnis war! Ein ehemaliger Theatersaal mit sehr bequemen dreh- und kippbaren Sesseln und viel Platz auf allen Seiten. Der Film „Римские Приключения“ (To Rome With Love) war sehr nett und wir hatten keine Probleme dem Russisch zu folgen (die Story kapieren ist eine andere Sache ;)). Kurioses und Abartiges haben wir uns in der кунсткамера (Kunstkammer) angesehen und auch die Эрмитаж (Ermitage) wurde nicht verschont. Zur Abrundung unternahmen wir eine Bootsfahrt, spazierten viel, mitunter auch im летный сад (Sommergarten) und entspannten.

Kunst und ich I

Die Exponate in der Ermitage habe ich im Eiltempo an einem Nachmittag komplett durchgeschaut und festgestellt, wie ich zu Kunst stehe. Mir ist egal wer was gemalt hat, wichtig ist, dass mich ein Bild anspricht, Gefühle erweckt und mich ergreift. Der Stil kann noch so toll sein (laut Kritiken, meiner Bildnerische-Erziehung-Lehrerin und co.), wenn es mir nicht gefällt, ist es einfach (für mich) nix besonderes. Gehe ich an einem Bild vorbei und bleibe stehen, dann ist das eine Ehre ;). Praktischerweise zahlen Studierende keinen Eintritt, wobei ich mir nicht sicher bin ob das nur für russische oder allgemein galt. Da gibt es oft Unterschiede.

Unser Abendprogramm – Cookout

Meine Gruppe hatte als Abendgestaltung gemeinsames Kochen (nach Vorbild des Cookouts, dass ich auf der TU einführte). Ein kleiner Zickenkrieg und einige Stresssituationen wurden auf dem Rücken meiner österreichischen Kollegin ausgetragen. Alle Versuche sie zu unterstützen waren leider vergebens, da ich keinen Zugang zur Ebene des Streits hatte. Vielleicht war es auch besser so. Jedenfalls danke ich ihr sehr für diese intensive Mehrleistung. Chaos durch Sprache/Missverständnisse habe ich immer wieder versucht auszuräumen und alles in allem hatten wir einen gelungenen Abend. Wir haben uns auf alle Küchen aufgeteilt und gekocht um uns anschließend in der Kantine Durchzukosten. (russische Schwammerlsuppe, Borschtsch, Salat Olivje, Blini, Kaiserschmarren, Spaghetti all’arrabbiata, Knödel,…) Gemeinsam mit ein paar kreativen Leuten habe ich Wiener Schnitzel vom Schwein zubereitet. Die Besonderheit war, dass wir aus Jux und Tollerei (und weil man uns immer rät alles zu waschen) das Fleisch mit Vodka gewaschen und nachher (ca. 30 Minuten)  darin eingelegt haben. Das Ergebnis war ein leckeres zartes Schnitzel mit speziellem Aroma. Ich kann’s nur empfehlen das auszuprobieren!

Wochenende und Fortgehen

Am Wochenende hatten wir dann einen Ausflug nach Пушкин (Pushkin), wo wir eine Führung durch den Sommerpalast bekamen und anschließend leider zu wenig Zeit um den Garten/Park noch anzuschauen. Zur Stärkung nahmen wir ein gemeinsames Mittagessen in einer Disco ein, was ein ungewöhnlich aber witziges Ambiente bot.
Am Abend beschloss ich spontan über meinen Schatten zu springen und die Anderen beim Fortgehen zu begleiten. Es war ein netter Abend, auch wenn dieser ein bisschen von Kindergartensituationen überschattet war und sich die Truppe auf zwei aufgeteilt hat, was nicht komplett ohne Zickereien verlief. Der Ort wo wir landeten war mir nicht ganz geheuer. Eine zwielichtige Gegend, wo eine Disco neu eröffnet hatte. Beim Heimgehen durften wir noch eine brutale und blutige Schlägerei mitbekommen (einer hatte einen Baseballschläger, viele Tritte, Platzwunden, damische Männer, einer ist mit dem Auto provokant und mit ein paar Remplern durch die Menge gefahren,…).

Ich verstehe nicht wieso Menschen so aggressiv und brutal sein müssen/können. Bei solchen Gewalttaten kommt mir immer das Kotzen und ich frage mich, wieso Menschen sowas machen und meine Laune war mies.Das gibt mir immer wieder zu Denken und macht mich auch fertig/traurig. In Wien erlebt man solche Szenen auch hin und wieder (ich Gottseidank verschwindend selten),  hierzulande ist aber doch mehr Polizei innerhalb kürzerer Zeit zugegen und nicht nur ein einzelner korpulenter Wachtmeister. Diesen Teil des Programms hätten sie sich sparen können. Die Gegend ist außerdem kein Ort, wo es mich je normal hinziehen würde… Nach Hause nahmen wir die erste Metro um 5:40.

Kulinarisches

Zwei Ketten, die mich nicht wirklich überzeugen konnten:

  • Теремок (Teremok) – eine Kette bei der man hauptsächlich aber nicht nur diverse Блины (Palatschinken/Crêpe) Gerichte bekommt. Ist in Ordnung aber nicht herausragend.
  • Евразия (Eurasien) – Ein Besuch hat gereicht. Nicht wirklich gute asiatische Küche, vielleicht war es einfach Pech und normal ist sie besser. Vielleicht auch nicht. Irgendwie bin ich nicht sehr gewillt eine zweite Chance einzuräumen.

Nachdem wir uns nach dem Fortgehen ausgeschlafen hatten beschlossen wir Burschen uns was besonderes zu gönnen. Ein Georgier, der laut Reiseführer exzellent sein soll, war wirklich ausgezeichnet und konnte sogar meinen bisherigen Favoriten Tiflis (Wien, leider zugesperrt) toppen. Eine häufig besuchte Cafeteria mit dem Namen Marketplace (Nevsky Prospekt, 24) kann ich sehr empfehlen, weil gut und günstig.

Einzig wirkliche Schattenseite dieser Woche war neben der Schlägerei, dass ich um mein Telezoom (70-300) erleichtert wurde.

2012 08 – Petersburg – Woche 1, best of…

Schon wieder eine halbe Ewigkeit her, die Fotos wollen allerdings das Licht der Internetwelt erblicken und gezeigt werden. Ich habe vor jede Woche (von 3) einzeln durchzugehen, zu erzählen was passiert ist,etc. Lasst uns nun mit der ersten Woche beginnen…

In „alte“ Zeiten versetzt fühlte ich mich durch niedliche alte Autos und jede Menge Hochzeiten. Auch wenn letztere nicht so komprimiert und zahlreichend erscheinen so sind sie doch auffallend oft zu beobachten. Auch einige der Mittagessen (in der Heimkantine) erinnerten mich immer wieder an meine Tage in Odessa, auch wenn es nicht so lecker war wie „zu Hause“. Auch die Schokolade in den Supermärkten war nicht vor mir sicher, vor allem nachdem ich entdeckt habe, dass sie meine Lieblingskekse aus der Ukraine importieren (Супер Контик) und so kam eins zum anderen und ich fühlte mich schnell wohl. Apropos Supermarkt, meine Leidenschaft zu Joghurtdrinks wurde dort aufgrund einer schier unendlichen Vielfalt auf ein neues Level gehoben. Es gab Geschmacksrichtungen, von denen wir zuhause keine Ahnung haben: Müsli mit Apfel, Limette (gibt es mittlerweile),… und das von Danone 😀

Was ist also passiert in der ersten Woche?

Wir hatten einige von Referaten begleitete Stadtspaziergänge, die sehr praktisch waren, da sie die typischen Punkte, die man besuchen sollte abdeckten. Durch die Nähe – nach einem Referat – zum botanischen Garten, konnte ich ein paar Leute motivieren dorthin zu gehen, was ein ordentliche Wanderung wurde und leider nicht so schön war wie erhofft. Außerdem zog es mich vom ersten Tag an ans „Meer„, wo wir auch am zweiten gleich waren (leider nur dieses eine Mal).

Schon nach kürzester Zeit bildeten sich Cliquen und eingeschworene Grüppchen, zwischen denen ich immer wieder hin und her hoppte. (Schon in der Schule ging mir das auf den Zeiger aber darüber muss man sich einfach hinwegsetzen.) Somit hatte ich an einem Abend ein nettes Kartenspielchen (Дурак – von welchem ich die Regeln noch immer nicht ganz verstanden habe.) mit ein paar Russinnen, am anderen einen netten Plausch mit österreichischen KollegInnen oder einfach ein gemütliches Abendessen in Gesellschaft der Truppe, mit der ich meist unterwegs war. Selten aber doch gingen wir auch essen, zweimal hatte ich Pelmeni (welche unglaublich gut waren) und da Italienisch die Lieblingsküche einiger russischer Kolleginnen ist, probierten wir eines ihrer Lieblingslokale. Ansonsten habe ich natürlich versucht herauszufinden, ob es in Petersburg auch so gute Konditorwaren gibt, was leider noch einiger Tests bedarf! 😀

An unserem freien Wochenende machten wir einen Ausflug (auf Empfehlung der Orga) nach Петергоф (Peterhof), der leider von Regen überschattet war und uns durch „nass bis auf die Unterhose“ in Erinnerung blieb. Doch auch Gold, golden und noch mehr Gold, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Jedenfalls waren unsere Monarchen um einiges bescheidener als ihre russischen Kollegen… 😛

Des Nächtens ist es nicht mehr so einfach sich frei in Petersburg zu bewegen, da viele der Brücken aufgemacht werden, damit größere Schiffe passieren können. (Außerdem fährt keine Metro ab 00:30) Ein Spektakel soll es sein, so hörte ich, deswegen haben wir uns in einer großen Gruppe aufgemacht diesem beizuwohnen. Doch leider sind wir für spannendere Ausblicke auf der falschen Insel und von der anderen kämen wir leider nicht mehr so einfach zurück. So bleibt nur der Blick aus der Ferne…

Mein groß angelegtes Laufprogramm (ca. ein Drittel bis die Hälfte der Teilnehmenden war nicht abgeneigt) wurde ein kleiner Erfolg und ich hatte regelmäßig gute Gesellschaft beim Laufen. Dadurch, dass wir Runden liefen, konnten alle aufhöhren, wann es ihnen zuviel wurde. Auch das Terrain war spannend und abwechslungsreich, der Parkour hatte Strand-, Betonelemente, weichen Parkboden und anspruchsvolle Pflastersteine zu bieten und natürlich eine Spitzen-Aussicht, wenn wir die Нева (Newa) entlangliefen. Um ein bisschen runterzukommen, Zeit für mich zu haben und ein bisschen die Stadt zu erkunden, lief ich (schon) am dritten Tag alleine durch die Gegend. Mein Ziel zum Hafen zu gelangen habe ich leider nicht erreicht. Dieses eine Mal war dann genug Einsamkeit für den Rest des Aufenthaltes.

Im nächsten Post möchte ich näher auf Portraits von Kolleginnen und Kollegen eingehen…

2012 0929 – Wiener Fotomarathon – Alternativen und sonstiges

Nicht alles lief wie wir es wollten, wir hatten uns vor allem leider auf die „Untertitel“ festgefressen, was im Nachhinein ein sehr großer Fehler war und ein bisschen frustrierend ist… Was solls, beim ersten Mal geht selten alles glatt. Dabei sein ist a.-“ Nein, den Marathon durchstehen ist alles!

Entweder die Schriftzüge, die wir uns so sehr einbildeten oder die nicht sichtbare Kiste „am Naschmarkt“-Bild, im Nachhinein waren wir kritischer und sahen Dinge bei denen man Betriebsblind war. Wichtig ist: Wir waren dabei, wir haben 24 Themen recht gut umgesetzt und rechtzeitig abgegeben! Das, und, dass es viel Spaß gemacht hat ist das wichtigste! Man darf sich die Laune und Erinnerung nicht verderben lassen! Nächstes Jahr ist der 10.(!) Marathon! Vielleicht sind wir ja wieder dabei, dann können wir aus den Fehlern gelernt haben!

Zu den Wettbewerbsbildern geht’s >hier<

Hier ein bisschen was vom Ausschuss:

2012 0929 – Wiener Fotomarathon – Die Wettbewerbsbilder

Gestern fand der Wiener Fotomarathon zum 9. Mal statt. Ich hörte (wieso auch immer) dieses Jahr zum ersten Mal davon und eine Kollegin, vom Sommerkolleg in Sankt Petersburg überredete mich mitzumachen. Mit dem relativ unkreativen Teamnamen „Nati und Flo Baci“ registrierten wir uns als Team und legten gestern um 9:00 los…

[spoiler]Von dem, was ich bisher über Marathons gehört habe, muss ich sagen, dass der FotoMarathon zurecht diesen Titel trägt. Die gestrigen zwölf Stunden haben uns wirklich ausgepowert und wir waren neben körperlich vor allem geistig am Ende.
Um den vollen Bewerb zu absolvieren musste man 24 Themen der Reihe nach (wie auf der Liste) fotografieren und seine 25 Bilder abgeben. Kein Photoshop, keine Bildbearbeitung , einzig löschen durfte man Fotos, was bei uns jede Menge waren. (etwa 400 Fotos haben wir geschossen)

Wir wollten uns von der künstlerischen Atmosphäre im Café Hawelka inspirieren lassen, um unser Brainstorming und den Fototag zu beginnen. Dort machten wir auch gleich die ersten Bilder unserer Serie. Schnell merkten wir, dass man nie alleine ist, denn kurz nach unserer Ankunft kamen ebenfalls zwei Teams dorthin, gut erkennbar an der Tasche, die man mit der Startnummer bekommt. Die Zeit verflog sehr schnell und schon waren die ersten zwei Stunden um, bis wir uns an Thema 2 heranwagten.

Das Durchgehen und Überlegen der Themen im Vorhinein war, trotz des Zeitaufwandes, sehr wichtig, denn somit konnte das Hirn im Hintergrund weiterrattern und wir hatten ein grobes Bild von dem was mir machen wollten. Leider fanden wir nicht nur eine Nemesis, es gab Themen die uns das Leben schwer machten (hier sieht man auch deutliche Paralellen zum Lauf-Marathon), wir verschwendeten viel Zeit mit Kreativitäts-Löchern, die uns sogar bis an den Rand des Aufgebens (nur den halben Marathon machen) drängten. Doch mit Sätzen wie: „wir sind die Besten“, „wir hatten bis jetzt so tolle Ideen“, etc. bauten wir uns gegenseitig auf und impften uns Willenskraft ein das ganze bis zum bitteren Ende durchzustehen.

Ab Thema 14 stellte ich einen straffen Zeitplan auf, sodass wir pro Foto nur mehr 30min brauchen sollten, damit wir um 20:30 fertig sein würden. Gottseidank haben wir ihn nicht eingehalten sondern waren früher fertig, denn wir benötigten noch ca. 1h+30min+Pufferzeit für die Foto-Aussucherei und den Weg zur Abgabe. Nach Thema 21 war die Motivation endgültig weg und wir krochen geistig am Zahnfleisch herum. Nur durch gute und vor allem schnelle Ideen konnten wir innerhalb einer halben Stunde die restlichen Themen abschließen und mit letzten Kräften die Auswahl treffen (im Nachhinein sind wir uns nicht ganz sicher ob es die Beste wahr). Am Weg zum Messegelände waren meine Nerven extrem angespannt vor allem weil wir doch (meiner Meinung nach) sehr knapp dran waren. 15 Minuten vor Schluss überreichten wir der Dame unser Kuvert mit der Speicherkarte und fuhren mit einem Endorphinausstoß glücklich heim.

Alles in allem war der Tag unvergesslich 😉 und ich habe Fotografie von einer ganz neuen Seite erlebt! Vorgegebenen Themen sind (wenn auch schwierig) sehr spannend und wir sind sehr anspruchsvoll und wollten (meist) sehr kreative und einzigartige Ansätze finden. Auch unsere Perfektion kostete viel Zeit und leider sind uns die Vorsätze nicht immer gelungen ist.

Für das nächste Mal – wenn es denn eines geben wird – sollte auf alle Fälle von Anfang an ein gewisser Zeitplan stehen, an dem wir uns orientieren können. 1-2h Brainstorming, 8-9h durchführung (ca. 20min pro Foto), 1h Fotos durchschauen, 30 min Fahrzeit, 30 min Puffer. Außerdem muss man nicht eine Stunde vor beginn der Veranstaltung schon da sein… 😉

[/spoiler]
Zu guter Letzt möchte ich mich noch bei Nati bedanken, wir waren ein super Team! Dadurch das wir ähnlich ticken haben wir uns zwar ständig kritisiert aber es war sehr konstruktiv. Unsere perfektionistischen Naturen harmonierten und ich bin stolz, dass wir sagen können, dass wir den Marathon bis zum Ende durchgezogen haben! Es war harte Arbeit aber das war es wirklich wert! Jetzt heißt es nur mehr Daumen drücken und abwarten wie weit wir gekommen sind…

PS: Ich bin mir nicht 100% sicher, dass die Fotos wirklich die sind, die wir abgegeben haben. 😉 Es war ein langer Tag…
Unsere Alternativbilder gibts >hier<

(Baci heißt übrigens auf Italienisch Bussi und ist ein kleiner running Gag aus Petersburg)

2012 05 – Copenhagen – Tivoli und Carneval

Zu Pfingsten hatten wir das Glück mitten in der Karnevalzeit zu sein. Bunte Umzüge, fröhliche Menschen und laute Musik. Nebenbei gab es noch ein riesiges Festivals mit mehreren Bühnen, kulinarischer Versorgung und diversen Attraktionen. Auch im Tivoli, welches Eintritt verlangte, gab es abends immer wieder Konzerte und viel Fläche für Erholung und Vergnügung. Wobei der Eintritt und die zu bezahlenden Attraktionen nicht wirklich günstig waren…

2012 05 – Copenhagen

Auf in den Norden! Wiedermal… 🙂 Diesmal allerdings Dänemark und zwar in dessen Hauptstadt Kopenhagen. Wir hatten tolles Wetter und ließen es uns entspannt gutgehen. Die Stadt gefällt mir sehr gut, das Klima vermutlich eher weniger (wir haben gottseidank nur die gute Seite kennengelernt). Menschen sind freundlich und die Stadt hat eine internationale Atmosphäre. Leider hat sie auch ihren Preis…
[spoiler]Die Copenhagen Card hat sich eigentlich fast nicht ausgezahlt, nur durch übereifrige Besuche des Tivoli (Vergnügungspark) und viele Aufstiege zu Stadtrundblicken, konnten wir sie halbwegs nutzen. Kulinarisch haben wir hauptsächlich sehr gute Burger genossen, Waffeln und Pommes Frites haben leider nicht die erwartete Popularität wie in Amsterdam. Die geographische Lage und damit die langen Tage – es war um 22:00 noch hell – sind gewöhnungsbedürftig und ich schätze im Winter, wenn es umgekehrt ist, macht das ganze keinen Spaß…

Preislich liegt die Stadt auf sehr hohem Niveau, es ist alles nochmal um ein Eck teurer als in Amsterdam. Lagkagehuset, eine Bäckereikette, stillte jeden Tag unsere Lust auf Süßes, Kaffee und manchmal auch auf Salziges. Wirklich innovative Weckerl mit Salat, Serrano, Käse und Pesto sind eine Gaumenfreude aber auch die Torten sind keine schlechten Kalorienbomben. Zum Glück haben wir einmal einen SightseeingRun gemacht, der nicht nur das Gewissen beruhigte…

Ärgerlich war, dass ich meinen Kameragurt nicht mit hatte, was zwar ein gute Training für die Hand, leider aber nicht sehr angenehm war. Mit dabei im Gepäck war diesmal nur mein Immerdrauf und das Ultraweitwinkel. Ich habe eigentlich sonst nichts vermisst.

Schöne weite Stadt mit viel Wasser, grün und hin und wieder Mittelmeerfeeling (die Sonne knallte vom Himmel und eine kühle Brise sorgte für eine angenehme Temperatur). Gefällt mir besser als Amsterdam. Es ist farbenfroher, weitläufiger und wirkt auf mich freundlicher.
Ein interessantes Detail ist die vollautomatische Fahrerlose „U-Bahn“.[/spoiler]

2012 04 – Hamburg zu Ostern

Wieder einmal im Rahmen eines Geburtstagsgeschenks, nicht meines (ich hatte aber währendessen Geburtstag :D), ging es auf die Reise. Mit dem Auto nach Hamburg, also noch schnell rasiert um Gepäck zu sparen und alles in die Bundesheertasche gestopft und auf mindestens 10h Autofahrt vorbereitet. Ich reise selten mit mehr Fotozeug als Gepäck 😉

[spoiler]
Zu viert ging es am Freitagabend los, wir wollten gegen 8 Uhr früh ankommen um gleich mit dem Sightseeing zu beginnen. Wir beschlossen über Tschechien zu fahren, was sich des Nachts und wegen noch nicht fertiggestellter Autobahn doch als Herausforderung herausstellte. Die tschechische Umleitungs-Beschilderung ist spärlich gesät aber wir haben uns gemeinsam durchgekämpft. Viele Stopps, Pinkelpausen und ein Fahrerwechsel später kamen wir in Hamburg bei Schneeschauern an. Die Zeit im Auto war geprägt von Nachdenken, Beinschmerzen und später Übermüdung, das drückte aufs Gemüt. Ich war froh als es vorbei war und ich endlich wieder Bewegung machen konnte.

Wetter

Wirklich warm war es das Wochenende nicht und so hatte ich von Anfang an alle Schichtendie ich bei mir hatte an. (Wind-/Regenjacke, Softshell, leichter Pulli und T-shirt) Doch die Sonne lies sich nicht selten Blicken und bescherte teils gutes Licht zum Fotografieren. Wir hatten Temperaturen um null Grad mit Schneeschauern und Regen gemischt. Die kriechende Kälte, durchbohrte selbst meine vielen Schichten und mir war eigentlich dauernd kalt. Gegen Abend erfrischte und meist zusätzlich kalter Wind.

Übermüdung und lange Märsche

Nachdem wir das Auto nahe der Hotelgarage und das Gepäck im Hotel verstaut hatten, frühstückten wir erst einmal im portugiesischen Viertel. Danach wanderten wir ein wenig durch die Stadt, bis wir das Zimmer beziehen konnten. Dort genehmigten wir uns erst einmal 1-2h Schlaf, was mich wieder zu neuen Kräften kommen lies. Es kam uns vor, als wären wir eine Woche da gewesen wären. Viel Tag, wenig Schlaf. Um St. Pauli zu besuchen (von dem wir eher enttäuscht waren) musste man länger aufbleiben und für den Fischmarkt (wo ich mir ein leckeres Fischgyros zum Frühstück genehmigte) früh raus.

Kulinarisches

Wir testeten einige Currywurst Stände waren aber etwas enttäuscht, denn sie war nicht so spannend, wie wir es erwartet hätten. (Auch Pommes sahen nur gut aus waren aber kein Vergleich zu denen aus Amsterdam) Auffallend waren die vielen Backshops, -ketten so wie Anker Ströck und Co, bei denen wir uns die ein oder andere leckere Mehlspeise gönnten. Abends verschleppte es uns ins portugiesische Viertel, wo wir exzellent aßen! Als vielschichtiger Mann gestaltete es sich immer wieder schwierig essen zu gehen, da man sich erst aus seinen vielen Schichten schälen musste.

Eindruck

Hamburg ist eine nette Stadt mit schmalen Häusern – etwas mehr Platz als in Amsterdam. Die Bevölkerung ist freundlich und kommt mir Multikulturell und gut integriert vor. Die Gebäude haben nördliche Einflüsse (vgl. Schottland, Amsterdam und co) gemischt mit modernen Elementen. Das Stadtbild ist interessant und wirkt ein wenig technisch-industriell, zum länger dort wohnen wäre mir das Klima ist zu kalt und der Charme ist auch nicht so meines.

Zu empfehlen ist die Hafen-Rundfahrt, bei der wir mit viel seichten Humor unterhalten wurden. Selbst nach so kurzer Zeit konnten wir feststellen, dass sich die Sprache ein bisschen anpasst (wenn auch durch übertriebenes Herumblödeln).
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2012 0105 – Eindrücke von diversen Spaziergängen

Die Fotos aus 2011 sind durch, weiter geht es mit ein paar Schnappschüssen aus dem ersten halben Jahr 2012. Es werden leider immer weniger dezidierte Foto-Ausflüge, dafür ist die Anzahl der (Kurz-)Urlaube in Ordnung! Trotzdem würde ich gerne wieder mehr raus, dafür fehlt aber oft entweder die Zeit oder die Lust. (Außerdem Laufe ich grad lieber ;))

Zu sehen gibts hier:

  • Naturpark Sparbach – Leider nicht ganz so toll wie erwartet aber ein netter Spaziergang
  • Donauinsel
  • weitere Eindrücke aus Wien
  • und ein leckeres Bild, bei dem mir einfach das Wasser im Mund zusammenläuft.